Düsseldorf Rechtsstreit: Tamek wehrt sich gegen Zamek-Vorwürfe

Düsseldorf · Der Streit um die Nutzung der Markenrechte des Namens Tamek in Europa zwischen dem gleichnamigen Lebensmittelkonzern und dem insolventen Düsseldorfer Suppenhersteller Zamek geht in die nächste Runde.

Zamek meldet Insolvenz an - das sagen Mitarbeiter in Düsseldorf
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Zamek meldet Insolvenz an - das sagen Mitarbeiter in Düsseldorf

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Hüseyin Salan, der Anwalt des türkischen Konzerns, kündigte gestern im Gespräch mit der Rheinischen Post an: "In dem Verfahren vor dem Landgericht Düsseldorf hat die Firma Tamek nun Widerklage auf Löschung der EU-Marke Zamek unter anderem für Fruchtsäfte und ähnliche Waren gestellt.

Die Firma Tamek beruft sich dabei auf ältere Rechte in Dänemark und in England", sagte der Rechtsanwalt. Insofern bestehe "für die Firma Zamek das Risiko, ihre Marke für einige Warengruppen in Europa - folglich die EU-Marke in diesem Bereich zu verlieren", sagt Salan. Konkret dürfte es dabei wohl um Saft gehen. Denn Tamek produziert auch Säfte, Zamek meist Suppen und Fertigsoßen. Unklar wären die Folgen für Zamek. "Wir gehen allerdings davon aus, dass diese Angelegenheit letztendlich vom Europäischen Gerichtshof EUGH zu entscheiden sein wird.

Dies kann noch viele Jahre in Anspruch nehmen. Tamek will eine grundsätzliche Rechtssicherheit und daher Klärung der Angelegenheit auf höchstrichterlicher Ebene", sagte Anwalt Salan. Zamek hatte in seiner Bilanz 2013 eine Forderung von sechs Millionen Euro gegen Tamek verbucht, da Schadensersatzansprüche wegen Markenverletzungen in der EU begangen worden seien. Ein Geschäftsführer von Zamek hatte das Gerichtsverfahren bestätigt.

Die türkische Firma bestritt gestern in einem Schreiben, dass der Streitwert von sechs Millionen realistisch sei. Da Zamek Suppen herstelle, sei ihr durch die ähnlich klingenden Tamek-Säfte kein nennenswerter Schaden entstanden, hieß es in dem Schreiben.

(RP)
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