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Fortuna Düsseldorf: Große Enttäuschung trotz starker Leistung gegen Werder Bremen

Beim 2:3 gegen Werder : Große Enttäuschung trotz starker Fortuna-Leistung

Die Emotionen schlugen hoch bei Fortunas 2:3-Niederlage gegen Bundesliga-Absteiger SV Werder Bremen. Das begeistert mitgehende Publikum hatte dabei besonders den entscheidenden Elfmeterpfiff im Visier, aber da wiegeln die Beteiligten ab.

Wenige Minuten nach dem Abpfiff hätte man beinahe glauben können, Fortuna habe das Spiel gewonnen. Standing Ovations der 12.850 Zuschauer begleiteten die Mannschaft auf ihrem Weg entlang der Tribünen, und die Spieler klatschten ihrerseits Beifall für die frenetische Unterstützung während der 90 Minuten. Nur der Blick in die traurigen Gesichter verriet, dass es offenbar doch keinen Sieg über Bremen gegeben hatte – und tatsächlich hatte der SV Werder eine dramatische Partie 3:2 gewonnen.

Sehr glücklich muss man hinzufügen, denn nach Khaled Nareys Ausgleich zum 2:2 in der Nachspielzeit setzte der Favorit noch einmal einen Schlussakkord. Und was für einen: Mit „Schieber, Schieber“-Rufen quittierten die Düsseldorfer Fans unter den Besuchern – und das waren ja die mit Abstand meisten – den Elfmeterpfiff des Rastatter Schiedsrichters Daniel Schlager. Und die Empörung schlug noch höher, als Maximilian Eggestein den Strafstoß in der sechsten Minute der Nachspielzeit zum 3:2-Siegtreffer für Werder nutzte.

Aber was hatte Schlager überhaupt gepfiffen? Viele glaubten, der Referee habe ein Handspiel von Khaled Narey gesehen, was in der Tat eine Fehlentscheidung gewesen wäre. Doch diese leichte Berührung des Balles war letztlich nicht der Anlass. „Ich glaube, beim Elfmeter hat der Schiedsrichter eine Foulspiel-Situation gesehen“, erklärte Fortunas Trainer Christian Preußer hinterher, und der Coach fügte hinzu: „Das kann man auch so entscheiden.“

Auch Rouwen Hennings hatte das so gesehen. „Khaled will den Ball wegschießen, und es ist dann halt eine Zehntelsekunde, dass der Gegenspieler von hinten den Ball wegspitzelt“, sagte der Schütze des Ausgleichs zum 1:1. „So was passiert leider mal im Sechzehner, da macht ihm keiner einen Vorwurf.“

Narey selbst ging ebenfalls sehr ehrlich mit der letztlich spielentscheidenden Szene um: „Ich glaube, der Schiedsrichter hat letztlich Foulspiel gepfiffen. Ganz bitter, aber so ist Fußball. Eine Minute vorher mache ich das Tor, und dann als letzte Aktion so ein Fifty-Fifty-Ding. Er ist ein bisschen vor mir am Ball, das ist einfach ärgerlich.“

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Das Ergebnis sorgte natürlich für große Enttäuschung bei den Fortunen, mit dem Spiel hingegen zeigten sich alle über weite Strecken zufrieden, wie beim Sammeln der Stimmen nach dem Abpfiff festzustellen war. „Wir haben viele Sachen gesehen, wie wir versuchen wollen, Fußball zu spielen“, meinte Preußer, fügte aber an: „Man darf dabei aber nicht vergessen, dass wir jetzt nichts in der Hand haben.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Stimmen zu Fortunas Auftakt-Heimspiel gegen Werder