Altersrenten stiegen seit 2007 um 22 Prozent

Altersbezüge : Altersrenten stiegen seit 2007 um 22 Prozent

Unserer Redaktion liegen neue exklusive Daten der Rentenversicherung vor. Nimmt man demnach alle Rentenarten zusammen, lag das Plus bei der durchschnittlichen Gesamtrente sogar bei 28 Prozent. Die Zunahme der Zahl der Rentner war dagegen deutlich geringer.

Die Altersrenten in Deutschland sind in den zehn Jahren zwischen 2007 und 2017 um 22 Prozent gestiegen. Lagen sie 2007 im Durchschnitt bei 718 Euro im Monat, erhöhte sich die Durchschnittsrente bis 2017 auf 875,68 Euro, wie aus aktuellen Daten der Deutsche Rentenversicherung hervorgeht, die unserer Redaktion vorliegen. Noch deutlicher nahm die durchschnittliche Gesamtrente aus Versicherten- und/oder Hinterbliebenenrente aller Bezieher von verschiedenen Rentenarten zu: Sie stieg um 28 Prozent von 845 Euro im Jahr 2007 auf 1078 Euro im Jahr 2017. „Neben den relativ hohen Rentenanpassungen in den letzten Jahren zeigt hier auch die 2014 eingeführte Mütterrente ihre Wirkung“, erklärte ein Sprecher der Rentenversicherung.

Er wies darauf hin, dass die Betrachtung individueller Ansprüche allein aus der gesetzlichen Rentenversicherung nur begrenzte Aussagekraft habe. Rentner hätten häufig noch andere Einkünfte, zudem könnten niedrige Rentenleistungen durch Einkünfte eines Partners oder daraus abgeleiteten Ansprüchen auf Hinterbliebenenleistungen ausgeglichen werden. Die Einkommenslage könne daher immer nur im Haushaltskontext bestimmt werden.

  • Gestiegene Lebenserwartung : Rentenbezugsdauer steigt um vier Jahre

Die Daten machen deutlich, dass die Rentenzahlungen in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen haben – trotz der tiefsten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit im Jahr 2009. Allerdings nahmen die Renten weniger stark zu als die Nettolöhne, die im gleichen Zeitraum etwa um 40 Prozent gestiegen sind. Die Renten folgen zwar der allgemeinen Lohnentwicklung, doch wirkt etwa der Nachhaltigkeitsfaktor in der Rentenformel dämpfend auf ihren Anstieg.

Mitte 2017 bezogen den Daten zufolge knapp 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner – zwölf Millionen Frauen und neun Millionen Männer – Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Mitte 2007 waren es noch rund 20,2 Millionen Rentenbezieher, 11,7 Millionen Frauen und 8,5 Millionen Männer. Dies entspricht einem Anstieg innerhalb von zehn Jahren um rund 3,7 Prozent und liegt damit im Rahmen der erwarteten Entwicklung. „Der Anstieg beruht zum einen auf der demografischen Entwicklung, die dazu führt, dass derzeit geburtenstärkere Jahrgänge in Rente gehen, und zum anderen auf der gestiegenen Lebenserwartung der Menschen, die sich in einer längeren Rentenbezugsdauer wiederspiegelt“, so die Rentenversicherung.

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