Rath : Seniorenheim: Bau ab Januar?

Ziel war es, bis Ende des Jahres an der Rotdornstraße ein neues Seniorenheim zu bauen. Doch noch laufen die Verhandlungen mit einer Investorengruppe. Der Bedarf an Pflegeplätzen ist hoch.

Der Bau des Seniorenheims an der Rotdornstraße hat sich stark verzögert. Eigentlich sollte die Einrichtung mit 89 Plätzen bereits Ende dieses Jahres fertig gestellt werden. Aber bisher hat sich auf dem Grundstück der Firma Sack noch überhaupt nichts getan, obwohl schon vor mehreren Monaten die Baugenehmigung erteilt wurde.

Hohe Grundstückspreise

"Uns sind zwei Investoren abgesprungen. Auf Grund der hohen Grundstückspreise erschien ihnen die Rendite nicht ausreichend", sagt Architekt Bertold Schmitz, der das Vorhaben mit Architekt Gerhard Weidmann geplant hat. Bereits zehnmal hat Grundstückseigentümer Heiner Zinnenlauf den Notartermin für den Grundstücksverkauf verschieben müssen. Jetzt soll aber alles sehr schnell abgewickelt werden. "Wir stehen mit einem Investoren-Konsortium in Verhandlung und rechnen damit, dass der Bau nun schnell realisiert werden kann, Baubeginn im Januar sein wird", sagt Schmitz.

Mehrere Generalunternehmen hätten sich außerdem bereits darum beworben, das Seniorenheim dann zu bauen. Auch an der Betreiber Gesellschaft, der Casa Reha-Unternehmensgruppe, will man festhalten. "Wir sehen diese weiterhin als Partner, stehen mit dem Unternehmen weiterhin in Verhandlung", so Schmitz.

Casa Reha selbst will nach den Verzögerungen nicht konkret zusagen, das neue Seniorenheim zu betreiben. "Das Unternehmen prüft permanent Standorte in größeren und kleineren Städten im Hinblick auf die Bedarfssituation und das vorhandene Angebot an Pflegeplätzen, auf die Altersentwicklung der Bevölkerung und infrastrukturelle Voraussetzungen. So analysiert das Unternehmen unter anderem auch in Düsseldorf Standorte", heißt es seitens der Unternehmensgruppe.

Für den Standort Rath spricht, dass hier mit rund 4500 Bewohnern im Alter von über 60 Jahren ein großer Bedarf an Pflegeplätzen besteht. Das Seniorenheim soll aus zwei Quergebäuden bestehen, die durch einen Mitteltrakt miteinander verbunden werden. Es wird zwei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss mit Dachterrasse erhalten. Neben Gruppenräumen wird es einen Kiosk und einen Frisör geben. 22 der 89 Plätze sind für Demenzkranke vorgesehen. Das gesamte Haus ist barrierefrei geplant und soll mit Grünflächen umgeben werden. Zur Bahn hin wird die Lärmschutzwand verlängert und so auch den Bewohnern der Iserlohner Straße zu Gute kommen.

"Ich bin der Überzeugung, dass dieses Projekt notwendig ist, denn viele Rather wollen gerne in ihrem Stadtteil alt werden", sagt CDU-Ratsfrau Sylvia Pantel.

(RP)
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