LIVE Alle Meldungen zur WM in Katar Das sagte Mbappé in der Halbzeit des WM-Finals

Doha · Kylian Mbappé hat beim verlorenen WM-Finale auch in der Kabine eine Führungsrolle im französischen Team übernommen. Das zeigt ein jetzt bekannt gewordenes Video. Wir haben für Sie alle wichtigen Meldungen in unserem Liveblog.

Das sind die verrückten Outfits der Fußball-Fans bei der WM in Katar
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So verrückt sind die Fans bei der WM 2022

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Foto: dpa/Tom Weller
Stefan Döring
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Wir haben für Sie alle wichtigen Informationen zur WM in Katar zusammengestellt.

Phillip Oldenburg
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Mbappés leidenschaftliche Halbzeitansprache im WM-Finale


Das Video einer feurigen Halbzeitansprache von Frankreichs Superstar Kylian Mbappé beim verlorenen Finale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Argentinien hat für Aufsehen gesorgt. „Wir könnten es nicht schlechter machen als wir es bisher gemacht haben“, sagte der Stürmer in dem Video. „Das ist das Spiel eines Lebens.“ Die Szene ist Teil einer Dokumentation des französischen Senders TF1, die am späten Dienstagabend erstmals ausgestrahlt wurde.

„Wenn wir aufs Feld zurückkehren, lassen wir sie entweder wie blöd spielen, oder wir geben ein bisschen Intensität, gehen in die Zweikämpfe, machen's anders, Jungs“, ist Mbappé in dem Video weiter zu hören.
Auch Frankreich-Coach Didier Deschamps richtete sich in der Halbzeit am vergangenen Sonntag mit klaren Worten an sein Team, wie die Dokumentation zeigt. „Wisst ihr, was der Unterschied ist? Sie spielen ein verdammtes WM-Finale und wir, wir spielen es nicht.“

Frankreich legte in dem Endspiel in Katar eine spektakuläre Aufholjagd hin. Argentinien führte nach der ersten Halbzeit 2:0, Mbappé schoss die Bleus dann zum Ausgleich und in die Verlängerung. Auch in der Nachspielzeit gelang Mbappé der erneute Ausgleichstreffer zum 3:3. Im Elfmeterschießen gewann letztlich Argentinien 4:2, obwohl der Angreifer dort auch seinen insgesamt dritten Versuch vom Punkt verwandelte.

Nur wenige Tage nach dem verlorenen Finale ist Mbappé bereits wieder für seinen Verein Paris Saint-Germain auf dem Rasen. PSG teilte am Mittwoch auf Twitter mit, dass der WM-Rückkehrer wieder beim Training dabei sei. „Es geht besser, besser, besser“, zitierte die Zeitung „Le Parisien“ den am Dienstag 24 Jahre alt gewordenen Stürmer bei dessen Ankunft beim Training. 
Phillip Oldenburg
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Drei Tage nach WM-Finale: Mbappe nimmt Training bei PSG auf


Drei Tage nach der bitteren Finalniederlage bei der WM in Katar hat Frankreichs Fußball-Superstar Kylian Mbappe wieder das Training bei seinem Klub Paris St. Germain aufgenommen. PSG veröffentlichte am Mittwoch Fotos und Videos, die den 24 Jahre alten Stürmer bei der Ankunft am Klubgelände zeigten.

Bei Frankreichs Niederlage am Sonntag gegen Argentinien (2:4 i.E.) hatte Mbappe drei Tore erzielt und auch im Elfmeterschießen getroffen. Mit acht Treffern sicherte er sich zudem den Goldenen Schuh als bester WM-Torschütze. Eine wirkliche Erholungspause nach der WM haben Mbappe und Co. nicht. Bereits am 28. Dezember steht der 16. Spieltag der französischen Ligue 1 an, PSG empfängt dann Racing Straßburg (21.00 Uhr/DAZN).
Phillip Oldenburg
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Füllkrug kritisiert Umgang mit DFB-Auswahl


Stürmer Niclas Füllkrug hat den öffentlichen Umgang mit der Fußball-Nationalmannschaft kritisiert. „Ich habe keine Angst, die Aussage zu tätigen und stehe dazu: Es ist schon erschreckend, wie viel Missgunst der Nationalmannschaft von der Öffentlichkeit in Deutschland entgegengebracht wurde – nach dem Japan-Spiel und später nach dem Vorrunden-Aus. Das finde ich extrem schade“, sagte der 29 Jahre alte Bundesliga-Profi von Werder Bremen der „Sport Bild“ (Mittwoch).

Er habe schon als Zuschauer nach dem WM-Aus 2018 in Russland das Gefühl gehabt, „dass der Nationalmannschaft teilweise eher der Misserfolg statt der Erfolg gewünscht wird. Ich weiß nicht, wieso das so ist. Ich kann nur eines sagen: Jeder Spieler auf dem Platz ist unfassbar stolz, das deutsche Trikot zu tragen.“ (dpa)
Phillip Oldenburg
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Millionen Fans, ausgelassene Partystimmung: Argentinien feiert seine Weltmeister mit Superstar Messi. Doch die Parade mit dem Bus musste abgebrochen werden. Danach kam es zu Ausschreitungen.
Phillip Oldenburg
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Messi postet Bilder mit WM-Pokal im Bett 


Nach der nächtlichen Ankunft in Buenos Aires und einer ersten Fahrt vorbei an tausenden Fans hat sich Argentiniens Superstar Lionel Messi erst mal eine kleine Auszeit gegönnt. Und dabei lag der frisch gekürte Fußball-Weltmeister nicht allein im Bett - neben ihm der goldene WM-Pokal. Der 35-Jährige postete auf Instagram drei Fotos, auf dem ersten liegt er „schlafend“ im Bett, die linke Hand am Pokal, auf dem zweiten lächelt er dann mit Pokal in die Kamera und auf dem dritten ist er mit Pokal und einer Mate-Tasse zu sehen. „Guten Morgen!“, schrieb Messi zu den Bildern, die schon zwei Stunden nach der Veröffentlichung mehr als 20,3 Millionen Likes bekamen.
Die Mannschaft wird am Dienstagmittag (16.00 Uhr MEZ) den Titel am Obelisken in der Innenstadt der südamerikanischen Metropole feiern. Dort hatten Millionen Menschen ihre Helden bereits nach dem Finalsieg gegen Frankreich am Sonntag frenetisch bejubelt. 
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leomessi, instagram.com
Phillip Oldenburg
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Argentiniens neue Fan-Hymne erinnert an Finalpleite gegen DFB-Elf 


Wenn Argentiniens Fans singen, klingt alles irgendwie gleich. Doch DIE Hymne zum dritten Triumph bei einer Fußball-Weltmeisterschaft ist „Muchachos“, ein Singsang, den auch Lionel Messi und Co. nach jedem Triumph inklusive des finalen 4:2 im Elfmeterschießen gegen Frankreich (3:3 n.V.) anstimmten. Und der nun eine relevante Zeile mit deutschem Bezug bekam.

