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Sperrung Rheinalleetunnel in Düsseldorf - Verkehrschaos bleibt aus - Suche nach Kriegsbomben

Suche nach Kriegsbomben in Düsseldorf : Sperrung des Rheinalleetunnels - Verkehrschaos bleibt zunächst aus

In Düsseldorf-Heerdt liegen verdächtige Metallgegenstände tief in der Erde. Jetzt wird geprüft, ob es Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg sind. Der Rheinalleetunnel ist dafür zwei Wochen lang in eine Richtung gesperrt. Das befürchtete Verkehrschaos blieb zunächst aus.

Eine aufwendige Suche nach tief in der Erde vermuteten Kriegsbomben bringt den Verkehr im linksrheinischen Teil Düsseldorfs durcheinander. Betroffen ist unter anderem die viel befahrene Brüsseler Straße.

Die dortige Abzweigung zum Rheinalleetunnel und im weiteren Verlauf zur Kniebrücke ist seit Mittwochabend gesperrt. Der Verkehr wird in Richtung Theodor-Heuss-Brücke abgeleitet. Bei einem Besuch vor Ort am Morgen zeigte sich, von einem möglichen Verkehrschaos ist nichts zu sehen. Besonders viele Autos sind auf der Brüsseler Straße nicht unterwegs.

Das bestätigt auch Polizeisprecherin Annika Holst: „Von Staus wegen der Tunnelsperrung ist uns nichts zu Ohren gekommen.“ Allerdings herrsche derzeit Corona-bedingt noch immer deutlich weniger Verkehr auf den Straßen.

Auch auf einer zweiten Ausweichroute durch Heerdt über die Heerdter Landstraße, die Pariser und dann die Düsseldorfer Straße herrscht auffallend wenig Verkehr.

Für die Suche nach möglichen Kampfmitteln im Boden wird voraussichtlich bis zum 6. Juli der Rheinalleetunnel in Richtung Innenstadt voll gesperrt. Falls tatsächlich Bomben gefunden werden, müssten für den Zeitraum der Entschärfung je nach Größe des Sprengkörpers zwischen 5000 und 10.000 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen.

Die vorbereitenden Arbeiten haben bereits am Mittwochabend mit einer ersten Straßensperrung begonnen. Bis Samstag soll feststehen, ob die Metallkörper im Boden Sprengsätze oder harmlos sind. In der Nähe liegen das Heerdter Krankenhaus (Schön Klinik) und der Sitz des Mobilfunkunternehmens Vodafone. Falls entschärft wird, soll das am Sonntag, 21. Juni, geschehen.

Die Klinik bereitet sich eigenen Angaben zufolge detailliert auf eine mögliche Evakuierung des Hauses vor. Für Angehörige wird eine telefonische Hotline eingerichtet. Diese ist vom 19. bis 21. Juni rund um die Uhr erreichbar unter 0211 567-11 111

Die Verdachtspunkte befinden sich neben oder unter der Fahrbahn. Da die Metallkörper bis zu neun Meter tief liegen, muss die Straße aufgerissen werden. Um die Fahrbahn anschließend wieder herzustellen, werden zwei Wochen eingeplant. Die Feuerwehr hat unter der Nummer 0211 - 388 9889 ein Gefahrentelefon eingerichtet.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Der gesperrte Rheinalleetunnel in Düsseldorf

(csr)