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Düsseldorf: Düsseldorf pflegt die Beziehungen zur Türkei

Düsseldorf : Düsseldorf pflegt die Beziehungen zur Türkei

Antrittsbesuch des neuen türkischen Generalkonsuls im Rathaus. OB startet zu Dienstreise an den Bosporus.

Es war nicht die erste Begegnung, als Allatin Temür, neuer türkischer Generalkonsul in Düsseldorf, gestern bei OB Dirk Elbers seinen offiziellen Antrittsbesuch im Rathaus machte: Beim Konzert zum Stadtjubiläum in der Tonhalle hatten sich beide schon einmal getroffen. Für Temür ist Düsseldorf ohnehin bekanntes Terrain: Vor zehn Jahren war er bereits als Vize-Konsul in der Landeshauptstadt. Seine Frau ist übrigens Vize-Konsulin in Köln – beste Voraussetzungen also für interkommunale Diplomatie. In Düsseldorf leben rund 23 000 Türken.

Neben klaren Meinungen zur Stadt ("Der Schadowplatz braucht mehr Bäume und Bänke") hatte der 44-Jährige auch einige Insider-Tipps für Elbers dabei: Der Rathaus-Chef startet nämlich morgen zu seiner dreitägigen Dienstreise in die Türkei. Das Ziel ist, die wirtschaftlichen Kontakte zwischen Düsseldorf und dem Land am Bosporus auszubauen.

Elbers wird in Istanbul seinen Amtskollegen, Kadir Topbas, treffen und während einer Audienz beim Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus I., über die Situation der Christen in der Türkei und das Miteinander der Religionen sprechen. Im Zentrum der Reise stehen jedoch unterschiedliche Wirtschaftsthemen, schließlich gewinnen "türkische Unternehmen als Investoren immer mehr an Bedeutung", wie Elbers betont. 745 türkische Unternehmen gibt es aktuell in der Landeshauptstadt und der Umgebung. Dazu gehören auch das Modeunternehmen Sarar, das eine Filiale auf der Kö hat, und der Backwarenproduzent Güllüoglu, der in Düsseldorf seine einzige deutsche Niederlassung hat. Die Zentralen beider Unternehmen wird Elbers in der Türkei besuchen.

Zur Düsseldorfer Delegation gehört auch Müfit Tarhan vom Verband türkischer Unternehmer und Industrieller in Europa (ATIAD) und Werner Dornscheidt, Chef der Düsseldorfer Messe, die in Istanbul ein Büro hat. Auf dem Programm stehen auch Treffen mit der deutsch-türkischen Handelskammer und Vertretern deutscher Firmen.

(RP)