„Das Finale gegen Deutschland beweinte ich acht Jahre lang. Doch das ist zu Ende, denn dieses Jahr wurde das Finale in Katar gegen Frankreich wieder vom Väterchen gewonnen“, sangen die Spieler auf dem Flug nach Hause. Bei der Endrunde 2014 in Brasilien unterlagen die Südamerikaner im Endspiel der DFB-Elf mit 0:1 nach einem Tor in der Verlängerung durch Mario Götze.

Gleich der gesamte Liedtext wurde von den WM-Helden von Doha überarbeitet. Zeilen wie „Wir haben nun den dritten WM-Titel“ und „Maradona ermutigten wir, du kannst jetzt in Frieden ruhen“ passten sich der Melodie an. 
Phillip Oldenburg
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Schweinsteiger-Zukunft bei ARD noch nicht geklärt 


Die Zukunft von Bastian Schweinsteiger als TV-Experte der ARD ist noch nicht geklärt. Der Vertrag des ehemaligen Fußball-Nationalspielers mit dem öffentlich-rechtlichen Sender läuft mit dem Ende der WM zum 31. Dezember aus. „Damit haben wir uns noch nicht beschäftigt“, sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky der Deutschen Presse-Agentur. „Darüber werden wir im kommenden Jahr sprechen.“

Schweinsteiger hatte nach Kritik für seine ersten ARD-Einsätze für sein Auftreten während der WM viel Lob erhalten. Die Karriere als TV-Experte im Ersten war vor anderthalb Jahren allerdings fast schon beendet. Er hatte beim EM-Spiel Ukraine gegen England „in der Halbzeitpause ohne unsere Kenntnis bei Social Media einen Post im Rahmen einer bezahlten Werbepartnerschaft veröffentlicht“, hieß es damals. Nach einer Verwarnung durch den Sender und seiner Entschuldigung durfte Schweinsteiger weitermachen und zur WM fahren. 

Beim ZDF laufen auch Verträge mit den Experten Per Mertesacker und Martina Voss-Tecklenburg aus. Das Zweite hat sich nach eigenen Angaben aber schon grundsätzlich entschieden, mit ihnen weiterzuarbeiten. Der noch in der Bundesliga für Borussia Mönchengladbach aktive Christoph Kramer hat bei seinen ZDF-Einsätzen jeweils Kontrakte für einzelne Ereignisse. 
Phillip Oldenburg
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Papst freut sich über Argentiniens WM-Sieg 


Auch Papst Franziskus freut sich über den WM-Sieg seine Heimatlandes Argentinien. „Natürlich haben wir mit dem Papst darüber gesprochen, wir sind alle sehr glücklich über den Sieg im WM-Finale. Der Papst war heute Morgen der erste der Glücklichen“, sagte der argentinische Kardinal Leonardo Sandri nach einer Audienz beim Oberhaupt der katholischen Kirche am Montag.

„Der Sieg war ein großartiges Ergebnis für eine Nationalmannschaft, die sich lange vorbereitet hat“, sagt Sandri. Der in Buenos Aires geborene Franziskus (86) ist ein großer Fan des Klubs San Lorenzo. Der Papst hatte vor Beginn der WM die Werte des Sports sowie die Bedeutung des Dialogs und der Brüderlichkeit im Fußball hervorgehoben. 
Phillip Oldenburg
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 Der FC Bayern hat die rassistischen Beleidigungen gegen Kingsley Coman nach dem verlorenen WM-Finale „aufs Schärfste“ verurteilt. 
Phillip Oldenburg
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Benzema verkündet Rücktritt aus der französischen Nationalmannschaft


Einen Tag nach dem verlorenen WM-Finale hat Ballon-d'Or-Gewinner Karim Benzema, der das Turnier in Katar verletzt verpasst hatte, seinen Rücktritt aus der französischen Nationalmannschaft erklärt. „Ich habe all die Anstrengungen auf mich genommen und Fehler begangen, die nötig waren, um dort zu sein, wo ich heute bin“, schrieb der Stürmerstar an seinem 35. Geburtstag bei Instagram: „Darauf bin ich stolz. Ich habe meine Geschichte geschrieben, und unsere endet nun.“ Dazu postete Benzema ein Foto von sich im Nationaltrikot.

Frankreich hatte am Sonntag das umkämpfte Endspiel gegen Argentinien im Elfmeterschießen 2:4 verloren und damit die Wiederholung seines Triumphs von 2018 nur knapp verpasst. Der Torjäger von Real Madrid bestritt seit 2007 für die Equipe tricolore 97 Länderspiele (37 Tore). Zwischen 2015 und 2021 war er wegen vermuteter Beteiligung an einer versuchten Erpressung nicht für die Nationalmannschaft berücksichtigt worden.
Stefan Döring
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Versteigerung der Niederlande-Trikots bringt fast 400.000 Euro


Die Versteigerung von Oranje-Trikots während der Fußball-WM in Katar hat insgesamt 380 000 Euro eingebracht. Der Erlös soll nach Angaben des niederländischen Fußball-Verbandes KNVB vom Montag komplett zur Verbesserung der Situation von Arbeitsmigranten in Katar genutzt werden. Dafür will der KNVB mit der Internationalen Arbeitnehmervereinigung BWI zusammenarbeiten. Das Team von Bondscoach Louis van Gaal hatte während der Weltmeisterschaft auch ein Trainingsspiel mit einigen Arbeitsmigranten ausgetragen. 
Stefan Döring
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Pussy-Riot-Aktivisten wollten während WM-Finale auf den Platz stürmen


Aktivisten der russischen Punk-Gruppe Pussy Riot haben während des Endspiels bei der Fußball-WM in Katar versucht, für eine Protestaktion auf das Spielfeld zu gelangen. Wie auf einem Video zu sehen ist, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, hinderten Sicherheitskräfte die Personen am Sonntag im Lusail Stadion oberhalb der argentinischen Auswechselbank an ihrem Vorhaben, anschließend wurden die Personen offenbar abgeführt. Im Finale hatte Argentinien mit 4:2 im Elfmeterschießen gegen Frankreich gewonnen.

