Birgit Marschall

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ist Korrespondentin in der Berliner Parlamentsredaktion.

Nach Stationen bei der Berliner Morgenpost, der Wirtschaftswoche, der Berliner Zeitung und der Financial Times Deutschland berichtet sie seit 2010 aus Berlin für die Rheinische Post. Ihre Schwerpunkte sind die Finanz-, Wirtschafts- und Sozialpolitik. Außerdem beobachtet sie in der Ampel-Koalition die FDP. Birgit Marschall hat Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft in Hamburg studiert. Ihr Volontariat absolvierte sie bei einer Lokalzeitung in Schleswig-Holstein. Nach der deutschen Einheit zog sie 1991 von Hamburg nach Berlin um. Privat ist sie sport- und literaturbegeistert. Bei Twitter: @birmars.

„Ich erwarte einen Etappensieg im Kampf gegen den Soli“

Chef des Bundes der Steuerzahler„Ich erwarte einen Etappensieg im Kampf gegen den Soli“

Interview · Reiner Holznagel geht davon aus, dass der Bundesfinanzhof den Soli in seinem mit Spannung erwarteten Urteil als verfassungswidrig einstuft. Damit würden die Chancen auf vollständige Abschaffung der Sondersteuer auch für Besserverdienende deutlich steigen.

Der Klima-Kanzler ist gefragt

Mehr Klimaschutz in der VerkehrspolitikDer Klima-Kanzler ist gefragt

Meinung · Olaf Scholz darf nicht weiter schweigend zusehen, wie sich Grüne und FDP in der Verkehrspolitik zerstreiten. Ein Kompromiss zwischen schnellerem Infrastruktur-Ausbau und deutlich mehr Klimaschutz im Verkehrssektor muss her — wie er aussehen könnte, liegt auf der Hand.

Grüne und FDP streiten, SPD schaut zu

Koalitionsgipfel zur Verkehrspolitik ohne ErgebnisGrüne und FDP streiten, SPD schaut zu

Der Konflikt über den schnelleren Ausbau von Straßen und mehr Klimaschutz im Verkehrssektor bleibt trotz eines Koalitionsgipfels im Kanzleramt ungelöst. Nicht nur die Union wünscht sich vom Kanzler ein Machtwort.

SPD wirft Habeck Untätigkeit bei Öl- und Pelletheizungen vor

Geplante Entlastungen lassen auf sich wartenSPD wirft Habeck Untätigkeit bei Öl- und Pelletheizungen vor

Exklusiv · Die SPD wirft Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck Untätigkeit bei der Umsetzung eines gemeinsamen Koalitionsbeschlusses vor: Habeck bringe die geplanten Entlastungen für Nutzer von Öl- und Pelletheizungen bisher nicht auf den Weg.

Robert Habeck und der Vorwurf der Schönfärberei

JahreswirtschaftsberichtRobert Habeck und der Vorwurf der Schönfärberei

Der Jahreswirtschaftsbericht trägt in diesem Jahr den Titel „Wohlstand erneuern“. Für den Wirtschaftsminister wäre die dazu gehörige Bundestagsdebatte eine gute Gelegenheit gewesen, mit seinen Zukunftsplänen zu überzeugen. Doch andere Redner haben Robert Habeck an diesem Donnerstag einen Spiegel vorgehalten.

Nach der Krise ist vor dem Umbau der Wirtschaft

Habeck legt Jahreswirtschaftsbericht 2023 vorNach der Krise ist vor dem Umbau der Wirtschaft

Aus der befürchteten Rezession wird – wenn überhaupt – nur ein Rezessiönchen – Wirtschaftsminister Habeck schreibt sich diesen Erfolg durchaus auch selbst zugute. Zeit zum Durchatmen gibt es aber nicht: Jetzt geht es um den schnelleren Umbau der Wirtschaft hin zur Klimaneutralität.

Deutschland hat ein Standortproblem

Neuer JahreswirtschaftsberichtDeutschland hat ein Standortproblem

Meinung · Wirtschaftsminister Robert Habeck legt den neuen Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung vor – und gibt Entwarnung: Statt einer Rezession sei nur noch eine Stagnation zu befürchten. Anlass zum Jubeln ist das aber nicht, die wirtschaftlichen Probleme sind riesengroß.

