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Aktionen Masken zum Nulltarif oder gegen eine Spende

Corona-Ausbreitung eindämmen : Masken zum Nulltarif oder gegen eine Spende

Parteien kümmern sich um die Masken-Versorgung: In Dinslaken engagiert sich die UBV, in Hünxe gab es Aktionen der SPD. Mal gibt es genähte Exemplare, mal welche aus Papier und Pappe.

 Thomas Giezek, Bürgermeisterkandidat der Unabhängigen Bürgervertretung (UBV), hat sich über die mangelnde Ausstattung mit Schutzmasken in Schulen, Kitas und Geschäften gewundert. Auch die seiner Ansicht nach überzogenen Preise für Schutzmasken haben ihn etwas geschockt, wie die UBV mitteilt. „Viele Bürgerinnen und Bürger haben keine Maske bekommen oder sie wurden zu überhöhten Preisen angeboten. Gerade älteren Menschen, die mit dem Bus oder der Bahn zum Arzt fahren müssen, fehlen solche Masken. Oftmals, weil die Masken einfach nicht bezahlbar sind“, sagt Giezek.

Ursprünglich ging Gizek davon aus, dass die Dinslakener Verwaltung einen Großteil der Masken zur Verfügung stellen würde. Gerade in Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen wäre dies nach seiner Auffassung eine Pflichtaufgabne der Kommune. Da die Dinslakener in dieser Hinsicht auf sich alleine gestellt seien, schlug er der UBV vor, selbst Masken für die Stadt anzuschaffen.

Die UBV wandte sich an die Firma Rhiem in Voerde, die unlängst mitgeteilt hat, dass sie jetzt auch Einwegmasken herstellt. In deren Masken können handelsübliche Papiertaschentücher eingesetzt und zwischendurch ausgetauscht werden, so sind sie mehrfach verwendbar, heißt es. Der Stückpreis, so berichtet die UBV, liege im niedrigen Centbereich, zudem seien sie zu 100 Prozent recyclebar. Also orderte die UBV 20.000 Stück dieser Masken bei Rhiem, sie hat dafür gut 2000 Euro in die Hand genommen.

  • Denisa Richters / für die Kolumne
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„Für uns ist es wichtig, dass alle Menschen, die in Dinslaken leben, eine Maske bekommen“, so Giezek. Verteilt werden Masken am Samstag, 2. Mai, ab 10 Uhr vor der UBV-Geschäftsstelle an der Eppinghovener Straße 1. An diesem Tag sind UBV-Mitglieder auch in Lohberg auf dem Wochenmarkt, um dort kostenlose Masken zu verteilen.

Bereits am Tag der Lieferung hat die UBV nach eigener Aussage Masken an Wohlfahrtsverbände, Kitas und weiterführende Schulen verteilt. Einrichtungen, Vereine und andere Organisationen, die Masken benötigten, könnten sich bei der UBV melden.

Auch die Hünxer SPD sich um das Thema gekümmert: Sie hat bereits selbst genähte Alltagsmasken gegen Spenden verteilt. Die Masken stammen von einer ortsansässigen Schneiderin aus der Gemeinde. Wegen des begrenzten Vorrats wurde nur ein Exemplar pro Person abgegeben. Das gesammelte Geld geht an die Jugendfeuerwehr.  

Jan Scholte-Reh, Vorsitzender der SPD Hünxe, erinnert daran, dass auch ein Schal ausreicht, um ihn als Alltagsmaske zu nutzen. Wichtig sei, dass Mund und Nase eng bedeckt seien. Es gehe dabei weniger darum, dass man sich selbst vor einer Infektion schütze, sondern darzn dass man gemeinsam die Weiterverbreitung des Virus verlangsame.

(RP)