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Fortuna Düsseldorf: So geht es Reiner Calmund nach vierstündiger Hautlappen-Operation

Fortunas Ex-Aufsichtsrat vier Stunden operiert : So sieht Calmund nach „Hautlappen“-Operation aus

Er war der XXL-Manager der Fußball-Bundesliga. Nun ist er ein paar Gewichtsklassen leichter. Reiner Calmund wollte nicht länger nur der „gemütliche Dicke“ sein und hat sich seinen Magen in einer OP verkleinern lassen. Nun folgte ein weiterer Eingriff, um überschüssige Hautlappen zu entfernen.

Er war das Schwergewicht im deutschen Fußball. Der XXL-Manager. Und diesen Titel hat er gelebt – buchstäblich. Der frühere Bundesliga-Manager Reiner Calmund träumte nach seiner Magen-Operation von einem Idealgewicht von 100 Kilogramm. 43 Kilogramm hat der 72-Jährige nach dem Eingriff im Januar 2020 bereits abgenommen. „Alles hat seine Zeit. Aktuell wiege ich 129,2 Kilogramm“, sagte Calmund im Gespräch mit unserer Redaktion. „Da würde ich mich freuen, wenn ich die 100 erreichen könnte.“

Das Vorhaben stieß indes ohne weitere medizinische Hilfe an Grenzen. Nun ließ er sich in der Uniklinik Bonn in einer vierstündigen Operation überschüssige Haut am Bauch entfernen. „Ich wollte mich unbedingt in einem größeren Zentrum behandeln lassen, der Eingriff war nicht ganz ungefährlich, da wollte ich auf Nummer sicher gehen“, sagt das ehemalige Aufsichtsratsmitglied von Fortuna. „Ich fühle mich heute Abend etwas  besser, und mit dem Gewichtsverlust von 11,6 Kilo habe ich mich fast halbiert. Aktuell zeigt meine Waage etwas über 90 Kilo, dieses Gewicht hatte ich zuletzt vor 30, 40 Jahren.“

Von Ruhestand will er noch nichts wissen. „Ich will Ihnen jetzt mal was sagen: Es gibt doch dieses neumodische Gequatsche von der Work-Life-Balance. Da bin ich absolut im grünen Bereich. Ich bin rund 200 Tage im Jahr bei TV-Sendern, halte Vorträge in großen Unternehmen und unterstütze Benefiz-Projekte. Das bedeutet: 150 Tage im Jahr habe ich frei. Also: Alles super“, sagt er. „Wie lange ich noch weitermache? Erstens, solange die Leute mich noch sehen wollen. Zweitens muss meine Familie mit Tempo und Programm einverstanden sein. Und drittens: solange die Gesundheit stimmt.“

Der Körper hat ihm schon mehrfach deutliche Warnsignale gegeben: „Ich hatte im Sommer 2016 eine Lungenembolie und einen Bandscheibenvorfall. Aber die Sache habe ich in Ruhe auskuriert. Die Ärzte haben grünes Licht gegeben, und mir macht einfach Spaß, was ich mache.“ Jetzt macht er weiter – aber eben mit deutlich weniger Gewicht.

Eins will er aber nie verlieren: seine Lebensfreude. Mit seiner Familie lebt er seit Jahren schon im Saarland, seine rheinische Heimat trägt er aber immer Herzen. „Da komme ich her, das ist meine Heimat“, sagt er. „Und wenn hoffentlich bald der Spuk mit Corona vorbei ist, hoffe ich auch wieder auf Begegnungen mit echten Menschen, mit Gesprächen und Zusammensein.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: So sieht Calmund nach seiner Magen-OP aus