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Zwischen Remscheid und Wermelskirchen: L409 fast 24 Stunden gesperrt

Zwischen Remscheid und Wermelskirchen : Baum liegt über Straße - L409 fast 24 Stunden gesperrt

Seit Mittwochabend war die Landstraße 409 zwischen Wermelskirchen und Remscheid gesperrt. Der Grund: Ein riesiger Ast lag auf der Straße, zwei weitere marode Bäume mussten dringend gefällt werden.

Autofahrer, aber auch Kunden der RVK-Linie 260 mussten seit Mittwochabend bis Donnerstag, 18 Uhr, einen Umweg über die Mebusmühle in Kauf nehmen: Die Feuerwehr hatte die Landstraße 409 – eine von zwei direkten Verbindungen nach Remscheid – kurz hinter der Höllenbach-Talbrücke gesperrt. Der Grund: Eine Buche war „auseinandergebrochen“. Da zwei weitere Bäume auf die Straße zu stürzen drohten, machte die Feuerwehr die Strecke dicht.

Gegen 19 Uhr rückte die Feuerwehr in die Preyersmühle aus: Dort war ein schwerer Ast eines sogenannten „Zwiesel“-Baums abgebrochen. Als Zwiesel wird ein Baum bezeichnet, bei dem sich der Stamm in frühem Wachstum in zwei starke Stämme trennt. Gerade diese Baumgabelung war verfault – und trug die Last nicht mehr. Der schwere Ast schlug auf die Fahrbahn, wo zum Glück kein Fahrzeug fuhr; gleichzeitig drückte er eine Pappel an der Straßenböschung so weg, dass sie umzukippen drohte. Auch der zweite Teil des „Zwiesels“ bekam Übergewicht zur Straße – der Buchenstamm neigte sich bedrohlich zur L 409. Einsatzleiter Ingo Mueller: „Die Polizei hat dann den Straßenbaulastträger informiert.“

Doch das Fax der Polizei kam bei den Straßenmeistereien in Burscheid und Solingen nicht an, erklärte Karsten Wieczorek, Leiter der Master-Meisterei Leverkusen (zuständig für die beiden Straßenmeistereien Burscheid und Solingen sowie zwei Autobahnmeistereien). Erst am Donnerstagvormittag, auch nach Rückfrage der Morgenpost-Redaktion, wurde die Lage bekannt. Da war die Landstraße aber immer noch gesperrt.

Als gegen 12 Uhr der Streckenwart den Ort anfuhr, stand ein Reh mitten auf der Straße und genoss die Ruhe dort, wo sonst ununterbrochen der Verkehr rollte. Wieczorek begutachtete die Bäume und orderte dann Großgerät, dass von einer Baustelle in Overath in den Nordkreis anrückte. Ein Bagger mit großem Ausleger und Säge fällte die Buche und die Pappel und zerlegte auch den abgebrochenen Ast; das Material wurde dann nur an die Seite geräumt, damit die Straße wieder frei wurde. Weitere sechs vertrocknete Bäume wurden ebenfalls gefällt, ebenso gefährliche Starkäste gekappt.

Verärgert war am Mittag Karsten Wieczorek über die Kommunikationspanne: „Das müssen wir klären, was da passiert ist. Denn die Straße durch die Preyersmühle hätte längst wieder frei sein können.“ Die Baumfäll- und Aufräumarbeiten dauerten bis etwa 18 Uhr.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Umgestürzter Baum blockiert Landesstraße 409