Pussy Riot wollte die Weltöffentlichkeit laut einer Mitteilung an den russischen Angriffskrieg in der Ukraine erinnern, auf das Schicksal des in Russland inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny hinweisen und auch auf die schwierige Lage der Frauen im Iran aufmerksam machen.

Ein ähnliches Vorhaben war ihnen bei der Endrunde in Katar zuvor bereits gelungen. Auf der Tribüne bei der Begegnung zwischen dem Iran und der USA hatte Pussy Riot für Frauenrechte im Iran protestiert. Sie trugen im Al-Thumama Stadion in Doha T-Shirts mit der Aufschrift „Woman Life Freedom“ („Frau Leben Freiheit“) und dem Logo des iranischen Fußballverbands. Einige von ihnen hatten zudem bunte Sturmhauben auf dem Kopf, wie auf Bildern zu sehen war.

Während des WM-Endspiels 2018 in Russland waren vier Aktivisten von Pussy Riot in Polizeiuniformen auf den Rasen gelaufen, ein Moskauer Gericht hatte dafür 15 Tage Arrest verhängt.
Stefan Döring
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Deschamps lässt Zukunft offen


Nach der Niederlage im WM-Finale hat Didier Deschamps seine Zukunft als Trainer der französischen Fußball-Nationalmannschaft weiter offengelassen. „Selbst wenn wir gewonnen hätten, würde ich darauf nicht antworten“, sagte der 54-Jährige auf eine entsprechende Frage nach dem 2:4 im Elfmeterschießen gegen Argentinien. Sein Vertrag läuft mit diesem Turnier aus. 

„Ich bin sehr traurig für meine Spieler“, sagte Deschamps, der sich bereits vor dem Finale nicht klar zu seiner persönlichen Zukunft geäußert hatte. Im nächsten Jahr sei ein Treffen mit dem französischen Verbandspräsidenten Noel Le Graet geplant, danach werde man „mehr wissen“.
Stefan Döring
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Messi will Karriere im Nationaltrikot fortführen


Nach dem WM-Triumph hat Argentiniens Superstar Lionel Messi die Fortsetzung seiner Karriere in der Nationalmannschaft angekündigt. „Ich möchte noch ein paar Spiele als Weltmeister bestreiten“, sagte der 35-Jährige nach dem 4:2 im Elfmeterschießen gegen Frankreich am Sonntag. Er habe fast alles am Ende seiner Karriere bekommen, er genieße die Zeit in der Albiceleste aber.

„Es ist beeindruckend, dass ich so abschließen kann“, ergänzte der sechsmalige Weltfußballer, der bereits vor dem Finale im Lusail-Stadion erklärt hatte, dass es sein letztes WM-Spiel sein werde. Dass es bei seiner fünften Endrunden-Teilnahme mit dem Titelgewinn enden würde, habe er „herbeigesehnt, und jetzt ist es das Schönste, was es gibt. Es ist wunderschön“, sagte der 172-malige Nationalspieler.
Maximilian Lonn
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Verband bestätigt: Southgate bleibt englischer Fußball-Nationaltrainer


Gareth Southgate soll die englische Fußball-Nationalmannschaft zur Europameisterschaft 2024 in Deutschland führen. Der Verband FA bestätigte am Sonntag, dass der frühere Nationalspieler die Three Lions weiter trainieren werde. Nach dem Viertelfinal-Aus bei der WM in Katar gegen Frankreich (1:2) hatte Southgate noch eine klare Aussage zu seiner Zukunft verweigert. Vor dem Turnier war er nach schwachen Leistungen in der Nations League schwer in die Kritik geraten, auch der deutsche Coach Thomas Tuchel war bereits als Nachfolger gehandelt worden.

Bei der WM lieferten die Engländer aber starke Leistungen ab. Gegen Frankreich war am Ende auch ein verschossener Elfmeter von Harry Kane ausschlaggebend, dass der Einzug ins Halbfinale verpasst wurde.

Southgate ist seit 2016 Nationalcoach. 2018 führte er das Team zum vierten Platz bei der WM in Russland, bei der EM im vergangenen Jahr verlor England unglücklich im Elfmeterschießen das Finale gegen Italien. Damit ist Southgate, dessen Vertrag bis 2024 noch läuft, der erfolgreichste England-Coach seit Sir Alf Ramsey, dem Weltmeister-Coach von 1966. (dpa) 
Maximilian Lonn
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Medien: Prominente um Nkunku reisen mit Macron zum WM-Finale


Der verletzte Leipziger Fußball-Profi Christopher Nkunku und andere Prominente reisen Medienberichten zufolge gemeinsam mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zum WM-Finale gegen Argentinien nach Katar. Mit an Bord der Maschine sollen auch WM-Schiedsrichterin Stephanie Frappart und Judo-Olympiasieger Teddy Riner sein, wie französische Medien am Sonntag übereinstimmend berichteten. Stürmer Karim Benzema soll die Einladung von Macron dagegen abgelehnt haben. Um eine mögliche Reise des 34-Jährigen zum Finale hatte es in den vergangenen Tagen Diskussionen gegeben.

Frankreichs Sportministerin Amélie Oudea-Castera hatte am Freitag angekündigt, Macron habe die verletzten Spieler eingeladen, mit ihm gemeinsam zum Finale zu reisen. Benzema gehört wie der Münchner Lucas Hernández, der sich im ersten Spiel einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, nicht zum Aufgebot. Hernández soll den Berichten zufolge nicht zu der Partie im Lusail Stadion am Sonntag (16.00 Uhr MEZ/ARD und MagentaTV) reisen.

