1. NRW
  2. Städte
  3. Wegberg

36.000 Euro für den Erhalt der Schrofmühle in Rickelrath

Denkmalschutz-Sonderprogramm : 36.000 Euro für die Schrofmühle

Baudenkmal soll langfristig erhalten und der Museumsbetrieb gefördert werden. Die Schrofmühle am Ortseingang von Wegberg-Rickelrath ist die einzige noch komplett funktionstüchtige Getreide- und Ölmühle im Rheinland.

Ein Förderantrag des Förder- und Museumsvereins Schrofmühle Rickelrath sowie der Eigentümerfamilie Schmitz ist vom Haushaltsausschuss des Bundestages positiv beschieden worden ist. Der Bund fördert Sanierungsarbeiten an dem denkmalgeschützten Gebäude in Höhe von rund 36.000 Euro. Die Schrofmühle am Ortseingang von Wegberg-Rickelrath ist die einzige noch komplett funktionstüchtige Getreide- und Ölmühle im Rheinland.

Die Schrofmühle ist eines von 319 Projekten für die 70 Millionen Euro im Denkmalschutz-Sonderprogramms X zur Verfügung standen. Das Ziel der Förderung ist es, dieses Baudenkmal langfristig zu erhalten und es für die Öffentlichkeit im Museumsbetrieb weiter zugänglich zu machen. Hausherr Ferdinand Schmitz freut sich sehr über die Förderung des Bundes: „Die Förderung hilft uns enorm weiter, um dieses historische Gebäude weiter als Denkmal erhalten und als Museum betreiben zu können. Die Schrofmühle ist eine der besterhaltenen Mühlen in der Region und ein Teil der Identität der Mühlenstadt Wegberg.“

  • Das Rheinische Feuerwehrmuseum Erkelenz-Lövenich ist eines
    Übersicht : Die Museen im Erkelenzer Land öffnen wieder
  • Sparschwein vor dem Wegberger Rathaus: Die
    Finanzlage in der Mühlenstadt : In Wegberg drohen drastische Steuererhöhungen
  • Die WDR-Fernsehsendung „Wunderschön“, u. a. mit
    Fernsehsendung zeigt die schönsten Orte : Wassenberg und Wegberg bei „Wunderschön“

Die gute Nachricht war Familie Schmitz vom Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers (CDU) aus Heinsberg überbracht worden. Oellers hatte sich bei der Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Dr. Monika Grütters, und dem Haushaltsausschuss für Fördermittel zur Substanzerhaltung und Sanierung der Schrofmühle eingesetzt. „Es freut mich sehr, dass Bund die Schrofmühle mit ihrer kulturellen Bedeutung für die Mühlenstadt Wegberg finanziell unterstützt“, sagt Wilfried Oellers.

Die Schrofmühle wurde im Jahr 1558 erstmalig erwähnt. Sie diente ab 1771 als Öl- und Kornmühle und ist eine von ehemals fünf Wassermühlen, die am Mühlenbach betrieben wurden. Bis 1950 wurde sie gewerblich genutzt. Seit mehr als 200 Jahren ist sie in Familienbesitz. Die Mühle besitzt ein Getreidemahlwerk mit zwei funktionstüchtigen Mahlgängen und einem Sackaufzug sowie eine vollständig eingerichtete Ölmühle mit Kollergang, Leinölofen, Rührwerk und Ölpresse. Nach Absprache kann die Mühle besichtigt werden. In der Schrofmühle ist außerdem das Wegberger Mühlenmuseum mit der Dauerausstellung „Wegberg und das Tal der Mühlen“ zu finden.