ISS bald nicht mehr Namenssponsor des Dome in Düsseldorf

Namensrecht für Halle in Düsseldorf: Der Dome bekommt einen neuen Namenssponsor

Die Stadttochter D.Live sucht einen neuen Namenssponsor für den Dome in Rath. Die Firma ISS, die zur Eröffnung des Dome 2006 die Rechte erwarb, lässt den Vertrag zum Sommer 2021 auslaufen. Offiziell wird dies von beiden Seiten als normaler Vorgang beschrieben, tatsächlich ist das Verhältnis der Vertragspartner mehr als gestört.

Als die Rather Halle entstand, zog ISS mit 100 Mitarbeitern von Duisburg in die alte Kaufring-Zentrale am Flughafen. Mit dem Namenssponsoring machte man sich in NRW bekannt. In der heutigen Zentrale an der Theodorstraße arbeiten 350 Menschen, im Sommer sollen es 500 sein.

Bereits 2016 stand ein Ausstieg von ISS zur Diskussion, man einigte sich aber nach zähen Verhandlungen auf eine Fortsetzung.

Im vorigen Jahr gab es dann einen Wechsel beim Catering im Dome.  Dussmann ging, der Multi-Dienstleister ISS wäre gern eingestiegen. Die Gespräche waren nach Informationen unserer Redaktion kurz und fruchtlos – und der Anfang vom Ende.

D.Live ist bereits in Gesprächen und hat neue Ziele. ISS soll rund 350.000 Euro pro Jahr für die Namensrechte zahlen, nun will man mindestens den doppelten Preis erzielen. Gleichzeitig soll die Zahl der Nicht-Eishockey-Veranstaltungen im Dome verdoppelt werden. Sie lang meist unter 20, voriges Jahr ging es in Richtung 30 Veranstaltungen. Ziel sind um die 60.

350.000 Euro sind keine Spitzenzahl beim Namenssponsoring einer Halle von 12.000 bis 20.000 Zuschauer. Für die Köpi-Arena in Oberhausen sollen pro Jahr 550.000 Euro fällig werden, für die Lanxess-Arena Köln mehr als eine Million Euro. Die Mercedes-Benz-Arena in Berlin schätzen Brancheninsider auf vier Millionen Euro. Sie laufe außer Konkurrenz, ist zu hören.

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