Fortuna Düsseldorf: Trainer Friedhelm Funkel geht zuversichtlich in die Länderspielpause

Vier Fortunen für Nationalteams nominiert : Funkel geht zuversichtlich in die Länderspielpause

Die schwache Leistung beim 1:3 in Berlin ist vielen Fortuna-Anhängern auf die Stimmung geschlagen. Trainer Friedhelm Funkel bleibt jedoch besonnen und kündigt intensive Arbeit an.

Die Zeiten, in denen Fußball-Länderspiele herbeigefiebert werden, sind bei den allermeisten Fans vorbei. Die emotionale Bindung an den Herzensklub ist in der Regel deutlich höher als die an die Nationalmannschaft, und insofern kommen die Länderspielpausen zumeist ungelegen. Bei Fortuna Düsseldorf ist das diesmal allerdings etwas anders. Die schwache Leistung beim 1:3 in Berlin ist vielen Anhängern auf die Stimmung geschlagen, und so kommt die nun anstehende Auszeit von rund zwei Wochen den meisten sehr gelegen. Trainer Friedhelm Funkel macht da keine Ausnahme: „Jetzt bin ich froh, dass erstmal Pause ist“, sagte er nach der Partie bei Hertha BSC.

Resignation wollte der 65-Jährige mit dieser Aussage jedoch keinesfalls ausdrücken, im Gegenteil. „Im Moment sind alle Spieler niedergeschlagen“, berichtete Funkel. „ Aber ich bin sicher, dass sie das wegstecken. Es gab schon Situationen, in denen ich saurer war. Ich weiß, dass die Mannschaft jetzt einen Trainer braucht, der ihr das Vertrauen ausspricht, der weiß, woran es zu arbeiten gilt. Und wir werden schon ein bisschen intensiver trainieren, gerade auf das Zweikampfverhalten hin.“ Das nämlich war am vergangenen Freitagabend mit einer Quote von weniger als 40 Prozent gewonnener Duelle unterirdisch.

Bitter jedoch, dass zwei Feldspieler, die zuletzt einiges an Kritik einstecken mussten, gar nicht an den Trainingseinheiten der nächsten zehn Tage teilnehmen. Abwehrchef Kaan Ayhan und Angreifer Kenan Karaman wurden zur türkischen Nationalmannschaft eingeladen, die am Freitag gegen Albanien und am Montag in Paris gegen Frankreich (jeweils um 20.45 Uhr) um Punkte für die EM-Qualifikation spielt. Darüber hinaus werden die Torhüter Zack Steffen für die USA und Maduka Okoye für Nigeria abgestellt.

Der Rest des Kaders kann sich dagegen auf intensive Einheiten mit Funkel und dem Rest des Trainerteams einstellen. „Wir haben bei den Gegentreffern zu weit von den Berlinern weggestanden, haben die Orientierung verloren“, erklärte Funkel. „Aber jetzt kommen verletzte Spieler zurück, die genau bei der Bekämpfung solcher Fehler ihre Stärken haben – wenn ich da an Marcel Sobottka und Alfredo Morales denke.“

Die Gelassenheit des Chefcoachs muss nun schnell wieder auf die Mannschaft ausstrahlen, denn Angst wäre ein denkbar schlechter Wegbegleiter für die Vorbereitung auf die kommenden Aufgaben. „Wir brauchen einige Punkte aus den nun anstehenden Partien gegen Mainz, in Paderborn und gegen Köln“, sagte Funkel. „Wie viele genau, da lege ich mich nicht fest, genau so wenig, wie ich mich bei Tabellenplätzen festlege. Ich bin aber hundertprozentig davon überzeugt, dass wir am Saisonende mindestens Fünfzehnter sein werden.“ Und da war sie wieder diese Zuversicht – die im harten Kampf gegen den Abstieg ein entscheidender Faktor werden kann.

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