Lindner tauscht überraschend Europa-Staatssekretär aus

Umbau des FinanzministeriumsLindner tauscht überraschend Europa-Staatssekretär aus

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) tauscht seinen für die Europapolitik zuständigen Staatssekretär aus: Carsten Pillath muss zum 1. April gehen, obwohl ihn Lindner erst vor einem guten Jahr aus Brüssel geholt hatte. Nachfolger wird der deutsche Botschafter in Brasilien.

Statt Rezession nur noch Stagnation

Habeck legt Jahreswirtschaftsbericht vorStatt Rezession nur noch Stagnation

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) blickt nicht mehr ganz so pessimistisch ins Konjunkturjahr 2023 wie noch im Herbst: Statt einer Schrumpfung erwartet er im neuen Jahreswirtschaftsbericht nur noch eine Stagnation der deutschen Wirtschaft.

Gesucht wird ein maßvoller Tarifabschluss

Tarifrunde im öffentlichen DienstGesucht wird ein maßvoller Tarifabschluss

Meinung · Die mächtige Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert für die Angestellten beim Bund und den Kommunen 10,5 Prozent mehr Lohn. Verdi kann mit Warnstreiks das öffentliche Leben lahmlegen, doch zu hoffen ist trotzdem im Sinne der Allgemeinheit, dass ein maßvoller Tarifabschluss gelingt.

Gewerkschaften fordern mehr als zehn Prozent Lohnplus für Millionen Staatsbedienstete

Fragen und Antworten zur Tarifrunde im öffentlichen DienstGewerkschaften fordern mehr als zehn Prozent Lohnplus für Millionen Staatsbedienstete

Analyse · Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Deutsche Beamtenbund fordern für 2,5 Millionen Angestellte bei Bund und Kommunen und für Hunderttausende Beamte ein kräftiges Gehaltsplus. Jetzt hat die erste Tarifrunde begonnen. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Der Streit in der Ampel über Leopard-Panzer gewinnt an Schärfe

Wachsende Kritik an Scholz von FDP und GrünenDer Streit in der Ampel über Leopard-Panzer gewinnt an Schärfe

Bundeskanzler Olaf Scholz gerät nicht nur bei den Verbündeten, sondern auch innerhalb der Ampel-Koalition zunehmend in die Kritik: Der Kanzler solle endlich grünes Licht für die Lieferung schwerer Leopard-Kampfpanzer in die Ukraine geben. SPD-Spitzenvertreter sehen sich gezwungen, Scholz zur Seite zu springen.

Cem Özdemir will neues Etikett direkt auf der Weinflasche

EU schreibt ab Dezember mehr Verbraucher-Infos vorCem Özdemir will neues Etikett direkt auf der Weinflasche

Exklusiv · Wer gerne Wein trinkt, soll ab Ende des Jahres nach dem Willen der EU mehr über die Zutaten, Inhaltsstoffe und Nährwerte des edlen Tropfens erfahren. Doch es gibt Streit darüber, ob die neuen Angaben direkt auf der Weinflasche stehen sollen – oder ob ein elektronisches Etikett dafür ausreicht. Agrarminister Özdemir hat sich auf die falsche Seite geschlagen, findet die Union.

Der Fachkräftemangel ist hausgemacht

Kommentar zur Fachkräftestrategie der BundesregierungDer Fachkräftemangel ist hausgemacht

Meinung · Fachkräftesicherung ist Wohlstandssicherung, lautet das Mantra des Arbeitsministers. Hubertus Heil und Co. wollen den Mangel an Fachleuten mit einer Fachkräftestrategie bekämpfen, bestehend aus zwei Teilen: der Mobilisierung stiller Beschäftigungsreserven und einer effektiveren Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland. Das kann helfen, aber zuallererst müsste der Staat seine Verwaltung auf Trab bringen und hausgemachte Probleme beseitigen.

Bundesregierung gibt 65 Millionen Euro im Jahr nur für Briefporto aus

Schleppende DigitalisierungBundesregierung gibt 65 Millionen Euro im Jahr nur für Briefporto aus

Exklusiv · Auch unter der Ampel-Regierung kommt die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen bisher kaum voran. In den Bundesministerien verursacht das Millionen-Kosten nur für das Briefporto, wie aus einem Papier des Innenministeriums hervorgeht. Ausgerechnet das Haus von Digital-Minister Volker Wissing liegt bei den Portokosten im Jahr 2022 im oberen Bereich.

