Kommentar zum DFB-Team: Deutsche Elf muss Lehren ziehen

Kommentar zum DFB-Team : Deutsche Elf muss Lehren ziehen

Es ist noch keine Mannschaft Weltmeister geworden, weil sie das erste Spiel bei einer WM klar gewonnen hat. Es ist aber auch noch keine Mannschaft bei einer WM in der Vorrunde gescheitert, weil sie mal ein schwächeres Spiel hingelegt hat.

Folglich ist nach zwei Partien der deutschen Mannschaft in Brasilien weder überhebliches Triumphgeheul noch deprimiertes Unken am Platz.

Die deutschen Fußballer hatten in Portugal einen perfekten Auftakt-Gegner, der sich früh selbst um seine Chancen brachte und auf den man sich perfekt einstellen kann, weil er allein wegen Cristiano Ronaldo hochgeschätzt wird. Zu hoch wahrscheinlich.

Ghana schien eine leichtere Aufgabe. Das glaubten wahrscheinlich auch die Spieler der DFB-Auswahl, auch wenn sie in ihren Fensterreden das Gegenteil behauptet haben. Aber Ghana trat den Beweis an, dass die Deutschen auch nur Wesen aus Fleisch und Blut sind. Dass auch Superstars und solche, die es immer noch werden wollen (Mesut Özil), nicht unfehlbar sind.

Die gute Kunde ist: Ghana hat die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw vom hohen Ross geholt, noch ehe sie so richtig aufgesessen war. Und die DFB-Auswahl hat sogar in diesem fehlerhaften Spiel immer wieder gezeigt, dass sie selbst an schlechten Tagen ein paar gute Lösungen findet und ganz sicher schwer zu schlagen ist.

Wenn sie die richtigen Lehren aus diesem Start zieht, dann kann es noch viel Spaß bei dieser WM geben. Wenn nicht, ist ihr auch nicht mehr zu helfen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Deutschland - Ghana: Pressestimmen

(RP)
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