CDU will Düsseldorfer beim Wohnungsbau bevorzugen

Wem gehört Düsseldorf?: CDU will Düsseldorfer beim Wohnungsbau bevorzugen

Besonders für junge Familien ist es oft schwer, Eigentum in Düsseldorf zu erwerben und selbst zu bauen. Die Union hat eine Idee, ihre Chancen zu verbessern.

Düsseldorfer mit geringem Einkommen und Vermögen sollen nach Ansicht der Unionsfraktion im Stadtrat bessere Chancen erhalten, in der Landeshauptstadt Eigentum zu erwerben. In der Sitzung des Wohnungsausschusses heute fragt sie deshalb nach, wie die Stadtverwaltung so genannte Einheimischenmodelle bewertet.

Über diese können Ortsansässige mit geringem Einkommen bevorzugt und vergünstigt Wohnbauland erwerben. Das Modell wurde sogar vom Europäischen Gerichtshof und vom Bundesverwaltungsgericht anerkannt. Privatleute mit geringerem Einkommen, die bauen möchten, werden dabei entweder bei der Vergabe von städtischen Baugrundstücken oder im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages bevorzugt und vergünstigt mit Wohnraum versorgt, erläutert die CDU.

Mit der Anfrage legt die Union vor allem den Fokus auf junge Familien, die in der Stadt Eigentum erwerben und sich räumlich vergrößern wollen. Gerade sie stünden „vor großen Herausforderungen, wenn sie ihren Traum von der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus in Düsseldorf verwirklichen möchten“, heißt es in der Begründung. Man wolle sich daher informieren, welche Chancen sich durch Einheimischenmodelle für Düsseldorf ergeben könnten.

Konkret fragt die CDU die Stadtverwaltung, wie sie die Umsetzung solcher Modelle in anderen Städten, insbesondere in NRW, bewertet. Auch fragt die Fraktion, welche Chancen und Herausforderungen sie für derartige Wohnbau-Modelle in Düsseldorf sieht und welche Kriterien zu erarbeiten wären, um ein entsprechendes Konzept umzusetzen. Und sie will wissen, ob bestehende städtische Programme zur Eigentumsförderung durch solche Modelle ergänzt werden können.

Der Ausschuss trifft sich heute, 15 Uhr, im Rathaus, Marktplatz 2. Die Sitzung ist öffentlich, Bürger haben aber kein Rederecht. Auf der Tagesordnung steht außer dieser Anfrage auch noch einmal der Wohnungsmarktbericht 2018. Dazu wollen die Grünen noch ein paar Details erfahren: Sie wollen mehr zum Leerstand wissen, fragen außerdem, in welchen Segmenten auf dem Wohnungsmarkt ein Mangel herrscht.

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