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45 Millionen Minus: VfL Wolfsburg macht in der Saison 2018/19 höchsten Liga-Verlust

45 Millionen Minus : VfL Wolfsburg macht 2018/19 höchsten Verlust in der Bundesliga

Der VfL Wolfsburg zahlt weiter einen hohen Preis für den sportlichen Misserfolg und die großen Kaderkosten der jüngeren Vergangenheit. In der vergangenen Saison fuhr kein Bundesligist einen höheren Verlust ein.

Wie aus den am Donnerstag von der Deutschen Fußball Liga (DFL) veröffentlichen Finanzkennzahlen der 36 Erst- und Zweitliga-Clubs hervorgeht, hat der VfL in der Saison 2018/19 mit 44,796 (Vorjahr: minus 19,71) Millionen Euro den höchsten Verlust aller Erstligisten erwirtschaftet. Als Tochtergesellschaft von VW profitiert die VfL Wolfsburg Fußball GmbH allerdings von einem Gewinnabführungsvertrag mit dem Volkswagen-Konzern. Der regelt, dass VW alle Gewinne der Fußballer einstreicht, aber auch die Verluste ausgleichen muss.

„Die Zahlen sind weitgehend geprägt vom sportlichen Misserfolg der vorhergehenden beiden Relegationsjahre“, sagte der Wolfsburger Finanz-Geschäftsführer Tim Schumacher. „Die Saison 2018/2019 war sportlich gut, die wirtschaftlich positiven Effekte wie durch die Qualifikation für die Europa League und die damit verbundenen Einnahmen machen sich aber erst in 2019/2920 bemerkbar.“

Der VfL schaffte in dieser und in der vergangenen Saison jeweils die Qualifikation für die Europa League, musste jedoch in den Jahren 2017 und 2018 jeweils in die Relegation. „Wir hatten insbesondere während der Relegationsspielzeiten zahlreiche Spieler, die gemessen am sportlichen Ergebnis zu viel verdient haben. Der Kader war viel zu teuer für Abstiegskampf“, sagte Schumacher.

Seit 2018 arbeitet die neue sportliche Leitung um Jörg Schmadtke und Marcel Schäfer daran, die Kaderkosten zu reduzieren. „Wir sind noch immer mitten in der Konsolidierung, die vergangene Saison war stark davon geprägt. Die Konsolidierung dauert aber mehrere Spielzeiten und wird daher auch noch weitergehen“, sagte Schumacher.

(ako/dpa)