Hubertus Heil kündigt Kabinettsbeschluss zum Fachkräfte-Gesetz im März an

Bundestag debattiert über FachkräftestrategieHubertus Heil kündigt Kabinettsbeschluss zum Fachkräfte-Gesetz im März an

Der Fachkräftemangel ist eines der größten Probleme der deutschen Wirtschaft. Die Ampel-Koalition setzt in ihrer Fachkräftestrategie nicht nur auf mehr qualifizierte Zuwanderer aus dem Ausland, auch im Inland sollen stille Reserven gehoben werden. Arbeitsminister Heil kündigt schnelle Schritte an, die Union warnt vor falschen Entscheidungen.

Olaf Scholz beschwört in Davos das deutsche Geschäftsmodell

Kanzler beim WeltwirtschaftsforumOlaf Scholz beschwört in Davos das deutsche Geschäftsmodell

Ob Deutschland nun Leopard-Panzer in die Ukraine liefert – Kanzler Olaf Scholz blieb in Davos eine Antwort auf diese Frage weiter schuldig. Beim Weltwirtschaftsforum malte er statt dessen ein zuversichtliches Bild von der Zukunft des Industriestandorts Deutschland. Mancher Wirtschaftsvertreter dürfte Zweifel haben und sich fragen, ob der Kanzler die Dinge schöner redet als sie sind.

„Der Trend zum längeren Arbeiten ist längst da“

Chefin der Bundesagentur für Arbeit Andrea Nahles„Der Trend zum längeren Arbeiten ist längst da“

Interview · Andrea Nahles fordert spezielle Arbeitsplätze für Senioren in den deutschen Unternehmen, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Dass ihre Behörde bisher kaum an die jungen Menschen ohne Schulabschluss herankommt, sei untragbar.

Der unehrliche Soli

Bundesfinanzhof verhandelt über SolidaritätszuschlagDer unehrliche Soli

Meinung · Den Solidaritätszuschlag zahlen nach wie vor Millionen Steuerzahler, obwohl dessen Daseinsbegründung Ende 2019 entfallen ist. Richter entscheiden bald darüber, ob der Soli verfassungswidrig ist und abgeschafft werden muss. Was der Bundesfinanzminister politisch nicht durchsetzen konnte, soll das Verfassungsgericht erledigen.

Deutsche Industrie denkt an Abwanderung

BDI-Chef warnt vor zu hohen StrompreisenDeutsche Industrie denkt an Abwanderung

Die deutsche Industrie erwartet nach der Rezession im Winter einen Aufschwung im Frühjahr. Trotzdem denken viele Unternehmen wegen der hohen Energiekosten über den Abschied vom Standort Deutschland nach, warnt BDI-Präsident Russwurm zum Jahresauftakt.

Warum Lauterbach und Laumann richtig handeln

Abschaffung der Maskenpflicht im FernverkehrWarum Lauterbach und Laumann richtig handeln

Meinung · Die Maskenpflicht im bundesweiten Fernverkehr und im nordrhein-westfälischen ÖPNV endet am 2. Februar, gut zwei Monate vor Auslaufen des Infektionsschutzgesetzes – und das völlig zu Recht.

Räumung von Lützerath wird zur Belastungsprobe für die Grünen

Habeck verteidigt Kohle-Vertrag mit RWERäumung von Lützerath wird zur Belastungsprobe für die Grünen

Die Räumung des umkämpften Braunkohle-Dorfes Lützerath in Nordrhein-Westfalen wird vor allem für die Grünen zu einer Belastungsprobe: Während der Vize-Kanzler die Vereinbarung mit dem Energiekonzern RWE zur Aufgabe des Dorfes verteidigt, protestiert der Chef der Grünen Jugend vor Ort und klagt das brutale Vorgehen der Polizei gegen Demonstranten an.

Lützerath-Räumung schreitet voran

Bilanz des ersten TagesLützerath-Räumung schreitet voran

Nach anfänglichen Scharmützeln machen die Polizeikräfte in dem von Aktivisten besetzten Weiler schneller Boden gut als gedacht. Für Samstag ist eine Großkundgebung geplant – mit dabei sein soll Greta Thunberg.

„Ich habe in Lützerath auch blutende Menschen gesehen“

Grüne-Jugend-Chef Timon Dzienus„Ich habe in Lützerath auch blutende Menschen gesehen“

Interview · Der Bundessprecher der Grünen Jugend kritisiert das Vorgehen der Polizei bei der Räumung des Kohle-Dorfs Lützerath. Dutzende Hundertschaften hätten am Mittwoch überwiegend friedliche Demonstranten mit „Hieben und Tritten angegriffen“, sagte Timon Dzienus, der selbst vor Ort ist.