Die ebenfalls verletzten Paul Pogba und N'Golo Kanté werden laut der Zeitung „'L'Équipe“ dagegen zum Endspiel im Stadion erwartet. Pogba sendete seinen Teamkollegen vor dem Duell mit Argentinien eine Videobotschaft. „Ich schicke euch all meine Stärke, all meine Kraft“, sagte der 29-Jährige von Juventus Turin in der Botschaft. „Ihr wisst, ein Finale spielt man nicht, das gewinnt man. Ich wünsche euch das Beste, viel Erfolg!“ (dpa) 
Maximilian Lonn
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Dalić: Gvardiol hätte Preis für besten Jungprofi verdient 


Kroatiens Nationaltrainer Zlatko Dalić sieht gute Chancen für seinen Leipziger Abwehrspieler Joško Gvardiol auf die Auszeichnung zum besten jungen Spieler der Fußball-WM. „Für mich sind sie die Besten“, sagte der Trainer nach dem 2:1 im Spiel um Platz drei gegen Marokko über Gvardiol und seinen Torhüter Dominik Livaković, als er nach den individuellen Auszeichnungen gefragt wurde. „Aber es sind andere, die das entscheiden.“ Der 20 Jahre alte Gvardiol, der am Samstagabend die kroatische Führung erzielt hatte, verdiene den Preis, auch wenn „normalerweise“ Angreifer und Mittelfeldspieler bevorzugt würden.​

Gvardiol spielt seit Sommer 2021 in Leipzig. Die Premier-League-Clubs Manchester City und FC Chelsea sollen angeblich ein starkes Interesse an ihm haben. Der Innenverteidiger gehörte trotz folgenschweren Patzers im Halbfinale gegen Argentinien (0:3) zu den besten Spielern der WM. Die Individualauszeichnungen werden im Zuge des Finales an diesem Sonntag (16 Uhr MEZ/MagentaTV und ARD) zwischen Argentinien und Frankreich verkündet. Gvardiol selbst wiederholte am Samstag, dass für ihn in erste Linie die Bronzemedaille zähle.​

„Kroatien muss die Zukunft nicht fürchten“, sagte Dalić. „Wir haben großes Talent in diesem Team und ich glaube, Kroatien hat eine faszinierende Zukunft.“​ (dpa)
 
Maximilian Lonn
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Infantino beleidigt? Hakimi entschuldigt sich und spielt Vorfall herunter


Der marokkanische Fußball-Nationalspieler Achraf Hakimi hat seine Auseinandersetzung mit FIFA-Präsident Gianni Infantino nach dem Spiel um Platz drei heruntergespielt. „Es ist nichts passiert“, sagte der frühere Dortmunder, „ich war ein bisschen verärgert nach dem Spiel wegen der ein oder anderen Entscheidung, nichts weiter.“

Ein bisschen? Anwesende berichteten von Beleidigungen in Richtung Infantino, der die Tirade ungerührt habe über sich ergehen lassen. Ein Betreuer soll Hakimi schließlich beiseite geschoben, der Abwehrspieler nach seinem Ausbruch noch einmal das Gespräch mit Infantino gesucht haben. „Ich habe mich entschuldigt für das, was ich gesagt habe. Aber das bleibt unter uns“, sagte er.

Hintergrund des Streits: Marokko fühlte sich wie im Halbfinale gegen Frankreich (0:2) auch gegen Kroatien (1:2) vom Schiedsrichter benachteiligt. In beiden Spielen forderten Hakimi und Co. vergeblich einen Elfmeter. Die Ansetzung des international weitgehend unbekannten katarischen Referees Abdulrahman Al Jassim für das „kleine Finale“ war bereits im Vorfeld umstritten.

Auch die marokkanischen Fans riefen empört: „Fifa Mafia!“ Jedoch hätte der Unparteiische auch gegen ihre Lieblinge einen Elfmeter pfeifen können, als der Leipziger Josko Gvardiol im Strafraum zu Fall kam.

Trainer Walid Regragui musste seine aufgebrachten Spieler nach dem Schlusspfiff auf dem Platz beruhigen und vom Schiedsrichter abhalten. Er gab Al Jassim ruhig die Hand - und blickte voller Zuversicht in die Zukunft. „In den nächsten Jahren“, sagte er, „wird eine Mannschaft aus Afrika Weltmeister.“ (SID) 
Maximilian Lonn
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Menotti lobt Argentiniens Trainerteam: „Freundschaft und Engagement“


Der frühere Weltmeister-Coach César Luis Menotti sieht das aktuelle Trainerteam Argentiniens als entscheidend für den bisherigen Erfolg bei der WM in Katar an. „Das Geheimnis dieser Mannschaft ist, dass sie Fußball spielt“, sagte der 84-Jährige im Interview der Zeitung „Clarín“ vor dem Finale gegen Frankreich an diesem Sonntag (16 Uhr/ARD und MagentaTV). „Sehen Sie sich die Spieler an... Man kann sehen, dass es eine Freundschaft und ein Engagement für die Mannschaft, für die Nationalmannschaft gibt. Deshalb genieße ich die Weltmeisterschaft.“ Der entscheidende Grund dafür aus Sicht von Menotti: Der aktuelle Trainer Lionel Scaloni.

Er sehe eine „Idee, die vom Trainerstab ausgeht und die sich auf die Spieler überträgt“, meinte er. „Man kann sehen, dass sie sich damit wohlfühlen, dass sie eine großartige Gruppe gebildet und die Ziele bisher erreicht haben“. Menotti hatte die Argentinier 1978 im eigenen Land zum WM-Titel geführt. (dpa) 
Maximilian Lonn
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Flick beklagt fehlende Unterstützung der Politik


Bundestrainer Hansi Flick hat in der Debatte um die „One Love“-Binde bei der Fußball-WM in Katar fehlende Unterstützung der Politik beklagt. „Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hat sinngemäß gesagt: 'Der Fußball wird zu stark politisiert, unsere Spieler sollen sich auf den Fußball konzentrieren, Politik mache ich.' Das wäre auch ein gutes Zeichen für uns gewesen“, sagte Flick im SID-Interview und fügte an: „Für die Politik sind andere ausgebildet.“

Der 57-Jährige hätte sich zudem mehr Unterstützung für die DFB-Auswahl in der Heimat gewünscht. „Die Stimmung gegen Katar war im Vorfeld wahnsinnig stark. Viele haben die Spiele geschaut, viele andere hatten Bedenken. Das Land war geteilt, und das ist schade, Fußball sollte ja verbinden“, sagte Flick und blickte etwas neidisch auf andere Länder: „Ich fand es begeisternd, die Fans anderer Mannschaften zu sehen, die ihr Team bedingungslos unterstützt haben.“ (SID) 
Maximilian Lonn
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Jakobs: „Das Haus der Oma wurde gestürmt“


 Der deutsche U21-Europameister Ismail Jakobs (23) hat die Fußball-Begeisterung in Senegal am eigenen Leib zu spüren bekommen. „Am ersten Tag waren wir spontan meine Oma in Dakar besuchen und schon da hat es uns komplett überrollt. Ich hatte einen Security-Mann dabei, aber das war viel zu wenig. In fünf Minuten war die ganze Umgebung voller Menschen. Die kletterten über Zäune, haben das Haus gestürmt“, berichtete der Ex-Kölner, der für den Afrika-Champion an der WM teilgenommen hatte, im Express.

