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Fortuna Düsseldorf: So schnitt der Zweitligist in seinen Auftakt-Heimspielen ab

Samstagabend gegen Bremen : So schnitt Fortuna in ihren Auftakt-Heimspielen ab

Am Samstagabend geht es endlich auch wieder zu Hause los für die Fortuna. Wir haben einmal im Archiv geblättert und nachgesehen, wie die ersten Heimspiele in den zurückliegenden Saisons gelaufen sind. Dabei gab es einiges Bemerkenswertes.

Anpfiff – endlich! Zum ersten Mal seit dem 16. Mai (3:0 gegen Aue) tritt Fortuna wieder zu einem Pflichtspiel in der eigenen Arena an, doch was noch viel entscheidender ist: Die Zweitligapartie gegen den Bundesliga-Absteiger SV Werder Bremen am Samstag (20.30 Uhr) wird die erste seit dem 26. September 2020 sein, zu der wieder Zuschauer zugelassen sind. Damals durften bei einer kurzzeitigen Lockerung der Coronaregeln beim 1:0 gegen die Würzburger Kickers 10.000 Fans kommen, wobei sich allerdings nur 7500 tatsächlich trauten. Diesmal dürfen es 17.000 vollständig immunisierte Besucher sein plus 1000, die einen aktuellen negativen Test vorweisen können.

Die Würzburg-Partie bildete in der Vorsaison zugleich das Auftakt-Heimspiel der Saison, das somit drei Punkte einbrachte. Wir sind einmal auf dem Zeitstrahl rückwärts gegangen und haben betrachtet, wie in den Spielzeiten zuvor die ersten Heimbegegnungen der Fortuna ausgegangen sind.

2019/20 Nach dem 3:1-Auftaktsieg bei Werder Bremen waren die Hoffnungen im zweiten Bundesligajahr in Folge groß. Doch Bayer Leverkusen sorgte als erster Gast der Saison für Ernüchterung: Bereits zur Pause stand es vor 44.538 Zuschauern nach einem Eigentor von Lewis Baker sowie weiteren Treffern von Charles Aranguíz und Karim Bellarabi 0:3. Alfredo Morales erzielte zwar noch den Ehrentreffer, aber die 1:3-Heimpleite wurde am Ende schon so etwas wie die Einleitung des späteren Abstiegs.

2018/19 Mit enormer Euphorie startete Fortuna in die Saison, war doch im Frühjahr zuvor der Wiederaufstieg in die erste Liga gelungen. Doch der 25. August 2018 brachte einen Dämpfer. 1:2 hieß es nach den 90 Minuten gegen den FC Augsburg (Fortuna-Tor durch Benito Raman), und viele der 40.996 Zuschauer ahnten Böses. Zu Unrecht, wie sich zeigen sollte. Die Düsseldorfer retteten sich frühzeitig und erreichten in der Abschlusstabelle den überragenden zehnten Platz.

2017/18 Die Aufstiegssaison begann mit einem furiosen Heimspiel. Zwar blieb am Ende die komplette Belohnung in Form von drei Punkten aus, doch war das 2:2 gegen Eintracht Braunschweig ein mitreißendes Match. 25.492 Zuschauer waren in der Arena dabei, die Fortuna-Treffer erzielten Marcel Sobottka zum 1:0 und Florian Neuhaus zum 2:2.

2016/17 Am 12. August 2016 kam der VfB Stuttgart als großer Favorit in die Arena, und 37.173 Besucher wollten den Heimauftakt gegen den Bundesliga-Absteiger sehen. Die meisten von ihnen durften kräftig jubeln: Fortunas Eigengewächs Ihlas Bebou erzielte in der 53. Minute den Siegtreffer zum 1:0-Endstand.

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2015/16 Unter ihrem neuen Trainer Frank Kramer hatten die Düsseldorfer im ersten Saisonspiel einen Achtungserfolg erzielt: 1:1 bei Union Berlin durch den späten Ausgleich von Didier Ya Konan. Das erste Heimspiel begann dann vielversprechend, als Mathis Bolly schon in der zweiten Minute das 1:0 gegen den SC Paderborn machte. Nach der Pause zeichnete sich dann jedoch ab, welch hartes Jahr der Fortuna und ihren Fans bevorstehen sollte: Die Ostwestfalen drehten durch Nick Proschwitz und den Ex-Fortunen Marcel Ndjeng die Partie und entführten mit 2:1 die Punkte. Zuschauer: 30.416.

2014/15 Wie sich die Bilder gleichen – zumindest, was Gegner und Ergebnis beim Auftakt-Heimspiel drei Jahre später angeht. Auch am 1. August 2014 kam Eintracht Braunschweig, und vor der stolzen Kulisse von 41.667 Besuchern gab es ebenfalls ein 2:2. Michael Liendl und Charlie Benschop brachten die Gastgeber zweimal in Führung, Ken Reichel und der spätere Fortune Havard Nielsen glichen aus.

2013/14 Das erste Zweitligaspiel nach dem bitteren Wiederabstieg wollten 33.900 Fans in der Arena sehen. Gast der Fortuna war Energie Cottbus – heute in den Niederungen der Regionalliga Nordost verschwunden. Und die Düsseldorfer taten sich schwer, vor allem, weil der frühere Fortuna-Torhüter Robert Almer im Cottbuser Kasten überragte. Allein gegen den Foulelfmeter von Stefan Reisinger war der Österreicher in der 65. Minute machtlos, er bedeutete den 1:0-Endstand.

Bilanz Von den zurückliegenden acht Auftakt-Heimspielen zu den jeweiligen Saisons gewann Fortuna drei, spielte zweimal unentschieden und verlor drei Begegnungen. Ein Trend für die Partie gegen Bremen lässt sich daraus folglich nicht ableiten. Vielleicht gibt es ja ein Unentschieden – ein 3-3-3 als Auftakt-Heimbilanz läse sich doch gar nicht so schlecht.