Eichenprozessionsspinner: Schule in Velbert gibt schulfrei

Gefährliche Insekten in Velbert : 400 Kinder haben schulfrei wegen Eichenprozessionsspinnern

17 Bäume an der Grundschule Birth in Velbert sind vom Eichenprozessionsspinner befallen. Die Haare der Raupen sind gefährlich. Deshalb dürfen rund 400 Grundschüler am Dienstag zuhause bleiben.

Die Stadt hat deshalb beschlossen, dass es schulfrei gibt, während die Raupen und ihre Nester von einer Fachfirma entfernt werden. Dabei werden die Raupen mit einem Spezialgerät abgesaugt, teilt die Stadt mit. Die offene Ganztagsbetreuung fällt ebenfalls aus und der Schulweg entlang des Schulgeländes bleibt gesperrt.

Ausschlaggebend für die Schulschließung sei, dass beim Entfernen der Nester die Haare der Raupen vom Wind weitergetragenen werden könnten. Die hochgiftigen Härchen können schwere allergische Reaktionen auslösen.

Auch in der Innenstadt in Velbert am Friedrich-Karrenberg-Platz wurde eine Population des Eichenprozessionsspinners entdeckt. Der betroffene Bereich wurde bereits großräumig abgesperrt.

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in Nordrhein-Westfalen derzeit weiter aus. Waren in der Vergangenheit vornehmlich freistehende Eichen befallen, trete der Waldschmetterling in diesem Jahr vermehrt auch in lichten Wäldern auf, sagte Norbert Geisthoff von Wald und Holz NRW.

Vor etwa einer Woche haben die Raupen nach Angaben des Waldschutzexperten begonnen, Brennhaare zu bilden, die vom Wind Hunderte Meter weit durch die Luft getragen werden können. Wenn die winzigen Härchen mit der menschlichen Haut in Berührung kommen, verursachen sie rote, juckende Pusteln. Beim Einatmen sind Atemwegsbeschwerden möglich.

Verbreitet sei der Schädling inzwischen vor allem im Münsterland, am Niederrhein und zunehmend auch im Rheinland, sagte Geisthoff. „Wo es letztes Jahr bereits einen Befall gab, wird er dieses Jahr wahrscheinlich noch zunehmen.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist der Eichenprozessionsspinner

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