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Stadtplanung : Neue Fußgängerbrücken über die Düssel sollen dieses Jahr fertig sein

Stadtplanung : Neue Fußgängerbrücken über die Düssel sollen dieses Jahr fertig sein

Die Offenlegung des Flusses als Teil des Projektes Kö-Bogen II kommt gut voran. Sie kostet samt Brücken rund 3,3 Millionen Euro. Auch an vielen anderen Teilen des Gesamtprojektes wird noch gearbeitet.

Die Arbeiten zur Offenlegung der Düssel mit dem Bau dreier neuer Fußgänger- und Radwegebrücken sollen bis zum Jahresende abgeschlossen werden. Zwei von ihnen liegen westlich und eine östlich der bereits fertigen Straßenbahnbrücke. Die Gesamtkosten inklusive der Offenlegung des Flusses liegen bei rund 3,3 Millionen Euro, wie Bau- und Planungsdezernentin Cornelia Zuschke bei einem Ortstermin berichtete.

Die Brücken sollen es später ermöglichen, dass man die freigelegte nördliche Düssel überqueren kann. Sie sind 7,85 Meter, 8,5 Meter und 8,97 Meter lang und von 2,50 bis 4,80 Meter breit. Die Dezernentin bezeichnet die Bauwerke als „schlank und zurückhaltend konstruiert“, so sollen sie sich ins Hofgarten-Umfeld harmonisch einfügen. Ihre Überbauten sind voll aus Beton gegossen, die Geländer sind Seilkonstruktionen und höher als bei reinen Fußgängerbrücken, was für die Nutzung als Radweg notwendig ist.

Für den Ortstermin führte die Dezernentin am Dienstag schon einmal über eine der Brücken, die sonst mit hohen Baustellengittern gesperrt sind. Das Bauwerk in unmittelbarer Nähe des Dreischeibenhauses ist auf der einen Seite in Richtung Innenstadt angeschlossen, auf der anderen Seite in Richtung nördlicher Hofgarten. Die Brücke auf der anderen Seite der Straßenbahntrasse, näher zur Landskrone hin, wird nach ihrer Fertigstellung noch eine Weile für den Baustellenverkehr zum Schauspielhaus genutzt: „Die muss noch eine Weile den Schwerlastverkehr aushalten“, so Zuschke.

Die Düssel verläuft aktuell zwischen der Goltsteinbrücke und der Landskrone in einer provisorischen Rohrleitung. Unter den neuen Brücken-Bauwerken laufen daher parallel die Arbeiten am Flussbett der Düssel, durch den diese dann später mit einer Wassertiefe von knapp einem halben Meter fließen wird.

Mit der Fertigstellung der Brücken und damit dem weiteren Zusammenwachsen des Hofgartens ist ein weiterer Schritt des Großprojekts Kö-Bogen II getan. „Wer regelmäßig hier vorbeikommt, der merkt, dass ständig etwas fertig wird an dieser Stelle“, sagte Zuschke mit Blick auf die Gesamtmaßnahme. Ende Februar war bereits ein rund 300 Meter langes Teilstück der neuen Hofgartenpromenade zur Nutzung freigegeben worden, das von 140 Platanen gesäumt wird und auch 28 neue Bänke bietet. es fehlt lediglich noch das Teilstück, an dem aktuell die Brücken-Arbeiten stattfinden. Laut Stadt soll es voraussichtlich 2020 realisiert werden. Bereits fertig sind auch der neue Corneliusplatz und der Stadtbalkon zum Weiher Landskrone. „Der wird hervorragend angenommen“, betonte Zuschke.

Parallel zu den Brückenarbeiten und dem Bau des Ingenhoven-Tals wird auch an anderen Teilen des Gesamtprojektes noch geschraubt. Vom Joachim-Erwin-Platz bis zum Corneliusplatz werden 3800 Quadratmeter Pflaster neu gestaltet. Einige neue Bäume sollen dort noch gepflanzt werden. Allerdings werde man damit bis nach dem Weihnachtsmarkt warten, damit sie nicht beschädigt werden. Der Platz wird vorher komplett durchgepflastert und das Pflaster danach an den entsprechenden Stellen wieder entfernt. Der Gustaf-Gründgens-Platz und die Schadowstraße (bis Bleichstraße) werden laut Stadt 2019 begonnen und 2020 abgeschlossen. 2019 wird auch der Hofgarten östlich der Bahntrasse fertiggestellt.