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Amazon: Jeff Bezos spendet für Kampf gegen Klimawandel

Nach Kritik an Unternehmen : Bezos verspricht zehn Milliarden Dollar für Kampf gegen Klimawandel

Für den Kampf gegen den Klimawandel will Jeff Bezos eine gewaltige Summe lockermachen. Aus der Amazon-Belegschaft gibt es schon seit geraumer Zeit Kritik am internen Umgang mit dem Problem.

Dicke Spende: Amazon-Gründer Jeff Bezos will zehn Milliarden Dollar (rund 9,2 Milliarden Euro) für den Kampf gegen den Klimawandel spenden. Das Geld solle in eine Initiative namens Bezos Earth Fund fließen, die ab dem Sommer Wissenschaftler, Aktivisten und Nichtregierungsorganisationen finanzieren werde, schrieb Bezos am Montag auf Instagram. Ein Amazon-Sprecher bestätigte, dass das Geld aus Bezos' Privatvermögen kommen werde.

„Ich möchte mit anderen daran arbeiten, sowohl bekannte Wege zu ergänzen, als auch neue Wege zu finden, um den zerstörerischen Effekt des Klimawandels zu bekämpfen. Wir können die Erde retten“, schrieb Bezos. „Es wird eine gemeinsame Aktion brauchen von großen Unternehmen, kleinen Unternehmen, Nationalstaaten, globalen Organisationen und Einzelpersonen.“

Der Milliardär gilt als reichster Mensch der Welt. Der Wert seiner Amazon-Aktien beträgt mehr als 100 Milliarden Dollar. Das von ihm vor 25 Jahren gegründete Internetversandhaus verursacht jedes Jahr einen enormen Kohlendioxidausstoß, denn um Milliarden von Lieferungen weltweit zu den Kunden zu bringen, setzt es Flugzeuge, Lastwagen und Lieferautos ein.

Auch Amazon-Mitarbeiter kritisieren Geschäftspraktiken des Unternehmens und verlangen, dass Amazon mehr gegen den Klimawandel unternimmt. Die Firma hat angekündigt, 2030 ihren gesamten Energiebedarf aus Solarzellen und erneuerbaren Energieträgern zu decken.

Erst seit einigen Jahren ist Bezos als Spender für gute Zwecke ähnlich aktiv wie andere Milliardäre wie Bill Gates und Warren Buffett. 2018 rief Bezos einen anderen Fonds ins Leben, aus dem zwei Milliarden Dollar aus seinem Privatvermögen in die Eröffnung von Vorschulen in einkommensschwachen Vierteln von US-Städten flossen. Zudem unterstützte er Nichtregierungsorganisationen, die obdachlosen Familien helfen.

(ala/dpa)