Unmittelbar vor der WM-Endrunde in Katar hatte der Profi der AS Monaco die Spielberechtigung bekommen. „Vier Tage vor dem ersten Spiel hatte die Fifa plötzlich Einwände wegen meiner Spielerlaubnis. Noch am Spieltag hat mir der Verbandspräsident gesagt: 'Iso, du darfst nicht spielen'. Doch in der Abschlussbesprechung vom Spiel hat der Teammanager dann gesagt, dass ich dabei bin“, sagte der Außenbahnspieler.

Der erste Auftritt „war gigantisch, von null auf 100, das gleich gegen Holland. Ich war gleich drin, war nur geil auf dieses Spiel. Da war keine Nervosität, nichts, ich konnte es komplett genießen“, sagte Jakobs.

Während in Deutschland sehr stark über das WM-Gastgeberland Katar diskutiert wurde, sei das in Senegal „kein Thema“ gewesen: „Wir haben uns vom Start weg nur auf den Fußball fokussiert. Wir Spieler haben uns auf das Spiel konzentriert. So sollte es auch sein. Ich glaube, dass die ganze Kritik die Stimmung in Deutschland für dieses Turnier runtergezogen hat, niemand konnte die WM genießen. Und das ist schade.“

Dass er jetzt für Senegal spielt, „war die richtige Entscheidung. Die ganze Familie, auch die deutsche Seite, steht dahinter. Trotzdem war ich nicht gesetzt. Ich wusste, dass ich Gas geben muss, um mir einen Platz zu erkämpfen. Die Konkurrenz auf meiner Position war echt gut“, sinnierte der Frankreich-Legionär.

Die Begeisterung in Senegal hat Jakobs fasziniert: „Ich meine: Ich habe ja nix gewonnen. Aber alleine, wie die Leute sich darüber freuen, dass ich für den Senegal spiele, das war unglaublich und schon sehr emotional.“ (SID) 
Maximilian Lonn
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Klinsmann lobt Turnier in Katar: „Eine wunderbare WM“


Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar in den höchsten Tönen gelobt. Von der „besten WM aller Zeiten“ wollte er im Gegensatz zu Fifa-Präsident Gianni Infantino jedoch nicht reden. „Das ist eine wunderbare WM. Ein großartiger Erfolg auf dem Spielfeld und außerhalb des Spielfelds“, sagte Klinsmann, der in Katar die sogenannte „Technical Study Group“ der FIFA leitet, die alle WM-Spiele für den Weltverband analysiert.

Auf die Frage, ob Katar auch die beste WM aller Zeiten organisiert habe, antwortete der 58-Jährige: „Ich glaube, dass man das jedes Mal sagt und so empfindet, wenn man gerade bei einer WM ist. Ich habe jedenfalls jede Weltmeisterschaft genossen, an der ich teilgenommen habe.“ (dpa) 
Maximilian Lonn
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Heimvorteil in Katar? Argentinien setzt im WM-Finale auf seine Fans


Argentiniens Fußballer verspüren vor dem WM-Finale gegen Frankreich fast so etwas wie einen Heimvorteil. Angesichts der zahlreichen Fans der Südamerikaner in Katar sagte Torwart Emiliano Martínez vor der Partie an diesem Sonntag (16 Uhr/ARD und MagentaTV): „Wir fühlen uns unseren Fans sehr nah in jedem Spiel. Es fühlt sich an, als würden wir in Argentinien spielen. Das ist ein großer Vorteil.“

Auch im Lusail Stadion dürften gegen den Titelverteidiger wieder etliche Anhänger im himmelblau-weißen Dress zu sehen sein. Trotz dieses Vorteils hätte Trainer Lionel Scaloni am liebsten noch mehr Fans in die fast 90.000 Zuschauer fassende Arena gelassen. „Es tut mir für jeden leid, der nicht im Stadion sein kann“, sagte der 44-Jährige. „Aber allein die Tatsache, als Argentinier hier zu sein, obwohl man kein Ticket hat, ist schon überragend.“ So oder so dürften die argentinischen Anhänger den französischen numerisch klar überlegen sein. (dpa) 
Maximilian Lonn
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Matthäus: Messi ist „Spieler des Jahrtausends“ - Lob für Katar


Für Deutschlands Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus ist Lionel Messi der „Spieler des Jahrtausends“. Er gönne dem argentinischen Superstar im WM-Finale gegen Frankreich am Sonntag (16 Uhr/ARD und MagentaTV) den Titel von ganzem Herzen, „weil er mir und allen Fußballfans in den vergangenen 17, 18 Jahren mit seiner Spielweise so viel Freude bereitet hat“, sagte Matthäus der „Bild am Sonntag“. Messi wird am Sonntag mit seinem 26. WM-Spiel den Rekord von Matthäus (25) mit den meisten Endrunden-Einsätzen übertreffen.

Zu den Gewinnern der WM gehört für Matthäus auch Gastgeber Katar. „Ich habe mit vielen ganz normalen Leuten gesprochen, um mir ein eigenes Bild zu machen. Überall habe ich Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Offenheit und Toleranz dem westlichen Lebensstil gegenüber erlebt“, sagte Matthäus und fügte hinzu: „Sicher gibt es berechtigte Kritikpunkte, aber wenn ich sehe, wie extrem negativ in Deutschland oft über Katar berichtet wird, kommt es mir vor, als wäre ich in einem anderen Land.“

Zu den Verlierern zählt Matthäus die deutsche Mannschaft. Neben sportlichen Fehlern habe es störende Nebengeräusche gegeben. „Unsere Mannschaft ist für politische Zwecke ausgenutzt worden und der DFB hat es zugelassen. Holland-Trainer Louis van Gaal hat es vor dem ersten Spiel gesagt: „Schluss mit dem Thema 'One-Love'-Binde. Punkt.“ Der DFB hat nie einen Punkt gesetzt, sondern nur Kommata. Das trug zum Desaster bei.“ (dpa) 
Maximilian Lonn
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Finale am Feiertag: Katar feiert nicht nur die WM


Katar feiert an diesem Sonntag nicht nur das WM-Finale zwischen Argentinien und Frankreich. Der 18. Dezember ist im Emirat Nationalfeiertag, in und um Doha sind zahlreiche Aktivitäten geplant. Unter anderem eine große Parade auf der Promenadenstraße Corniche. Anlass ist der Tag der Machtübernahme von Scheich Jassim bin Mohammed Bin Thani am 18. Dezember 1878 - der „Vater und Gründer des Staates Katar“, wie das Emirat schreibt. Der Feiertag wurde 2007 eingeführt. 

