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Düsseldorf: Unwetter-Warnung vor schwerem Gewitter, Hagel und Starkregen

Überschwemmte Straßen in Hilden : Schwere Gewitter und Starkregen treffen die Region

Am Mittwochabend kam es im Westen Deutschlands zu Unwettern und starken Niederschlägen. Die Folge: Teils sehr viel Wasser auf den Straßen. Düsseldorfs Feuerwehren rückten zu über 150 Einsätzen aus.

In Düsseldorf waren Einsatzkräfte während des Gewitters mit Starkregen vor allem wegen vollgelaufener Keller gefordert. Die Feuerwehr der Landeshauptstadt rückte bis zum späten Abend zu rund 150 unwetterbedingten Einsätzen aus. Die Schäden hätten sich jedoch „in Grenzen“ gehalten, es gab keine Verletzten.

In Mönchengladbach rückte die Feuerwehr wegen umgestürzter Bäume, losen Ästen und beschädigten Telefonleitungen aus. Im Stadtteil Neuwerk war ein Baum auf ein parkendes Auto gekippt. Niemand wurde verletzt. Auch auf den Autobahnen 52 und 44 war die Feuerwehr wegen des Unwetters im Einsatz.

In Hilden haben heftige Regenfälle Straßen geflutet und Keller volllaufen lassen. In einigen Unterführungen blieben Autos im hohen Wasser liegen. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz. Mehr dazu erfahren Sie hier. Auch in Wuppertal kamen große Wassermengen vom Himmel. In der Innenstadt waren Sirenen der Feuerwehr zu hören.

Auch Bonn wurde von dem Gewitter getroffen. Blitzeinschläge in die Dächer von zwei Mehrfamilienhäusern verliefen allerdings glimpflich. Bei einem Einschlag konnte die Feuerwehr einen Dachstuhlbrand schnell unter Kontrolle bringen, bei einem anderen sicherten Rettungskräfte einen zerborstenen Schornstein. Insgesamt gingen bei der Leitstelle fast 100 Notrufe ein, wie die Feuerwehr mitteilte.

Zuvor hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) für den Mittwochabend vor teilweise extremen Unwettern am Niederrhein gewarnt. Schwere Gewittern und extrem heftiger Starkregen sollte dem DWD zufolge Niederschlagsmengen bis zu 60 Litern pro Quadratmeter produzieren. Auch Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometern seien möglich, ebenso kleinkörniger Hagel.

Die Unwetterwarnung galt in einigen Teilen bis 21.30 Uhr, das Gebiet der Warnung erstreckte sich von Aachen im Süden bis Krefeld im Norden, von der niederländischen Grenze im Westen bis Solingen im Osten.

Der DWD warnte vor mögliche Gefahren: Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr. Vereinzelt könnten Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Besonders sei auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände zu achten. Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen seien möglich (Details: www.hochwasserzentralen.de). Fenster und Türen sollten geschlossen gehalten werden, Gegenstände im Freien gesichert. Es gelte, Abstand von Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen zu halten. Der Aufenthalt im Freien sei generell zu vermeiden, empfahl der DWD.

Am späten Abend schwächten sich die Gewitter laut dem Deutschen Wetterdienst ab. Unwetterwarnungen in Nordrhein-Westfalen wurden zunächst aufgehoben. In der Nacht waren dennoch weitere Gewitter und Starkregen möglich, hieß es.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Starkregen setzt Straßen in Hilden unter Wasser

(chal/felt/hebu/juju/top)