Düsseldorf: Heldengedenken: Der Pathos des sinnlosen Todes

Düsseldorf : Heldengedenken: Der Pathos des sinnlosen Todes

Der 11. März 1945 ist ein Sonntag, und das nationalsozialistische Deutschland feiert den "Heldengedenktag". Dazu schreiben die Düsseldorfer Nachrichten: "Die unter den Haustrümmern mit brechenden Augen liegende Mutter wird an ihre Kinder, ihren Gatten den letzten Segenswunsch geschickt haben. Wer in den letzten Jahren der glänzenden deutschen Siege und der europäischen Machtstellung dieses Reiches im Kampfe um unser nationales Dasein von uns scheiden musste, wird es vielleicht auch mit einem Funken Stolz und Genugtuung getan haben, dass das Vaterland so stark dasteht und dass dazu auch sein Opfer, sein letztes und größtes, mit beigetragen hat."

Der 11. März 1945 ist ein Sonntag, und das nationalsozialistische Deutschland feiert den "Heldengedenktag". Dazu schreiben die Düsseldorfer Nachrichten: "Die unter den Haustrümmern mit brechenden Augen liegende Mutter wird an ihre Kinder, ihren Gatten den letzten Segenswunsch geschickt haben. Wer in den letzten Jahren der glänzenden deutschen Siege und der europäischen Machtstellung dieses Reiches im Kampfe um unser nationales Dasein von uns scheiden musste, wird es vielleicht auch mit einem Funken Stolz und Genugtuung getan haben, dass das Vaterland so stark dasteht und dass dazu auch sein Opfer, sein letztes und größtes, mit beigetragen hat."

Die Liste ist lang: Karl Bastian, August Wilhelm Rupp, Erich Wiegard, Matthias Becker, Paul Gerhard, Jakob Bender, Franz Daolio, das Ehepaar Lethen usw. - alle sterben viel zu jung, "durch Feindeinwirkung" wie es heißt.

Derweil wird noch einmal aufgerufen, dass sich alle wehrfähigen Männer melden müssen. Urlaub wird nur noch nach Tapferkeitstaten gewährt. Es wird zum Denunziantentum aufgerufen: "Wer von Personen weiß, die verdächtig sind, sich der Wehrpflicht zu entziehen, muss sofort bei der nächsten Polizeibehörde Anzeige erstatten." Es gibt viele, die sich verstecken, teilweise in Erdlöchern, in Wäldern. Ihnen droht die Erschießung, genau wie ihren Helfern.

(tt)
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