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KFC Uerdingen: Trainer Stefan Krämer und sein Geheimnis um Muhammed Kiprit

KFC-Coach mauert : Stefan Krämer und sein Geheimnis um Muhammed Kiprit

Der KFC-Coach gibt seinem Torjäger keinen Freifahrtschein, obwohl er bei seinem Debüt getroffen hat. 6.000 Fans könnten das Heimspiel gegen den SV Meppen am Montag besuchen – eine Kulisse von der die Uerdinger träumen.

Wenn der KFC Uerdingen am Montag um 19 Uhr in der Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena gegen den SV Meppen sein Heimspieldebut in der Saison 20/21 gibt, dann wird dieses Drittligaspiel mit Sicherheit einen besonderen Platz in den Annalen des Vereins bekommen. Denn es wird die erste Heimpartie werden, die die Uerdinger nach Corona wieder mit Zuschauern austragen dürfen. Maximal 6.000 Personen, die – und das ist eine Besonderheit des Düsseldorfer Hygienekonzepts – während der gesamten Dauer des Stadionbesuchs den Mund-/Naseschutz nicht ablegen dürfen, sind zugelassen. Und eine Tageskasse am Stadion wird es nicht geben. „Dafür wird man bis exakt 19 Uhr noch Einzeltickets unter www.lms-ticket.de/kfc-uerdingen erwerben können“, zeigt KFC-Pressesprecher André Schahidi die Alternative auf.

Auf dem grünen Rasen stehen KFC-Trainer Stefan Krämer neben den 16 Spielern, die in Ingolstadt im Kader waren, noch drei weitere, bis dato verletzte Akteure wieder zur Verfügung. Da ist zum einen Rijad Kobiljar zu nennen. Der kleine Bosnier hat seine Verletzung auskuriert, konnte unter der Woche wieder mittrainieren. Und zum anderen Kolja Pusch. Der Sommerneuzugang stieg Mitte der Woche wieder ins Mannschaftstraining ein und wäre eine Einwechseloption. Und natürlich der unter der Woche verpflichtete Neuzugang Gustav Marcussen. „Rechtlich stünde einem Einsatz nichts im Wege, die Formalien sind erledigt, aber vor einer endgültigen Entscheidung möchte ich noch die Eindrücke der Trainingseinheiten am Sonntag und Montagmorgen werten“, sagte Krämer zum möglichen Einsatz seines neuen Stürmers.

Im Sturm zu Hause ist auch Muhammed Kiprit. In Ingolstadt wurde der 21-jährige Deutsch-Türke eingewechselt, erzielte den Treffer zum 1:2-Anschluss. Eine Empfehlung für einen Startelfeinsatz? „Möglich“, gab sich Krämer am Freitag an der Stelle wortkarg. Wohl auch, weil Adriano Grimaldi, der in Ingolstadt in vorderster Front agierte, seine Sache recht gut gemacht hatte. Für den in den vergangenen Jahren von zahlreichen Verletzungen geplagten Grimaldi war Ingolstadt der erste Pflichtspieleinsatz über 90 Minuten seit fast zwei Jahren.

Gegner Meppen hat seit Saisonbeginn in Thorsten Frings einen sehr namhaften Trainer, in dessen fußballerischer Vita unter anderem 79 A-Länderspiele für Deutschland stehen. Dafür wurde der Kader, der über Jahre zusammen gewachsen ist, beibehalten. „Mit ein Grund, weshalb Meppen in den vergangenen Jahren stets ein gute Rolle gespielt hat“, urteilt Krämer über den Gegner, der mit einer 1:3 Heimniederlage gegen den TSV 1860 München in die Saison gestartet ist.

Für die Montagspartie gegen Meppen prognostiziert Krämer ein Kampfspiel. „Zum Saisonstart, wenn die Teams noch nicht wissen, wo sie stehen, wird vieles über den Kampf und Einsatz geregelt, kommt die fußballerische Klinge mitunter etwas zu kurz“, schwört der Fußballlehrer sein Team auf einen Abnutzungskampf ein.