Neuer Delhovener Schützen-Chef Stephan Gödderz ist Vater des Königs

Schützenfest in Dormagen-Delhoven : Neuer Vorsitzender ist Vater des Königs

Auf das am Samstag beginnende Delhovener Schützenfest blickt Stephan Gödderz mit gespannter Vorfreude: Es ist sein erstes als Vorsitzender des BSV Delhoven – und sein Sohn Thomas ist der Schützenkönig.

Die letzten Handgriffe fehlen noch, dann ist die Residenz für den Delhovener Schützenkönig Thomas Gödderz fertig. Auch der seit Ende März amtierende neue Vorsitzende des Bürger-Schützen-Vereins (BSV) Delhoven, Stephan Gödderz, hilft bei den Vorbereitungen – kein Wunder, ist der König doch sein Sohn. „Wir freuen uns sehr auf dieses besondere Schützenfest“, sagt der 53 Jahre alte Schützen-Chef, dessen Opa Theo Gödderz 1971/72 Delhovener König war. „Daran kann ich mich noch gut erinnern: Ich war als kleiner Junge immer und überall dabei, saß auch auf dem Kutschbock“, weiß er noch genau, dass damals auch die königliche Residenz im Hof der Familie Gödderz an der Hauptstraße aufgebaut wurde. Mit seiner Frau Astrid freut sich Stephan Gödderz, der 2004 vergeblich auf den Königsvogel geschossen hat, auf das Fest, bei dem Sohn Thomas (24) mit seiner Königin Ricarda Bartsch (21) im Mittelpunkt steht. Mit dem jungen König freuen sich auch seine Schwester Rebecca und sein Bruder Andreas – sie sind Drillinge.

Der BSV-Vorsitzende Stephan Gödderz ist zwar noch nicht einmal ein halbes Jahr im neuen Amt, kann allerdings auf eine enorm lange Erfahrung zurückgreifen: Seit 1989 gehört der 1980 in den Delhovener Schützenverein eingetretene „Steph“ dem BSV-Vorstand an, zunächst als Beisitzer, die vergangenen zehn Jahre als stellvertretender Vorsitzender von Peter von den Driesch. „Wir haben 2009 gegeneinander kandidiert, zudem gab es mit Klaus-Dieter Oberem noch einen Mitbewerber. Da ich mich weiter einbringen wollte, habe ich gern den Vizeposten übernommen“, sagt Gödderz, der mit seiner zurückhaltenden Art gern andere strahlen lässt: „Ich sehe mich als den ersten Diener des Vereins, packe mit an, halte auch die Reden, kann aber gern anderen den Mittelpunkt überlassen“, sagt er lachend. Als erste Amtshandlung hatte er seinen Vorgänger Peter von den Driesch zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Mit Blick auf die beiden Ehrenvorsitzenden von den Driesch und Fred Dahmen sagte Gödderz: „Wenn wir Euch nicht gehabt hätten, hätten wir das alles für den BSV Delhoven nicht machen können.“

Wichtig ist dem Mitglied des 18. Jägerzugs die kontinuierliche Heranführung junger Schützen an die Vorstandsarbeit. Und das ist geglückt, wurden doch bei den Vorstandswahlen im März mehrere junge Männer für die Mitarbeit gewonnen. „Man darf nicht vergessen, dass das alles Ehrenamt ist und auch Spaß machen soll“, ist für den bei RWE im Chempark arbeitenden Betriebsschlosser Gödderz ein Aufteilen von Verantwortung und Aufgaben wichtig. Nur noch nicht in diesem Jahr, wie er augenzwinkernd zugibt: „Da nehme ich meinen neuen Stellvertreter Sascha Ollig überall hin mit, damit er seine Aufgaben kennenlernt – und dann im nächsten Jahr vieles selbst erledigt.“

Die Vorbereitungen für das Fest am Wochenende laufen gut, da kann sich Gödderz, der Landwirtschaft und Tauchen zu seinen Hobbys zählt, zurücklehnen. Nur eins macht ihm Sorgen: Die Umleitung wegen der Baustelle an der Kreuzung L 280 / L 380 lotst Tausende von Autos über die Hauptstraße. „Die Polizei hat uns versprochen, gerade Lastwagen weiträumig an Delhoven vorbeizuleiten“, weist er auf Samstag-Fackelzug und Sonntagsparaden auf der Hauptstraße hin.

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