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ADAC-Test: Raststätten sind teurer als Autohöfe - große Unterschiede in NRW

Große Unterschiede in NRW : Raststätten sind teurer als Autohöfe

Wer an der Autobahn essen, einkaufen oder tanken möchte, muss an Raststätten deutlich mehr Geld ausgeben als an Autohöfen – auch in Nordrhein-Westfalen. Das hat der ADAC in einem deutschlandweiten Preisvergleich herausgefunden.

In den Blick genommen hat der ADAC je 35 Raststätten und Autohöfe, die jeweils maximal 20 Kilometer auseinander liegen. „Mit Blick auf die Kosten ist es nicht egal, wo man eine Pause macht, denn die Preisunterschiede zwischen Autobahn-Raststätten und Autohöfen sind oft riesig“, sagt Roman Suthold, Verkehrsexperte beim ADAC in NRW. Besonders beim Restaurantbesuch und bei den Spritpreisen gab es große Unterschiede.

 Den bundesweit größten Preisunterschied beim Tanken gab es laut ADAC Vergleich in Nordrhein-Westfalen: An der Raststätte Ville West auf der A 1 zwischen Köln und Euskirchen kostete der Liter Diesel im Erhebungszeitraum im Durchschnitt 34 Cent mehr als am zehn Kilometer entfernten Autohof Frechen, der Liter Super E10 sogar 39 Cent mehr. Beim Wasser war der Unterschied im bundesweiten Vergleich hier am zweitgrößten. Für den halben Liter verlangte die Raststätte 1,24 Euro (165 Prozent) mehr als der Autohof. Im Test war das Wasser in Frechen mit einem Preis von 75 Cent deutschlandweit sogar am günstigsten.

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 Neben Ville West und Frechen verglich der ADAC in NRW die Raststätte Rhynern Nord mit dem Autohof Lippetal Euro Rastpark (A 2 Hannover - Dortmund) und die Raststätte Tecklenburger Land West mit dem Autohof Osnabrück-Hafen (A 1 Bremen - Münster), kurz hinter der Grenze zu Niedersachsen. Bei Letzterem gab es das bundesweit günstigste belegte Brötchen (1,69 Euro) und das günstigste Schnitzel (5,20 Euro). Der Preisunterschied zur Raststätte zehn Kilometer weiter fiel mit 2,30 Euro mehr für das Brötchen und 6,79 Euro mehr für das Schnitzel deutschlandweit am deutlichsten aus.

Auch zwischen der Raststätte Rhynern Nord und dem 16 Kilometer entfernten Autohof Lippetal Euro Rastpark geht die Preisspanne bei Essen, Trinken und Tanken weit auseinander. Wasser, Cola oder auch ein belegtes Brötchen kosteten an der Raststätte zwischen 25 und 34 Prozent mehr, Sprit etwa 20 Prozent mehr. Das Schnitzel war hingegen an der Raststätte 26 Prozent günstiger als am Autohof.

14 Produkte untersuchte der ADAC zwischen dem 8. und 23. Juli 2021, 13 davon waren am Autohof günstiger. Für einen halben Liter Wasser mussten Autofahrer an den Raststätten durchschnittlich 2,15 Euro bezahlen, an den Autohöfen nur 1,42 Euro. Der Preis für das günstigste belegte Brötchen lag an Raststätten im Schnitt bei 4,05 Euro gegenüber 2,97 Euro an Autohöfen. Einzig das vegetarische Hauptgericht kostete an Autohöfen im Schnitt etwas mehr. Allerdings: Knapp die Hälfte der 70 untersuchten Anlagen bietet gar kein vegetarisches Hauptgericht an.

 Einen großen Preisunterschied machte der ADAC bei den Spritpreisen aus. Die Tankstellen auf den Raststätten verlangten für einen Liter Diesel durchschnittlich 25 Cent mehr als die Autohöfe, bei Super E10 waren es sogar 26 Cent. „Wer sparen will, tankt vor Reisebeginn in der Stadt und nicht erst kurz vor oder auf der Autobahn“, rät Verkehrsexperte Suthold. „Wenn während der Reise getankt werden muss, dann lohnt es sich, den Autohof statt die Raststätte anzusteuern. Die Tankstellen auf den Autohöfen haben meistens ein ähnliches Preisniveau wie die Tankstelle im nächsten Ort.“

 Der Gang zur Toilette kostete auf fast allen Raststätten 70 Cent, im Gegenzug erhielt man einen Wertgutschein von 50 Cent, der auch für den Einkauf in anderen Raststätten gültig ist. An fast der Hälfte der Autohöfe (46 Prozent) war die WC-Benutzung kostenlos. Wo der Toilettengang doch etwas kostete, zahlten Rastende zwischen 50 Cent und einem Euro. Auch hier bekam der Nutzer einen Wertbon zurück. Der Haken: Der Bon ist häufig nur im jeweiligen Autohof einlösbar.

Alle Ergebnisse des Tests finden sich ab Dienstag, 12. Oktober, unter unter diesem Link.

(hsr)