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Düsseldorf: Chronik: 60 Feuerwehrleute vier Stunden im Einsatz

Düsseldorf : Chronik: 60 Feuerwehrleute vier Stunden im Einsatz

3.36 Uhr In einem Geschäft des Kö- Bogens bricht ein Brand aus, die Feuerwehr rückt mit rund 60 Einsatzkräften aus. Die Wehrleute verhindern, dass sich das Feuer weiter ausbreitet. Rettungstrupps durchsuchen die Etagen des westlichen Gebäudes, andere Einsatzkräfte sägen Öffnungen in die Glasscheiben, damit der Brandrauch abziehen kann. Parallel sichert die Kriminalpolizei Spuren im und rund um den Kö-Bogen. Der Jan-Wellem-Platz wird für Straßenbahnen gesperrt, die Züge fahren von Betriebsbeginn bis 10 Uhr Umleitungen.

7 Uhr Die so genannte Entrauchung ist erfolgreich, der beißende Qualm verflüchtigt sich.

8 Uhr Die Löschzüge fahren wieder zu ihren Standorten zurück.

Morgen Vertreter des Projektentwicklers Developer nehmen den Brandort in Augenschein. Das Fachkommissariat der Düsseldorfer Polizei besichtigt mit einem Sachverständigen den Brandort und nimmt die Ermittlungen auf.

11.30 Uhr Bei dem Einsatz sind zwei Feuerwehrmänner verletzt worden, sie können nun das Krankenhaus wieder verlassen. 11.45 Uhr Am Rande eines Empfangs im Rathaus erklärt Oberbürgermeister Dirk Elbers, dass die Stadt Unterstützung leisten werde, wenn dies so kurz vor der geplanten Eröffnung hilfreich sein könne. 12 Uhr Krisensitzung bei den Developern, die den Kö-Bogen gebaut und vermarktet haben. Auch Kurt Zech ist angereist. Der Bremer Bauunternehmer hat mitten in der Bankenkrise 100 Millionen Euro Eigenkapital in das Projekt eingebracht, seine Bauleute haben die Libeskind-Bauten mit errichtet. 13 Uhr Spezialisten von Versicherungen sind vor Ort und versuchen, sich einen Überblick zu verschaffen.

14 Uhr In einer Pressekonferenz auf dem Schadowplatz erklärt Zechs Partner Stefan Mühling, Geschäftsführender Gesellschafter der Developer, dass das Haus Hofgarten keinerlei Schäden hat, Breuninger also wie geplant eröffnen kann. Alles andere soll Anfang bis Mitte der nächsten Woche entschieden werden.

14.54 Uhr In einer Pressemitteilung erklärt die Polizei, dass sie in alle Richtung ermittelt, also Brandstiftung nicht ausschließt. Auf Anfrage bestätigt die Polizei, dass auch ein dubioses Schriftstück überprüft wird, das in den Trümmern gefunden wurde. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft sperrt und beschlagnahmt die Polizei den Brandort – mindestens für dieses Wochenende.

(RP)