1. Basketball-Regionalliga: ART Giants können auf Smith bauen

1. Basketball-Regionalliga: ART Giants können auf Smith bauen

Jamal Smith macht 16 Punkte in 18 Minuten und ist so maßgeblich am 97:76-Sieg gegen Recklinghausen beteiligt. Die Düsseldorfer bleiben unangefochtener Spitzenreiter der 1. Basketball-Regionalliga.

In eigener Halle bleiben die Basketballer der SG ART Giants ungeschlagen. Gegen den Tabellensiebten Citybasket Recklinghausen gewannen sie mit 97:76 (45:35) und zeigten damit eine gute Reaktion auf den Patzer in Ibbenbüren.

Allerdings taten sich die Düsseldorfer zu Beginn etwas schwer. „Wir haben katastrophal verteidigt, die Intensität fehlte“, meckerte Trainer Jonas Jönke. Vielleicht lag es daran, dass der Gegner nur mit acht Spielern antrat. „Das hat man im Hinterkopf und gibt ungewollt ein paar Prozent weniger. Das passiert im Sport häufig“, erklärte der Coach.

Dass ihm das überhaupt nicht schmeckte, war nicht zu überhören. Ihre 15:11-Führung gaben die Düsseldorfer jedenfalls aus der Hand und lagen nach dem ersten Viertel mit 19:23 zurück. „Die Jungs haben dann ihre Leistung selbst gut reflektiert und ab dem zweiten Viertel Gas gegeben, sowohl in der Defensive als auch in der Offensive. Das waren zwei starke Abschnitte“, lobte Jönke. Mit 26:12 und 28:19 entschieden die Gastgeber diese Viertel für sich. Der Rest war Formsache.

Gleich fünf Akteure punkteten zweistellig, darunter auch Youngster Felipe Galvez-Braatz. „Felipe hat ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Nach einem kleinen Tief in der Saison hat er endlich wieder seine Stärken, die Kreativität und seine Unbeschwertheit, abgerufen. Auch in der Verteidigung war er hellwach“, schwärmte sein Trainer. Das kommt nicht von ungefähr. „Felipe trainiert immer auf einem sehr hohen Niveau. In seiner NBBL-Mannschaft Metropol Baskets Ruhr ist er ein absoluter Leistungsträger. Insgesamt hat er in den letzten Monaten einen sehr großen Schritt nach vorne gemacht“, urteilt Jönke. Froh war er zudem darüber, dass Jamal Smith nahezu beschwerdefrei spielen und in 18 Minuten 16 Punkte erzielte.

Im Abstiegskampf der 2. Regionalliga hat die TG 81 einen Big Point gelandet: Auswärts besiegten sie den direkten Konkurrenten RheinStars Köln II mit 87:76 (39:32). Die Gastgeber traten mit einigen Akteuren aus dem Profi-Kader an, doch die Düsseldorfer hatten sich viel vorgenommen. Dave Böhm erzielte die ersten acht Punkte. In der Folge waren die Oberbilker weiter bissig und dominierten die Partie auch dank ihrer körperlichen Überlegenheit. Nach einer motivierenden Kabinenansprache von Sasa Zivanovic brachte erneut Dave Böhm die meiste Energie aufs Feld und erzielte nach der Pause neun der ersten elf Punkte. Vorentscheidend war der 13:0-Lauf, in dem Marc Messie mit bissiger Defensive und fünf schnellen Zählern hervorstach. Ab dem 65:50 spielte die TG die Zeit herunter, jeden Angriff spielte sie bis zur letzten Sekunde aus. Durch den Sieg sprangen die Düsseldorfer auf einen Nichtabstiegsplatz.

Für die ART Giants II gab es nichts zu holen: In eigener Halle kamen sie gegen die Baskets Bonn II mit 51:84 unter die Räder. Den Unterschied machte dabei Jeremy Lewis aus. Der Ex-Düsseldorfer, im Vorjahr noch Topscorer der 1. Regionalliga, war kurz vor Wechselfrist von Ibbenbüren zu den abstiegsbedrohten Bonnern gewechselt. „Jeremy hat über 20 Punkte erzielt und sehr teamdienlich gespielt. Durch seine Präsenz gehen seine Teamkameraden mit einem ganz anderen Selbstvertrauen in die Partie“, erklärte Florian Flabb, Trainer der ART Giants. Hinzu kam, dass die Gastgeber sechs Ausfälle zu verkraften hatten. Nach der dritten Niederlage in Folge rutschten die Düsseldorfer auf den siebten Platz ab.

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