Bilk : Adventdörfchen lockt Besucher

Wenn Liebe durch den Magen geht, dann war ganz viel Liebe dabei im Adventdörfchen in der St. Ludger-Gemeinde am Merowinger Platz. Fast 500 Menschen kamen von nah und fern, um ein Stück Kuchen und frisch gebrühten Kaffee zu genießen oder eine der draußen im Hof angebotenen warmen Speisen. Außerdem konnten sie Düfte ergattern, eine Weihnachtskrippe erstehen, Serviettenhalter mit nach Hause nehmen oder CDs mit Haydns "Schöpfung" kaufen, die die Chöre rund um Bilk eingesungen haben.

Schnitzereien aus dem Erzgebirge, Suppe, Fritten, Reibekuchen, neue Bekanntschaften und alte Freunde treffen – das Adventdörfchen gilt seit Jahren als feinste Adventsadresse in Nah und Fern. "Die Leute kommen aus dem ganzen Umkreis", sagte Elisabeth Hahn, 77 Jahre alt, und so etwas wie die Managerin des Adventdörfchens und dabei fit wie ein Turnschuh. Sie ist seit 34 Jahren dabei. 16 Enkel hat sie inzwischen, und beides hält sie auf Trab, die Enkel und die Bastelei. In jüngster Zeit wohl vor allem die Bastelei, die dann im Gemeindehaus zusammen mit den Geschenkideen anderer Teilnehmer verkauft wurde.

Helga Hartkopf war eigens aus Wuppertal angereist, um die Atmosphäre zu atmen. Sie hatte auf dem Adventdörfchen ein Paar Socken gekauft. "Für dies hier nehme ich auch gern die weite Anreise in Kauf", sagte sie. Es gab viel Bastelarbeit zu sehen, kleine und große Kunstwerke, viele davon hergestellt von der starken polnischen Gemeinde in der Region. Viele Besucher kamen aus Hamm, Volmerswerth und Flehe, aber auch von der niederländischen Grenze und aus dem Bergischen Land.

Mittlerweile hat die Katholische Hochschulgemeinde die Pfarrei übernommen. "Wir sind jetzt nur noch zu Gast hier", sagte Elisabeth Hahn. Aber sehr gern gesehene Gäste, die, wie sie meint, von der Hochschulgemeinde christlich betreut werden.

Das beim Adventdörfchen erwirtschaftete Geld geht an die Bilker Tafel und an die Chöre der Umgebung.

(RP)
Mehr von RP ONLINE