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Fortuna Düsseldorf: Vier Gründe dafür, warum Bremen heute keine Chance hat

„Histörchen“ – die etwas andere Gegnervorschau : Vier Gründe, warum Bremen gegen Fortuna keine Chance hat

Neue Saison, neues Format. Wir versorgen euch mit den wichtigsten Informationen zum Heimspiel von Fortuna gegen Werder Bremen – mit viel Geschichte und einigen kuriosen Fakten.

Irgendwann ist immer das erste Mal. Nicht, dass sich Fortuna und Werder Bremen fremd auf dem Fußballplatz wären. Schließlich gab es 24 gemeinsame Jahre im Oberhaus des deutschen Fußballs. Trotzdem steigt am Samstag in Stockum eine Premiere: Fortuna empfängt die Norddeutschen erstmals zu einem Pflichtspiel in der Zweiten Liga.

Face-to-face-Vergleich Fortunas Heimbilanz gegen die Hanseaten ist nicht überragend, aber sie kann sich durchaus sehen lassen. In 24 Meisterschaftsspielen errangen die Rot-Weißen elf Siege, in sieben Fällen gingen die Punkte komplett an die Weser, und sechsmal trennten sich die beiden Teams unentschieden. Auch das Torverhältnis von 46:34 für Fortuna spiegelt die bessere Statistik wider. Im DFB-Pokal mussten die Bremer insgesamt viermal am Rhein auflaufen – drei Siegen der Fortuna steht dabei eine Niederlage gegenüber.

Seitenwechsler Bei direkten Transfers zwischen den beiden Vereinen gibt es aus Düsseldorfer Sicht Licht und Schatten. Während Fortuna die Leihe von Martin Harnik getrost als Volltreffer einstufen durfte, schweigt man sich in hiesigen Kreisen über Lars Unger im Fortuna-Dress lieber aus. Als grundsolide Verpflichtung gilt dafür Lukas Schmitz. Kein anderer Akteur, der jemals von der Weser an den Rhein kam, spielte öfter für Fortuna als Schmitz (168 Einsätze, davon 98 Pflichtspiele). Weitere „Direktwechsler“ waren unter anderem Torsten Oehrl, Leon Balogun, Jaroslav Drobny und Özkan Yildirim. Last but not least steht in Raphael Wolf natürlich auch ein Ex-Werderaner im aktuellen Aufgebot der Flingerner.

Aber auch Werder wurde schon in Düsseldorf fündig. So wechselte 1957 Georg Knopf an die Weser, und die Posse um Assani Lukimya, der zunächst nach Köln wollte und dann doch in Bremen landete, ist noch allgegenwärtig. Nur auf Umwegen gelangten dagegen zwei Fortuna-Ikonen in die Hansestadt. In „Manni“ Bockenfeld und Klaus Allofs zogen die Norddeutschen dabei zwei ganz dicke Fische an Land.

Interessante Namen mit Bremer Vergangenheit tauchten auch auf der Trainerbank der Fortuna auf. Während sich die Verpflichtung des Werder-Trainers Sepp Piontek 1975 als Missverständnis entpuppte, konnte sich der spätere Bremer Erfolgstrainer Otto Rehhagel während seiner Fortuna-Amtszeit als Pokalsieger feiern lassen (1980). Trotz Titel wird er aber noch von einem übertroffen: Bei Norbert Meier, Ex-Werder-Spieler, bewies der damalige Sportvorstand Wolf Werner ein feines Näschen. Zusammen weckten sie Düsseldorf aus dem fußballerischen Dornröschenschlaf und feierten mit Fortuna zwei wundervolle Aufstiege.

Spiel der Spiele Auch hier spielt Norbert Meier eine entscheidende Rolle. Zwar war der Gegner am letzten Spieltag der Saison 2008/09 nur die zweite Mannschaft des SV Werder, aber diese Partie bleibt bis heute unvergessen und hat einen hohen Stellenwert in der Historie der Düsseldorfer. 50.095 Fans feierten am 23. Mai 2009 in der ausverkauften Arena das abgerutschte „Flankentor“ von Marco Christ (12.), das gleichbedeutend mit Fortunas Wiederkehr in die Zweite Liga war. Nicht wenige Anhänger heulten an diesem Tag Rotz und Wasser.

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Was Hoffnung macht Der Volksmund sagt: „Dreimal ist Bremer Recht“. Doch Fortuna hält heute vier Gründe dagegen, dass sie den Platz als Sieger verlässt. Allem voran ist die lang ersehnte Rückkehr der Fans zu nennen. Sie werden Fortuna in schwierigen Momenten endlich wieder den Rücken stärken können. Ein weiterer Punkt ist die starke Heimbilanz der vergangenen Saison – Fortuna will Heimmacht bleiben. Als Drittes darf gern noch einmal auf die positive Heimstatistik gegen Werder hingewiesen werden. Zuletzt gibt es noch reichlich Akteure im Kader von Trainer Christian Preußer, die sich für die bittere 0:1-Heimpleite, einem großen Mosaikstein im Abstiegsjahr, revanchieren wollen.