Beim WM-Finale am Abend (16 Uhr MEZ/MagentaTV und ARD) wird auch mit der Anwesenheit von Staatsoberhaupt Tamim bin Hamad Al Thani gerechnet. „Zu den Feierlichkeiten an diesem Tag gehören Paraden, Flugshows und Feuerwerk, darunter die Siegerparade der Weltmeisterschaft über den Lusail Boulevard nach dem Endspiel“, schreibt das WM-Gastgeberland. Im Lusail Stadion nördlich von Doha werden knapp 90.000 Zuschauer erwartet. (dpa) 
Maximilian Lonn
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Stolz und dankbar - König gratuliert marokkanischem Nationalteam


Marokkos König Mohammed VI. hat sich nach dem letzten Spiel Marokkos bei der WM in Katar bei den Spielern, Trainern und Mitarbeitern des Nationalteams bedankt. „Wir gratulieren Ihnen zu dieser beispiellosen historischen Leistung“, teilte er in einem Schreiben am Samstagabend mit. Der König lobte die Disziplin und Professionalität der Mannschaft, die den afrikanischen und arabischen Fußball bestens repräsentiert habe. Das Land sei dankbar und stolz auf das, was das Team erreicht habe.

Marokko war die große Überraschung dieser WM. Die Niederlage gegen Frankreich im Halbfinale beendete zwar die Finalträume der Mannschaft. Die Marokkaner sind aber dennoch das erste afrikanische Team, dass je bei einer WM die Runde der besten Vier erreicht hat. Am Samstag verlor das Land das Spiel um Platz 3 gegen Kroatien mit 1:2. (dpa) 
Maximilian Lonn
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Medien: Southgate bleibt englischer Fußball-Nationaltrainer


Gareth Southgate bleibt Medienberichten zufolge englischer Fußball-Nationaltrainer. Der Coach sei wenige Tage nach dem Viertelfinal-Aus bei der WM in Katar gegen Frankreich (1:2) gewillt, sein Engagement bei den Three Lions fortzusetzen, berichteten die englische Zeitung „The Telegraph“ und der TV-Sender Sky am Samstagabend. Vor dem Turnier hatte Southgate nach schwachen Leistungen in der Nations League noch in der Kritik gestanden, auch der deutsche Coach Thomas Tuchel war bereits als Nachfolger gehandelt worden.

Bei der WM lieferten die Engländer aber starke Leistungen ab. Gegen Frankreich war am Ende auch ein verschossener Elfmeter von Harry Kane ausschlaggebend, dass der Einzug ins Halbfinale verpasst wurde.

Southgate ist seit 2016 Nationalcoach. 2018 führte er das Team zum vierten Platz bei der WM in Russland, bei der EM im vergangenen Jahr verlor England unglücklich im Elfmeterschießen das Finale gegen Italien. Damit ist Southgate, dessen Vertrag bis 2024 noch läuft, der erfolgreichste England-Coach seit Sir Alf Ramsey, dem Weltmeister-Coach von 1966. (dpa) 
Maximilian Lonn
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Modric will mindestens bis 2023 für Nationalelf spielen


Der frühere Weltfußballer Luka Modric möchte seine Nationalmannschaftskarriere mindestens noch bis zum Finalturnier der Nations League im Sommer 2023 fortsetzen. Dies erklärte der 37-Jährige von Real Madrid nach Kroatiens 2:1-Sieg über Marokko im Spiel um Platz drei bei der Weltmeisterschaft.

„Ich weiß noch nicht, ob ich bei der EURO 2024 in Deutschland dabei sein werde“, sagte Modric am Mikrofon von beIN Sports: „Ich möchte aber mindestens noch die Nations League spielen. Danach werde ich über die EURO nachdenken.“

Kroatien hat sich neben Gastgeber Niederlande, Europameister Italien und Spanien für die Finalrunde der Uefa Nations League qualifiziert, diese wird nach der Vereinssaison vom 14. bis 18. Juni 2023 in Rotterdam und Enschede ausgespielt.

„Wir verlassen Katar als Gewinner“, sagte Modric am Samstag: „Diese Medaille ist für uns, für mich, für Kroatien sehr wichtig.“ In den vergangenen Tagen hatte sich mehr und mehr abgezeichnet, dass für den Mittelfeldstar auch nach 162 Länderspielen und fast 17 Jahren im Nationaltrikot nicht Schluss sein muss. (SID) 
Maximilian Lonn
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Marokkaner nehmen WM-Niederlage gegen Kroatien gelassen hin


Die 1:2-Niederlage gegen Kroatien im Spiel um den dritten Platz bei der Fußball-WM haben die Menschen in Marokko weitgehend gelassen hingenommen. Die Cafés in Rabat waren am Samstag weniger voll als bei den Partien zuvor, wie ein dpa-Reporter aus Rabat berichtete. Lokale Medien berichteten über die Niederlage in nüchternem Ton. Unterstützung für die Mannschaft gab es derweil wieder im öffentlichen Nahverkehr. Auf den Anzeigen der Stadtbusse war zu lesen: „Mit unseren Löwen“.

