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Düsseldorfer CDU-Abgeordnete wollen Tempo bei Fotoinstitut

Kulturprojekt in Düsseldorf : CDU-Abgeordnete wollen Tempo bei Fotoinstitut

Seit Monaten wird über den Sitz des Deutschen Fotoinstituts gerungen. Mitte August steht ein Spitzengespräch an. Düsseldorf als Ideengeber pocht weiterhin auf seinen Anspruch.

Die vier Düsseldorfer CDU-Landtagsabgeordneten Angela Erwin, Olaf Lehne, Peter Preuß und Marco Schmitz fordern eine rasche Lösung beim Deutschen Fotoinstitut (DFI). Seit Ende 2019 stehen die Beschlüsse von Bund und Land über jeweils 41,5 Millionen Euro für das DFI in Düsseldorf. Parallel betrieb Kulturstaatsministerin Monika Grütters ein Verfahren, an dessen Ende Essen als Standort des Instituts benannt wurde. Die Konzepte sind unterschiedlich, Essen setzt auf die Archivierung, Düsseldorf hat ein breiteres und auch auf Dialog angelegtes Konzept inklusive Ausstellungen.

Am 16. August soll bei Grütters ein Gespräch stattfinden, an dem neben dem Land auch die beiden Städte teilnehmen. „Wir sehen sofortigen Handlungsbedarf und fordern daher eine rasche Entscheidung von Kulturstaatsministerin Monika Grütters“, fordern dagegen die Abgeordneten.

Es gelte eine für Düsseldorf und Essen zufriedenstellende Lösung zu finden. Das sieht auch Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller so. „Auch wenn für uns feststeht, dass wesentliche Teile des vom Fotografen Andreas Gursky entwickelten Düsseldorfer Konzeptes auch in der Landeshauptstadt umgesetzt werden sollen, könnten wir uns einen Kompromiss in Form einer Arbeitsteilung mit zwei Standorten vorstellen“, so die Parlamentarier.

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Für Düsseldorf spricht aus Sicht der Abgeordneten, dass sich die Stadt mit Andreas Gursky und Thomas Ruff seit mittlerweile über 13 Jahren für ein derartiges Projekt einsetze, dies gemeinsam mit dem Verein zur Gründung und Förderung eines Deutschen Fotoinstituts. Die jüngste Kooperation von Gursky mit der Kölner Stiftung „SK Stiftung Kultur Köln“, die mehr als 40.000 Fotografien umfasst, würde das Thema Fotografie noch um ein Vielfaches bereichern können. Zudem gebe es im Ehrenhof ein historisch bedeutsames und kostenfreies Grundstück für das DFI.