Unveröffentlichte IW-Studie Wirtschaftskriminalität trifft jedes dritte deutsche Unternehmen

Exklusiv | Berlin · Wirtschaftskriminalität ist in Deutschland spätestens seit dem Wirecard-Skandal in den Fokus gerückt. Mehr als jedes dritte deutsche Unternehmen sieht sich in Fälle von Betrug, Korruption oder verbotenen Preisabsprachen verwickelt. Oft sind die Täter männlich, mittleren Alters und weiß.

 Der mutmaßliche Haupttäter im Wirecard-Skandal, Ex-Vertriebsvorstand Jan Marsalek, ist weiter flüchtig und wird in Russland vermutet.

Der mutmaßliche Haupttäter im Wirecard-Skandal, Ex-Vertriebsvorstand Jan Marsalek, ist weiter flüchtig und wird in Russland vermutet.

Foto: dpa/Daniel Bockwoldt

Jedes dritte deutsche Unternehmen oder 34 Prozent sahen sich im vergangenen Jahr mit Fällen von Wirtschaftskriminalität wie Betrug, Korruption, verbotenen Preisabsprachen, Steuerhinterziehung oder Schwarzarbeit konfrontiert. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. „Dabei handelt es sich um die höchste Quote seit 2014“, heißt es in der Studie. Das IW stützt sich auf eine repräsentative Umfrage, bei der 1.001 deutsche Unternehmen im Jahr 2023 befragt wurden.