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Borussia Mönchengladbach braucht Sieg bei Lieblingsgegner Werder Bremen

Saisonfinale in Bremen : Borussia braucht einen Sieg beim Lieblingsgegner

Will Gladbach noch die Play-offs zur Conference League erreichen, benötigt es am letzten Spieltag wohl einen Sieg bei Werder Bremen. Dazu muss eine Erfolgsserie gegen einen Lieblingsgegner der Borussia in den vergangenen Jahren ausgebaut werden.

Mit dem Begriff Angstgegner ist das so eine Sache. Dass einem dieses Prädikat, erhalten aufgrund von Erfolgen der zurückliegenden Jahre, in der Gegenwart herzlich wenig nützt, haben die Borussen gerade erst in München beim 0:6 schmerzlich zu spüren bekommen. Und doch bietet Gladbachs letztes Saisonspiel am Samstag bei Werder Bremen (15.30 Uhr/Sky) wieder diese Konstellation an: Borussia ist nicht nur aufgrund der Tabellensituation Favorit, sondern die Gladbacher liegen den Bremern in den vergangenen Jahren generell nicht.

Seit zehn Bundesligaspielen ist Borussia gegen Werder ungeschlagen, derzeit ist das die längste Serie gegen einen aktuellen Bundesligisten – nur gegen Arminia Bielefeld beträgt sie ebenfalls zehn Ligaspiele ohne Niederlage, unterbrochen indes von Arminias Erstliga-Abstinenz.

Als Gladbach letztmals Bremen unterlag, war Lucien Favre noch Borussia-Trainer, am 30. August 2015 gab es ein 1:2. Seitdem gelangen sieben Siege und drei Unentschieden bei 22:7 Toren. Nur im DFB-Pokal hatte Borussia im Dezember 2015 eine weitere Niederlage gegen Werder einzustecken, das Achtelfinale endete 3:4.

Damit kennt selbst ein Jonas Hofmann, der vor mehr als fünf Jahren zur Borussia gewechselt ist, nicht das Gefühl, als Gladbacher ein Spiel gegen Bremen zu verlieren. Und jene Borussen, die schon vor dem Sommer 2015 bei Gladbach spielten, verbinden das Weserstadion mit einem besonderen Moment der jüngeren Vereinsgeschichte: Am 16. Mai 2015 machte Gladbach in Bremen mit einem 2:0 am 33. Spieltag die erste Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League perfekt. Seitdem gab es drei weitere Siege in Bremen.

Die aktuelle Mannschaft hat damit früheren Fohlen-Generationen eines voraus: positive Erinnerungen an Gastspiele an der Weser. Denn vor dem Triumph 2015 hatte Gladbach 28 Jahre lang kein einziges Spiel bei Werder gewonnen. Zumindest auf die Partien in Bremen bezogen, war es damals genau umgekehrt: Werder war ein Angstgegner.

Nun sind die Vorzeichen andere, Bremen steht nach einem Unentschieden und acht Niederlagen aus den vergangenen neun Spielen enorm unter Druck und benötigt möglichst einen Sieg, um zumindest den Relegationsplatz abzusichern. Gewonnen hat Werder letztmals am 10. März (2:0 in Bielefeld).

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Doch auch Gladbach benötigt die drei Punkte im Kampf um die Europa Conference League dringend nach drei Niederlagen aus den vergangenen vier Spielen. Somit müssen die Borussen am Samstag dafür sorgen, dass Werder ein Lieblingsgegner bleibt.