Düsseldorf: Kö- und Carlsquartier verändern die City

Düsseldorf: Kö- und Carlsquartier verändern die City

Oberbürgermeister Thomas Geisel präsentiert am Mittwoch bei der Immobilienmesse Mipim große Stadtentwicklungs-Projekte.

Zwei prestigeträchtige Neuentwicklungen im Herzen der Innenstadt, spektakuläre Hochhäuser und große Wohnprojekte in den Stadtteilen: Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) will am Mittwoch auf der Immobilienmesse Mipim in Cannes die facettenreiche Entwicklung der Landeshauptstadt präsentieren. "Düsseldorf entwickelt sich nicht nur im Zentrum, sondern in der Breite - an vielen Orten", sagt er über die Immobilienprojekte der Stadt.

Dennoch liegen zwei der spannendsten Projekte, die der Stadtchef im Gepäck hat, im zentralsten Büroquartier rund um die Königsallee - dem Central Business District. So will der amerikanische Projektentwickler Hines das "Kö-Quartier" im Straßenkarree zwischen Königsallee, Bastionstraße, Breite Straße und Benrather Straße neu gestalten. Hines hatte das Quartier bereits Mitte 2014 erworben und schon damals die "seltene Gelegenheit einer Neuentwicklung in bester Düsseldorfer Bürolage" gepriesen. Inzwischen sei die Bauvoranfrage gestellt, entschieden werde voraussichtlich im Mai, sagt Baudezernent Gregor Bonin: "Dann kann es losgehen."

Ein Sprecher von Hines erklärte, man werde die Gebäude entlang der Königsallee (45; 47; 49-51; 53-55) nur behutsam entflechten und modernisieren - nach der jahrelangen Nutzung durch die Deutsche Bank seien die Häuser momentan sehr eng verbunden. Die Häuser Breite Straße 20 und 28 auf der Rückseite des Komplexes sollen dagegen wohl vollständig abgerissen und durch ein modernes Büro- und Geschäftshaus (etwa 20 000 Quadratmeter Fläche) ersetzt werden. Im Erdgeschoss werden Einzelhändler einziehen, in den acht Geschossen darüber Büros entstehen.

Nur wenige Gehminuten entfernt wird an der Ecke Bastion-/Kasernenstraße das "Carlsquartier" entstehen. Die österreichische Immofinanz (u.a. auch verantwortlich für das neue Büroprojekt "Float" im Hafen) realisiert am Standort des alten Verdi-Hauses mit dem Düsseldorfer Architektenbüro SOP ein Gebäude mit 2650 Quadratmetern Bürofläche plus Handel/Gastronomie im Erdgeschoss. "Die Baugenehmigung ist erteilt", so Bonin. Bis Ende 2016 soll das Carlsquartier nach jetziger Planung fertig sein.

  • Düsseldorf : Das sind die Entwürfe für den Kö-Bogen II
  • Düsseldorf : Rat beschließt zwei neue Schulen und kostenloses WLAN

Geisel betont aber auch die rege Bautätigkeit im Bereich Wohnen. So hat der Entwickler Catella bei seinem Projekt "Living Central" auf dem Gelände der ehemaligen Paketpost an der Kölner Straße ganz auf die ehemals geplanten Büros verzichtet. Stattdessen entstehen dort 1000 Wohnungen, dazu Gastronomie, Handel, neue Hotels. Auch im Düsseldorfer Osten werden viele neue Wohnungen gebaut, allein im Neubaugebiet Grafental mit 1600 einige Hundert mehr als ursprünglich vorgesehen.

Auch mehrere Wohn-Hochhäuser sind in Planung. Mit dem etwa 105 Meter hohen Sky View (Balthazar Projektgesellschaft) und dem 100 Meter hohen UpperNord Tower (CG-Gruppe Berlin) liegen zwei von ihnen am Mörsenbroicher Ei, bilden mit dem Arag-Tower (der mit etwa 125 Metern höchstes Gebäude im Umfeld bleibt) ein Ensemble. Auch im Linksrheinischen geht es hoch hinaus: Das "Rhein 740", entworfen von Architekt Jürgen Mayer H., wird auf 26 000 Quadratmetern Wohnungen bieten, zudem ein Ärztehaus und Handel. Gebaut wird es auf dem Gelände des Dominikus-Krankenhauses in Heerdt.

Bedenken wegen der diversen Hochhaus-Projekte in der Stadt und der damit einhergehenden Verdichtung habe man nicht, betonten Geisel und Bonin. Es handele sich um hochwertigen Wohnungsbau, der an den jeweiligen Stellen gut passe. Bonin: "Für eine Stadt wie Düsseldorf sind Hochhäuser einer von vielen Bausteinen. Es kommt auf die Mischung an."

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bauprojekte - so verändert sich Düsseldorf

(RP)
Mehr von RP ONLINE