Dormagen: 70 Ohrschützer für die Regenbogenschule

Spende von Dormagener Unternehmen TEC : 70 Ohrschützer für die Regenbogenschule

Die Schützer spendete ein Dormagener Unternehmen. Sie sollen den Schülern künftig bei der Konzentration helfen.

Aufgeregt und freudig greifen die Schüler der 3c der Dormagener Regenbogenschule nach den hellblauen Ohrschützern, die auf dem Tisch für sie bereitstehen. Jeder möchte sie einmal ausprobieren. „Die helfen uns bei Mathe und bei Deutsch“, erklärt Ibrahim schließlich. Der Neunjährige freut sich schon sehr darauf, die Ohrschützer im Unterricht auszuprobieren. Vor allem in den Stillarbeitsphasen sollen sie ihm und seinen Mitschülern helfen, sich besser konzentrieren und fokussieren zu können. Gespendet wurden etwa 70 neue Ohrschützer. Dazu bereit erklärt hat sich das mittelständische Unternehmen „TEC“, das im Industrieservice tätig ist, seit 2014 in Dormagen ansässig ist und hauptsächlich Produktionsanlagen installiert und verlagert.

Die Idee, alle Schüler der Regenbogenschule mit Ohrschützern auszustatten, hatte Schulleiter Thomas May. „Vor einigen Jahren habe ich davon auf einer Fortbildung für den Matheunterricht gehört. Die Idee fand ich klasse, deswegen habe ich direkt zehn Ohrschützer aus eigener Tasche gekauft und sie mit den Schülern ausprobiert“, sagt May. Und das habe mehr als gut funktioniert: „Einen Ohrschützer zu tragen, vermittelt dem Kind das Gefühl: ,Jetzt bin ich für mich’. Gleichzeitig wird der Umgebung signalisiert, dass das Kind gerade nicht gestört werden soll“, sagt May. Im Ergebnis würden die Ohrschützer, die die Außengeräusche um 26 Dezibel reduzieren, also die Konzentration und das Fokussieren der Kinder stärken. Eine Idee, die auch bei Mays Kollegen sehr gut ankam. „Irgendwann wollte jeder solche Ohrschützer für seine Klasse haben“, sagt May zufrieden.

Kurz darauf sei Thomas May in der Hoffnung auf eine Sammelbestellung von Ohrschützern auf den Förderverein der Schule zugegangen. Vorsitzender Tobias Sahm und sein Stellvertreter Mehmed Bicakcioglu griffen die Idee auf und stellten einen Kontakt zur Firma TEC aus Dormagen her. Geschäftsführer Stefan Schlenzig war sofort begeistert. „Wir beschäftigen uns den ganzen Tag mit Technik, und da unsere Mitarbeiter oft mit Gehörschutz zu tun haben, fanden wir das Konzept besonders reizvoll. Damit war sofort klar: Das ist unser Projekt“, sagt Schlenzig. Etwa 1000 Euro habe er schließlich in die 70 blauen und grünen Ohrschützer investiert. Dass er damit als Dormagener Unternehmer etwas in „der direkten Nachbarschaft“ unterstützen konnte, hat ihn besonders gefreut. „Wir suchen immer nach lokalen Projekten, bei denen wir uns engagieren können.“

Die Ohrschützer sollen nun gleichmäßig in den Klassen verteilt werden – pro Klasse etwa fünf bis zehn Stück – und in den verschiedenen Klassenräumen für die Stillarbeitsphasen im Unterricht bereitliegen. Sorge, dass die Kinder den Gehörschutz nicht tragen wollen, hat May nicht, denn bei den Schülern kämen die Ohrschützer total gut an, das habe er schon bei seinem „Probe-Projekt“ vor einigen Jahren gemerkt: „Die waren alle immer ganz stolz darauf“, erzählt May fröhlich.

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