Fortuna Düsseldorf: Fast vergessene Serie - 16 Spiele immer getroffen

16 Spiele und immer getroffen : Fortunas fast vergessene Serie

Der negative Ergebnistrend verdeckt eine bemerkenswerte Bilanz: In den jüngsten 16 Bundesligaspielen haben die Düsseldorfer stets getroffen. Allerdings blieb Fortuna in dieser Zeit auch nie ohne Gegentor.

In den zurückliegenden Wochen waren positive Nachrichten bei Fortuna eher die Ausnahme. Wenn die Düsseldorfer Anhänger an Serien denken, so überlagern derzeit die sechs Bundesligaspiele ohne Sieg, die auf den 3:1-Auftakterfolg bei Werder Bremen folgten, nachvollziehbarerweise alles andere.

Dabei hat Fortuna eine weitere höchst bemerkenswerte Serie hingelegt. Selbst eingefleischte Fans werden erst einmal eine Weile überlegen müssen, bis ihnen das letzte Pflichtspiel einfällt, in denen die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel kein Tor erzielt hat. Die Lösung: Es war am 11. März, als sie am 25. Spieltag der Vorsaison der Frankfurter Eintracht mit 0:3 unterlag. Sieben Monate ist das nun her, und in den folgenden 16 Ligapartien hat Fortuna immer mindestens einmal getroffen. Rechnet man das DFB-Pokalspiel in Villingen hinzu, verlängert sich diese Pflichtspiel-Trefferserie auf 17 Partien.

Jetzt würden die Rot-Weißen diese stolze Bilanz natürlich gern auf 17 Ligaspiele ausbauen, doch dabei ist Vorsicht geboten. Die erste Begegnung nach der Länderspielpause führt sie am Samstag, 19. Oktober, in der Arena ausgerechnet mit dem FSV Mainz 05 zusammen – und gegen den hat Fortuna in der vergangenen Spielzeit zu Hause mit 0:1 verloren. Es war eins von immerhin neun aus Düsseldorfer Sicht torlosen Spielen 2018/19; die Trefficherheit ist also ein eher neueres Phänomen.

Zum Vergleich: Meister FC Bayern kann nur auf acht Bundesligaspiele in Folge mit eigenen Treffern verweisen. Überhaupt schaffte kein Team des deutschen Oberhauses in Bundesligaspielen eine längere Serie dieser Art.

Mitten in ihrer Ergebniskrise darf Fortuna aus diesem kleinen Rekord getrost Selbstvertrauen schöpfen. Die Spieler sollten dabei nur nicht vergessen, dass die eigene Defensivarbeit unbedingt Schritt halten muss, wenn sich schnell wieder Punktgewinne einstellen sollen. Während der 16-Spiele-Serie hat es nämlich auch keine einzige Partie gegeben, in denen die Torhüter Michael Rensing und Zack Steffen nicht hätten hinter sich greifen müssen. Ein 0:0, wie es in der Anfangsphase der Vorsaison gegen den späteren Absteiger VfB Stuttgart noch zustandekam, steht also schwerlich auf der Agenda. Spannend zu sehen, was nun gegen Mainz geschieht.

Mehr von RP ONLINE