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Barmer-Gesundheitsreport​: Die Düsseldorfer melden sich sehr selten krank​

Barmer-Gesundheitsreport : Düsseldorfer melden sich sehr selten krank

Nur eine Stadt kommt in NRW noch auf weniger Krankheitstage als die Landeshauptstadt. Was der Rückgang mit der Corona-Pandemie zu tun hat und welches Krankheitsbild dennoch zunimmt.

Die Düsseldorfer haben im vergangenen Jahr vergleichsweise selten krankgeschrieben am Arbeitsplatz gefehlt. Aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Barmer geht hervor, dass die Erwerbstätigen in der Landeshauptstadt an durchschnittlich 14,03 Tagen ausfielen. Im Vorjahr lag der Wert noch bei 15,33.

Noch deutlicher fällt der Unterschied im landesweiten Vergleich aus. In diesem waren die Beschäftigten im Schnitt 17,39 Tage krankgeschrieben. Auch da gab es einen Rückgang, der fiel in NRW jedoch weit weniger stark aus als in der Landeshauptstadt. Sie kam zuletzt 2013 auf weniger Krankheitstage, damals waren es laut Barmer 13,8. Nur noch besser als Düsseldorf steht im Jahr 2021 Bonn da, mit 12,61 Tagen Fehlzeit.

Auf eindeutige Gründe für diese Trends will sich die Versicherung nicht festlegen. „Die regionalen Unterschiede bei den Daten zur Arbeitsunfähigkeit sind von vielen Faktoren beeinflusst und daher aus wissenschaftlicher Sicht nicht immer eindeutig zu begründen“, heißt es.

Eine Deutung wagen die Analysten dennoch. Sie gehen davon aus, dass hauptsächlich weniger Erkrankungen des Atmungssystems der Grund sind. „Dieser Rückgang um rund 39 Prozent dürfte auf das Ausbleiben der Grippe- und Erkältungswelle im Frühjahr 2021 zurückzuführen sein“, sagt Jens Langen, Geschäftsführer der Barmer in Düsseldorf. Er schätzt, dass Corona-Schutzmaßnahmen und ein anderes Verhalten in der Pandemie Gründe dafür waren.

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Trotzdem zeigt der Gesundheitsreport auch, dass trotz des allgemeinen Rückgangs ein Krankheitsbild sogar häufiger aufgetreten ist. So ist ein erneuter Anstieg bei den psychischen Erkrankungen zu verzeichnen. Mehr als vier Krankheitstage stehen da nun 3,81 aus dem Jahr 2020 gegenüber. „Die Fehlzeiten bei psychischen Krankheiten steigen landesweit seit mehr als zehn Jahren stetig an“, berichtet Langen. Da müsse man wachsam sein.

Positive Nachricht: Die Düsseldorfer blieben seltener wegen Rückenproblemen der Arbeit fern als im Vorjahr und deutlich seltener als im Landesdurchschnitt.

Der Gesundheitsreport basiert auf den bundesweiten Daten der Barmer zu rund 3,8 Millionen Erwerbspersonen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren. Dazu zählen rund 930.000 Erwerbstätige in NRW und rund 30.000 in Düsseldorf. Insgesamt verzeichnet die Barmer nach eigenen Angaben 70.000 Versicherte in der Landeshauptstadt.