Auszeichnung für Filmregisseur : Wim Wenders ist „Düsseldorfer des Jahres“

Nach 33 internationalen Filmpreisen kann sich der weltberühmte Regisseur Wim Wenders über eine ganz besondere Auszeichnung aus seiner Heimatstadt freuen. Die Jury wählte ihn zum „Düsseldorfer des Jahres“ für sein Lebenswerk.

„Düsseldorfer des Jahres, take one“, sagt der 75-Jährige und schlägt die Klappe. Natürlich hat Wim Wenders freudig zugegriffen, als es darum geht, eine ganz besondere Filmaufnahme zu starten: Die über seine eigene Auszeichnung. Die Rheinische Post Mediengruppe verleiht dem Regisseur den Preis „Düsseldorfer des Jahres“ für sein Lebenswerk. Ort der Handlung: Die NRW-Landesvertretung am Berliner Tiergarten. Aber auch Düsseldorf, via Bildschirm zugeschaltet. So sieht Wenders die Laudatio von seinem Freund Campino. Er erinnert daran, wie Wenders durch den Rhein geschwommen ist und in den Düsseldorfer Kneipen Flipper gespielt hat. An die Träume und den Weg des Düsseldorfers. „Du bist eine Legende geworden“, ruft Campino. Und: „Düsseldorf ist stolz auf Dich, nicht nur in diesem Jahr!“

Wenn er zum Probenraum der „Toten Hosen“ gehe, berichtet Campino, komme er am Wim-Wenders-Gymnasium vorbei. Er beobachte, dass der Ort seiner Herkunft sich bei Wenders in den letzten Jahren einen festen Platz im Herzen zurückerobert habe. Und das nicht nur, weil er jederzeit wisse, wie Fortuna gerade gespielt habe. Wenders nickt dazu.

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Natürlich erinnert sich der Ausgezeichnete umgehend, wie er Toni Turek, dem späteren Weltmeister, bei Fortuna die Hand schüttelte. „Irgendwann“, so prophezeit Wenders, werde auch die Fortuna es wieder ganz nach oben schaffen. Kostenpflichtiger Inhalt Wenig später wird er im Interview mit unserer Redaktion beschreiben, dass ihn genau das als Rheinländer kennzeichne - der ausgeprägte Hang zum Optimismus. „Pessimisten waren mir immer rätselhafte Gestalten“, fügt er hinzu.

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„Man macht was mit“, das sei der „Wahlspruch jedes echten Düsseldorfers“, sagt Wenders, als er den Preis für das Lebenswerk in Händen hält. „Düsseldorfer des Jahres“ sei er schon einmal gewesen, und zwar für seine Eltern, als er 1945 am Rhein geboren wurde. Und noch etwas passe zu ihm: Der Löwe auf dem Kristallpreis, denn er sei als im August Geborener selber einer.

Wenders gehörte in den 1970er Jahren zu den Gründern des Neuen Deutschen Films, drehte in Hollywood mit vielen Weltstars, verdiente sich Respekt und Bewunderung mit Werken wie „Paris, Texas“, „Der Himmel über Berlin“, „Buena Vista Social Club“, „Palermo Shooting“ oder „Pina“. Gerade befasst er sich in einer Langzeitstudie mit dem Schweizer Architekten Peter Zumthor. Mit Blick auf Lebensweg und Lebenswerk sagt Wenders, es sei für jeden Menschen entscheidend, „wo man seine Reise beginnt“. Am Ort, an dem Wenders seine Reise begann, ist auch seine Wim-Wenders-Stiftung zu Hause, mit der er junge Filmtalente fördert.

Für die Jury nehmen deren Chef, Johannes Werle, Vorsitzender der Geschäftsführung Rheinische Post Mediengruppe, und Rainer Mellis, Sprecher des Vorstands der Volksbank Düsseldorf/Neuss, an der pandemiebedingt nach Berlin verlegten Zeremonie teil. Sie haben nicht nur den Preis dabei, sondern auch weitere Präsente mit Düsseldorf-Bezug. So ein aktuelles Fortuna-Trikot. Es trägt die Nummer 12 auf dem Rücken und einen neuen Spielernamen: „Wim Wenders“.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Regisseur Wim Wenders bekommt Auszeichnung „Düsseldorfer des Jahres“