Ob dritter oder vierter Platz sei letztlich egal, sagte Fußball-Fan Ahmed der dpa. „Das Abenteuer ist vorbei und damit auch die riesige Freude“. Ein anderer marokkanischer Fan sah auch in den vielen Verletzungen sowie der Erschöpfung vieler Spieler Gründe für das 1:2. (dpa) 
Maximilian Lonn
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Trainer Regragui: Schiedsrichter-Kritik nicht „marokkanischer Weg“


Marokkos Trainer Walid Regragui hat die Auseinandersetzung seiner Spieler mit dem Schiedsrichter nach dem 1:2 im Spiel um Platz drei heruntergespielt. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff waren einige marokkanische Profis auf Schiedsrichter Abdulrahman Al Jassim (Katar) zugestürmt und hatten wüst mit diesem diskutiert. Den Unparteiischen anzugehen sei „nicht der marokkanische Weg“, sagte Trainer Walid Regragui während der Pressekonferenz. „Wir reagieren manchmal über am Ende eines Spiels, das passiert.“ Wenn man ein Spiel verliere, „ist man immer enttäuscht. Meine Spieler sind sehr ehrgeizig, es war kein fehlender Respekt.“

Das Schiedsrichter-Team hatte während des Spiels strittige Entscheidungen getroffen, zu den fraglichen Szenen gehörten auch zwei vermeintliche Fouls, die zu Strafstößen hätten führen können - einmal für Kroatien, einmal für Marokko. Berichten zufolge sollen marokkanische Spieler FIFA-Präsident Gianni Infantino auf dem Weg in die Kabine beschimpft haben. Der Schweizer nahm am Abend auf dem Rasen die Ehrung für die kroatischen Spieler vor. (dpa) 
Maximilian Lonn
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Co-Trainer Olic geht von Modric-Verbleib im Nationalteam aus


Kroatiens Co-Trainer Ivica Olic geht davon aus, dass Fußball-Star Luka Modric seine Karriere in der Nationalmannschaft fortsetzen wird. Auf die Frage, ob das 2:1 im Spiel um den dritten WM-Platz gegen Marokko das letzte Länderspiel von Modric für Kroatien gewesen sei, antwortete Olic bei MagentaTV: „Nein, das glaube ich nicht.“ 

Der 37 Jahre alte Modric wolle unbedingt auch beim Finalturnier der Nations League im Sommer dabei sein, erklärte Olic. Er sei „hundertprozentig überzeugt“ davon, dass Modric bei dem Turnier mitspielen wolle, wenn er gesund sei.

Neben Kroatien haben sich auch Spanien, Italien und die Niederlande für die Endrunde der Nations League 2023 qualifiziert. Die Spiele finden in Rotterdam und Enschede statt. Die Halbfinals sind für 14. und 15. Juni angesetzt, das Finale für den 18. Juni. Ausgelost wird das Halbfinale am 25. Januar. (dpa) 
Maximilian Lonn
Maximilian Lonn

Frankreich trainiert vor dem WM-Finale mit allen 24 Spielern


Trotz der jüngsten Krankheitsfälle im Team hat Weltmeister Frankreich sein Abschlusstraining vor dem WM-Finale gegen Argentinien Medienberichten zufolge mit dem kompletten Kader absolviert. Alle 24 Profis nahmen an der Einheit am Samstag teil, wie französische Medien übereinstimmend berichteten. Die zuletzt erkrankten Raphael Varane, Ibrahima Konaté und Kingsley Coman waren demnach ebenso dabei wie Aurélien Tchouaméni und Theo Hernández, die zuletzt mit Prellungen gefehlt hatten.

Titelverteidiger Frankreich hat seit einigen Tagen mit zahlreichen Krankheitsfällen im Team zu kämpfen, im Halbfinale hatten Verteidiger Dayot Upamecano und Mittelfeldspieler Adrien Rabiot mit Erkältungssymptomen gefehlt. „Wir versuchen, mit der Situation so gut umzugehen, wie wir können“, sagte Trainer Didier Deschamps. „Natürlich wäre es uns lieber, diese Schwierigkeit nicht zu haben, aber wir versuchen, das mit der Hilfe unserer Ärzte so gut wie möglich zu managen.“ Wegen der verletzungsbedingten Ausfälle von Karim Benzema und Lucas Hernández stehen dem 54-Jährigen im Endspiel nur 24 Spieler zur Verfügung. (dpa) 
Maximilian Lonn
Maximilian Lonn

Flick gönnt Messi den WM-Titel


Hansi Flick würde Lionel Messi den noch fehlenden WM-Titel gönnen. „Wenn man Fußball-Romantiker ist, wird man es Lionel Messi wünschen, weil er der herausragende Spieler der vergangenen zehn Jahre ist“, sagte der Bundestrainer im SID-Interview vor dem Endspiel zwischen Argentinien und Frankreich in Katar am Sonntag (16 Uhr MEZ/ARD und MagentaTV). Im Halbfinale gegen Kroatien (3:0) habe der 35-Jährige gezeigt, „welche Qualität er auch in diesem Alter noch hat“. 

Trotz des bitteren Scheiterns der deutschen Nationalmannschaft in der Vorrunde freut sich Flick auf dieses Spiel: „Beide Mannschaften haben es verdient, im Finale zu stehen“. Obwohl Messi den Titel bei seiner letzten WM verdient hätte, ist Flick „neutral“. Aber natürlich habe er „eine andere Beziehung zu den Spielern, die man noch kennt wie Kingsley Coman, Benjamin Pavard oder Lucas Hernandez, der leider verletzt ist“. (SID) 
Stefan Döring
Stefan Döring

"Es geht nicht nur um Messi"


Frankreichs Kapitän Hugo Lloris hat Lionel Messi vor dem WM-Endspiel gegen Argentinien als „Legende des Fußballs“ gewürdigt, will dem 35-Jährigen in dessen letztem WM-Spiel aber dennoch die Krönung verwehren. „Natürlich wissen wir, was Messi für die Geschichte des Fußballs bedeutet, aber es ist ein Spiel zwischen Argentinien und Frankreich“, sagte der 35-Jährige vor dem Finale am Sonntag (16 Uhr/ARD und MagentaTV). „Das Spiel ist zu groß, um sich nur auf einen Spieler zu konzentrieren.“

Er sei sich bewusst, dass viele Menschen weltweit Messi den ersten WM-Triumph mehr gönnen würden als Frankreich die erfolgreiche Titelverteidigung. „Wir wissen, dass die Franzosen hinter uns stehen, alles andere ist uns egal“, sagte der Torhüter. „Wenige haben an uns geglaubt, aber jetzt sind wir wieder im Finale. Wir werden alles geben, um dieses Spiel erneut zu gewinnen.“ Es gehe dabei nicht nur um Messi, auch wenn er im Fokus stehe. Trainer Didier Deschamps sagte: „Wir wissen, dass viele Menschen sich wünschen, dass Messi gewinnt, aber wir werden alles tun, um unser Ziel zu erreichen.“

