Fahrbericht : Elektrisch weiterkommen

Das fällt auf Statt eines Tankdeckels hat der Nissan Leaf e+ auf der Motorhaube eine Klappe, unter der sich zwei Stromanschlüsse verbergen – einen Typ-2-Wechselstrom-Anschluss (bis 6,6 kW) und einen CHAdeMO-Schnellladeanschluss (bis 50 kW).

Das Laden hat der japanische Hersteller durch den Service Nissan Charge vereinfacht. Nach der Registrierung können Nissan-Fahrer ihr Auto unkompliziert an 100.000 Ladesäulen in Europa und 20.000 Ladesäulen in Deutschland aufladen. Die Unterschiede zur Standardvariante sind beim Leaf e+ unter der Karosserie zu finden. Denn Nissan hat dem Leaf einen stärkeren Lithium-Ionen-Akku und einen kräftigeren Elektromotor (217 PS) verpasst. Wo viele andere Autos mit Displays und Touchscreens aufwarten, wirkt der Leaf mit seinen vielen Tasten und Knöpfen innen etwas altbacken.

So fährt er sich Da der Elektro­flitzer nicht schalten braucht, zischt er lautlos und von Anfang an mit vollem Drehmoment von 340 Nm los. Erst bei Geschwindigkeiten ab 120 km/h sind Umgebungsgeräusche hörbar. Das e-Pedal ermöglicht das Fahren mit nur einem Fuß und macht das Bremsen mit dem richtigen Timing theoretisch überflüssig. Lässt man das Pedal los, bremst der Leaf stark ab und gewinnt durch das Bremsen Energie zurück – und erhöht so die Reichweite. Die vielen Assistenzsysteme wie ein Geschwindigkeits- und Abstandsassistent, ein Notbrems- und Spurhalteassistent sowie Totwinkel- und Fernlichtassistent machen das Fahren im Leaf zu einem Kinderspiel.

Das kostet er Die Standardvariante des Leaf mit 150 PS und einer Batteriekapazität von 40 kWh und einer Reichweite von 270 Kilometern beginnt ab 36.800 Euro. Der getestete Leaf e+ mit mehr Leistung (217 PS), einem 62 kWh-Akku und bis zu einer Reichweite von 385 Kilometern startet ab 46.500 Euro.

Für den ist er gemacht Wer die entsprechenden Lademöglichkeiten hat, für den ist der Leaf e+ ein praktisches E-Auto für jeden Tag.

Dieser Wagen wurde der Redaktion zu Testzwecken von Nissan zur Verfügung gestellt.