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Lokalsport: Fortuna präsentiert sich stark verbessert

Lokalsport : Fortuna präsentiert sich stark verbessert

Die gute Leistung gegen Dynamo Kiew reicht jedoch nicht. Der Fußball-Zweitligist verliert gegen den ukrainischen Meister mit 0:1. Morgen treffen die Düsseldorfer in Kufstein auf Fevenoord Rotterdam.

Fortuna hat einen Schritt nach vorn gemacht. Gegenüber der blamablen Vorstellung beim 0:3 gegen den tschechischen Erstligisten Pribram war die Mannschaft nicht wiederzuerkennen. Deshalb war nach der knappen 0:1 (0:0)-Niederlage auch niemand richtig sauer. Das Tor des Abends erzielte Nationalspieler Andrej Yarmolenko, dessen Wert ungefähr so taxiert wird wie der gesamte Kader der Fortuna. "Natürlich will ich jedes Spiel gewinnen", meinte Trainer Frank Kramer. "Aber heute war das deutlich besser als noch am Mittwoch."

Dass Dynamo Kiew die bessere Mannschaft sein würde, das stand für Trainer Frank Kramer längst vor dem Spiel fest. Schließlich ist die Mannschaft des ukrainischen Meisters und Pokalsiegers mit Nationalspielern gespickt. "Selbst wenn die ihre zweite Garnitur aufs Feld schicken, sind das Spieler, die wir brauchen könnten", sagte er. Deshalb forderte er gegen den technisch und spielerisch überlegenen Gegner, hellwach zu sein, die Zweikämpfe anzunehmen und diszipliniert aufzutreten.

Dieser Forderung wurde die Mannschaft von der ersten Sekunde an gerecht. Im Gegensatz zur Partie gegen Pribram war das Team vom Anpfiff an hellwach. Das freute die 400 Düsseldorfer, die vor der herrlichen Bergkulisse in Tirol mit dem Altbierlied sowie Liedern von Alt Schuss und den Toten Hosen eingestimmt worden waren.

Fortuna gehörte die Anfangsphase, in der gleich die beiden Außen Ihlas Bebou und Sercan Sararer Akzente setzten. Dynamo Kiew wartete im Stile einer Spitzenmannschaft ab und übernahm nach einer Viertelstunde das Kommando. Dabei hatten die Ukrainer schnell die linke Abwehrseite als Schwachstelle bei den Rot-Weißen ausgemacht.

Wenn Dynamo das Tempo anzog, blitzte die Klasse dieser Mannschaft auf. So hatte Torhüter Lars Unnerstall in der 22. Minute nach einem Stellungsfehler von Tugrul Erat gleich mehrfach die Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Aber auch die Fortuna hatte eine große Möglichkeit, die jedoch mit Hilfe eines Trikottests bei Mike van Duinen zunichte gemacht wurde. Der Schiedsrichter beließ es jedoch bei der Gelben Karte. Dass Frank Kramer mit der Leistung vor der Pause einverstanden war, dokumentierte er, indem er nicht etwa wechselte, sondern zunächst die selbe Elf nach dem Wechsel auf dem Platz beließ - trotz des 90 minütigen Trainings am Vormittag.

Die Begegnung brachte eine ganze Reihe von Erkenntnissen. Auf der rechten Seite überzeugten Kevin Akpoguma in der Defensive und Ihlas Bebou in der Offensive. Er spielte herzerfrischend auf. Auf der linken Seite bot Sercan Sararer offensiv eine ansprechend Leistung, wohingegen Tugrul Erat in der Abwehr deutlich abfiel. In der Abwehrzentrale stand Christian Strohdiek robust neben Karim Haggui.

Im Mittelfeld spielten Lukas Schmitz und Michael Liendl zentral. Schmitz machte seine Sache ordentlich, während Liendl nach vorne nicht die erhofften Akzente setzen konnte. Im Angriff hat Joel Pohjanpalo die Zeichen der Zeit erkannt. Zumindest vor der Pause zeigte er sich engagiert. Dem stand Mike van Duinen, der immer den Abschluss suchte, nichts nach, allerdings fehlte ihm in manchen Situationen noch die Bindung.

(RP)