Im Lusail Stadion erwartet der 54-Jährige viele argentinische Fans und eine „festliche Atmosphäre. Die Argentinier sind sehr leidenschaftlich und sie werden ihr Team unterstützen“, prophezeite Deschamps. „Sie werden eine positive Atmosphäre schaffen und hinter ihrem Team stehen. Es ist gut, so eine Atmosphäre in einem WM-Finale zu haben.“ Er wolle sich aber nicht von den Zuschauern beeinflussen lassen und sich mehr auf das Spiel konzentrieren: „Unsere Gegner sind nicht auf den Rängen, sondern auf dem Platz.“
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Auf der größten aller Fußballbühnen spielen sich nicht selten Profis in den Vordergrund, die bislang (noch) nicht so sehr im Fokus standen. So wechselte beispielsweise Sami Khedira nach dem Gewinn der WM 2010 vom VfB Stuttgart zu Real Madrid. Dort landete auch James Rodriguez nach seinen phänomenalen Leistungen bei der WM 2014 in Brasilien. Und auch bei diesem Turnier stachen wieder mehrere „Neulinge“ heraus – wie beispielsweise Marokkos Sofyan Amrabat. Eine Übersicht.​ 
Stefan Janssen
Stefan Janssen

Kroatischer Trainer rechnet mit Modric-Verbleib im Nationalteam


Nationaltrainer Zlatko Dalic rechnet fest damit, dass Kroatiens Topspieler Luka Modric seine Länderspiel-Karriere auch nach dem Ende dieser Fußball-WM fortsetzen wird. „Natürlich möchte ich, dass er bei der EM 2024 noch dabei ist. Und ich bin mir auch sicher, dass er weiter dabei sein wird. Aber das ist natürlich seine Entscheidung“, sagte Dalic am Freitag bei der Pressekonferenz zum Spiel um den dritten Platz bei der WM in Katar gegen Marokko am Samstag (16.00 Uhr/Magenta TV).

Modric ist bereits 37 Jahre alt und hat sich seit der 0:3-Halbfinal-Niederlage gegen Argentinien noch nicht konkret zu seiner Nationalmannschafts-Zukunft geäußert. Seine Aussagen aus der Zeit vor dem Turnier deuten jedoch auch darauf hin, dass der Mittelfeldstar von Real Madrid noch bis zur Europameisterschaft in anderthalb Jahren in Deutschland weitermachen möchte.

Dalic wiederholte am Freitag noch einmal, dass der dritte Platz bei einer Weltmeisterschaft für sein Team und für das nur knapp vier Millionen Einwohner große Kroatien eine große Bedeutung hätte. „Für uns ist das ein großes Finale. Es geht um eine Medaille“, sagte der 56-Jährige. „Ich habe großen Respekt vor dem marokkanischen Team, sie sind die große Überraschung des Turniers. Dies ist die WM der kleinen Länder und der kleinen Nationalteams.“ (dpa)
Phillip Oldenburg
Phillip Oldenburg

„Unglaublicher Erfolg“ - Infantino zieht positives WM-Fazit 


Fifa-Präsident Gianni Infantino (52) hat kurz vor dem Finale erwartungsgemäß ein äußerst positives Fazit zur umstrittenen WM in Katar gezogen. „Für mich war die WM ein unglaublicher Erfolg in allen Bereichen“, sagte der Chef des Weltverbandes am Freitag in Doha. Der Fußball habe die Welt „vereint“. Es habe nicht einen einzigen negativen Vorfall geben, das sei „einzigartig“.

Infantino bedankte sich zudem beim Gastgeber Katar, den Volunteers und allen, „die das Turnier zur besten WM aller Zeiten gemacht haben. Die Menschen wollten ihre Zeit genießen, die Probleme vergessen und Spaß haben“. Schon in den Monaten vor Turnierbeginn hatte der Schweizer das Wüstenturnier als „beste WM aller Zeiten“ gepriesen.

Viele Menschen hätten die arabische Welt durch die WM entdeckt, „eine Welt, die sie nicht kannten - oder nur aus den Medien“, sagte Infantino. Diejenigen, die nach Katar gekommen seien, „haben entdeckt, dass das, was sie dachten, nicht der Wahrheit entsprach“. Die Menschen in Katar „haben ihre Häuser und Türen geöffnet. Sie haben alle Menschen aus der ganzen Welt empfangen“, sagte der  Fifa-Chef.

„Das, was hier im Nahen Osten erreicht wurde, ist etwas Einzigartiges. Das ist etwas, das nur eine WM erreichen kann“, sagte Infantino. Deshalb müsse es die „Mission“ der  Fifa sein, Wettbewerbe wie die WM auch „in neuen Ländern“ zu organisieren.

Seit der von Korruptionsvorwürfen begleiteten Vergabe im Jahr 2010 stand Katar vor allem in der westlichen Welt in der Kritik. Das Emirat wird unter anderem für die unzureichende Menschenrechtslage, die Behandlung von Arbeitsmigranten sowie fehlende Rechte für Frauen und Personen der LGBTQ-Gemeinschaft kritisiert. 
Phillip Oldenburg
Phillip Oldenburg
 Die WM 2026 wird ein Mega-Event mit 48 Teams. Bislang sollte in 16 Dreiergruppen gespielt werden. Dieses Format will man nun doch nochmal überdenken und "neu diskutieren". 
Phillip Oldenburg
Phillip Oldenburg

Busquets tritt aus der spanischen Nationalmannschaft zurück 


Kapitän Sergio Busquets ist nach dem Aus im Achtelfinale bei der WM in Katar aus der spanischen Nationalmannschaft zurückgetreten. „Ich möchte bekannt geben, dass nach fast 15 Jahren und 143 Spielen der Zeitpunkt gekommen ist, mich von der Nationalmannschaft zu verabschieden“, schrieb der 34 Jahre alte Mittelfeldstratege vom FC Barcelona in den Sozialen Medien. 

Busquets war an der Seite von Xavi und Andres Iniesta 2010 Weltmeister geworden, zwei Jahre später holte er mit der Furia Roja auch den EM-Titel. In Katar war Busquets mit Spanien überraschend im Elfmeterschießen an Marokko gescheitert, danach wurde bereits der Vertrag mit Trainer Luis Enrique nicht mehr verlängert.

Bei der WM spielte bereits Spaniens neue Mittelfeldgeneration an der Seite von Busquets. Seinen Klubkollegen Pedri (19) und Gavi (18) gehört jetzt endgültig die Zukunft in der Nationalmannschaft. 
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(red)
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