Düsseldorf: Stadt plant Wohngebiet an Münchener Straße

Wersten/Himmelgeist: Stadt plant Wohngebiet an Schnellstraße

In diesem Fall kann man wirklich darüber sprechen, dass über die Sache Gras gewachsen ist: Weil die Stadt 2016 eine stetig wachsende Zahl von Flüchtlingen unterbringen musste, wurden an vielen Ecken und Enden weitere Unterkünfte geplant.

Wie auch auf dem Grundstück Ickerswarder Straße/Münchener Straße. Dort sollten in einer Wohnanlage 400 Flüchtlinge untergebracht werden. Bevor die Bauplanung gänzlich in trockenen Tüchern war, wurde das Areal freigeräumt und eingezäunt. Unter anderem hatte dort der Kleingartenverein Ickersward einen Teil seiner Stellplätze. Seitdem ist dort außer dem Wachstum der Gräser und Sträucher nichts passiert.

Das soll sich nun ändern. Auf der Tagesordnung für die Sitzung der Bezirksvertretung (BV) 9 am Freitag, 5. Oktober, steht ein Bebauungsplan-Vorentwurf für das rund zwei Hektar große Gelände. Dort will die Stadt wegen der großen Wohnungsknappheit preisgünstigen Wohnraum realisieren, und zwar zirka 65 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sowie sieben Reihenhäuser. Zudem bestehe an diesem Standort der Bedarf an einer mindestens dreigruppigen Kindertagesstätte.

  • Bilk/Himmelgeist/Wersten : Bürgerprotest wegen Münchener Straße
  • Düsseldorf : Bürgerprotest wegen Münchener Straße

Zur Münchener Straße sieht der Vorentwurf eine viergeschossige Bebauung vor, die gleichzeitig Lärm abschirmen soll. Zudem soll das Gelände zur Münchener Straße hin einen Lärmschutzwall erhalten. In Richtung der bestehenden, östlichen Bebauung sollen die Häuser nicht höher werden als zwei Geschosse mit Staffel- oder Dachgeschoss. Die Erschließung des neuen Wohngebietes soll über die Ickerswarder Straße erfolgen. Stellplätze für die Geschosswohnen sollen überwiegend in Tiefgaragen untergebracht werden, so die Verwaltung. Die Stellplätze und Garagen der Reihenhäuser könnten hingegen oberirdisch auf dem eigenen Grundstück realisiert werden. Die Bezirksvertretung wird zum einen zu den Planungen angehört und soll zudem beschließen, dass die Stadtverwaltung in einer öffentlichen Versammlung über die Pläne informiert.

(rö)
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