Sport: Straßenbahn wirbt mit Athleten für Special Olympics

Sport : Straßenbahn wirbt mit Athleten für Special Olympics

Eigentlich sind Stefanie Wiegel und Oliver Burbach fast schon alte Hasen, was Medien und Öffentlichkeitsarbeit betrifft. Sie sind die Gesichter der nationalen Sommerspiele für Menschen mit geistiger Behinderung, die von Special Olympics Deutschland (SOD) ausgerichtet werden. Gemeinsam mit Tischtennis-Star Timo Boll posierten sie für Plakate und Flyer. Dass sie jetzt aber überlebensgroß auf einer Straßenbahn der Rheinbahn abgebildet sind, ist sogar für die Profis total verrückt.

Eigentlich sind Stefanie Wiegel und Oliver Burbach fast schon alte Hasen, was Medien und Öffentlichkeitsarbeit betrifft. Sie sind die Gesichter der nationalen Sommerspiele für Menschen mit geistiger Behinderung, die von Special Olympics Deutschland (SOD) ausgerichtet werden. Gemeinsam mit Tischtennis-Star Timo Boll posierten sie für Plakate und Flyer. Dass sie jetzt aber überlebensgroß auf einer Straßenbahn der Rheinbahn abgebildet sind, ist sogar für die Profis total verrückt.

Seit einigen Tagen ist die türkisfarbene Bahn mit den Schwarz-Weiß-Bildern der Athleten und dem SOD-Logo in der Stadt unterwegs. Und endlich durften auch Steffi und Oliver ihre Bahn anschauen. "Meine Schwester saß schon drin, hat es aber erst gemerkt, als sie ausgestiegen ist", sagt die 22-jährige Langenfelderin. Ein paar Mal hingucken musste Steffis Schwester, bis sie es glauben konnte. Und so richtig fassen können es auch die Athletin selbst und ihr Papa noch nicht. Total verrückt eben. "Gerade, wenn man ein behindertes Kind hat, weiß man nie, wohin der Weg führt", sagt Dietmar Wiegel. Und plötzlich ist seine Tochter die Werbefigur für ein sportliches Großereignis und auf einer Straßenbahn abgebildet.

"Ich finde es einfach toll, und der Rummel macht großen Spaß", sagt Oliver Burbach. Zwar wohnt der Tischtennis-Spieler in Neuss, gebürtig kommt er aber aus der NRW-Landeshauptstadt. Für ihn also ein richtiges Heimspiel. Für den Wettbewerb, der am 19. Mai beginnt, hat sich Oliver einiges vorgenommen: "Nach dem gestrigen Training ist ein Platz unter den Top drei auf jeden Fall drin", sagt er.

Übrigens sind Oliver und Steffi nicht nur von außen auf der Straßenbahn zu sehen, auch im Zug hängen jede Menge Informationen über die Inline-Skaterin und den Tischtennis-Spieler. "Ganz hinten in der Bahn stehen ein paar Sachen über mich", sagt Steffi und sieht sich das Foto an. "Das ist von einem Shooting, als ich in die Wohngruppe gezogen bin", erinnert sich die 22-Jährige. Dann geht sie langsam den Gang in der Straßenbahn ab, schaut an die Decke. "Dort stehen alle Sportarten mit Teilnehmer- und Betreuerzahl." Irgendwann macht sie Halt und zeigt auf ihre Disziplin. "80 Athleten und 33 Trainer sind bei den Inline-Skatern", liest Steffi vor.

Natürlich darf der offizielle Teil bei Steffis und Olivers Jungfernfahrt nicht fehlen: Bis zum 23. Mai soll die Straßenbahn mindestens im Einsatz sein, sagt Andreas Busch von der Rheinbahn. Detlef Parr, SOD-Vizepräsident, bedankt sich für die Unterstützung. Überhaupt sei die Organisation für Menschen mit geistiger Behinderung selten so fantastisch aufgenommen worden wie in Düsseldorf. Langsam werden Steffi und Oliver ungeduldig, sie wollen endlich ihre Tour. Umso breiter grinsen sie, als der Fahrer endlich alle zum Einsteigen bittet.

(RP)
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