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Fortuna Düsseldorf: Darum glaubt Preußer weiter fest an seine Mannschaft

„Saisonziel wird nicht verändert“ : Darum glaubt Preußer weiter fest an Fortuna

Oben mitspielen – so lautete das Saisonziel, das die sportliche Leitung der Fortuna vor dem ersten Zweitliga-Spieltag ausgegeben hat. Trainer Christian Preußer hat nun erklärt, daran weiter festhalten zu wollen. Warum das so ist und was er mit der Mannschaft weiter vorhat.

Der Blick auf die Tabelle fällt bei Fortuna ernüchternd aus. Das begann in dieser Saison schon sehr früh, und das hat sich auch bis zum neunten Spieltag so gehalten. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt, so hatte Trainer Christian Preußer vor dem ersten Spieltag gesagt, könne er angesichts der dann anstehenden zweiten Länderspielpause ein erstes kleines Zwischenfazit ziehen. Eigentlich logisch, dass auch dieses bei nur elf von 27 möglichen Punkten und dem zwölften Tabellenplatz eher ernüchternd aussehen müsste.

Dem ist allerdings nicht ganz so. Natürlich spricht Preußer, da ist er Realist genug, klar an, dass Fortuna zu wenig Punkte geholt habe. Was den Blick in die nähere Zukunft anbelangt, haben ihn die bisher in den Spielen und im Training gezeigten und vor allem angedeuteten Qualitäten nicht entmutigen können.

„Wir halten an dem Saisonziel, das wir ausgegeben haben, fest“, betont der Trainer. „Weil ich davon überzeugt bin, dass wir das mit der Mannschaft erreichen können. Wir haben gesagt, wir wollen oben mitspielen. Das lässt Interpretationsspielraum, das weiß ich. Wenn wir jedoch drei Punkte mehr hätten, und die waren allemal drin, dann wären wir jetzt voll dabei.“

Punkte liegengelassen haben die Düsseldorfer in der Tat in einigen Spielen, dafür in anderen – wie etwa in Aue – etwas glücklich gewonnen. Daher lässt sich der Trainer auch nicht auf einen anhand des Ergebniszettels naheliegenden Rückschluss ein: Dass Fortuna ihre drei Siege nur gegen die drei Letzten der Tabelle, Ingolstadt, Aue und Sandhausen, geholt habe, bedeute nicht, dass die Qualität dafür fehle, einen der Oberen zu schlagen.

„Wir hätten gegen Bremen nicht unbedingt verlieren müssen, wir hätten gegen Aue nicht unbedingt gewinnen müssen“, erklärt Preußer. „Ich sehe da noch keine klare Tendenz. Dass es gegen die Großen nicht reicht, das würde ich nicht so final sagen.“ Und es gibt ja noch 25 Spieltage mit genügend Duellen mit namhaften und gut platzierten Klubs; da liegt es an der Mannschaft, düstere Ahnungen zu widerlegen.

Preußer jedenfalls hat die Zuversicht noch kein bisschen eingebüßt. „Es klingt wie eine Floskel, wenn wir sagen: Es ist noch eine lange Saison, mal schauen, wie es sich entwickelt. Aber das Saisonziel, oben mitzuspielen, ist korrekt. Und das würde ich jetzt, nach dem neunten Spieltag, auch genauso weiter sagen“, betont er. „Davon würde ich auf keinen Fall abrücken. Das hat die Mannschaft mit dem, was ich von ihr gesehen habe, bestätigt.“

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Dass es an dieser Stelle Einwände fast schon zwangsläufig geben muss, wenn man die bisherigen Partien verfolgt hat, ist dem Trainer durchaus klar. Deshalb schiebt er gleich nach: „Das klingt jetzt vielleicht so, als sei alles okay. Nun, das ist es nicht. Wir wollen besser werden.“

Er habe seine Mannschaft immer besser kennengelernt, versichert der 37-Jährige, dabei auch Dinge gesehen, „die der eine oder andere nicht kann, wo er noch besser werden kann. Das meine ich ja gerade damit, wenn ich sage, wir sind weiter in einem Prozess“. Ein Prozess, der ihn nicht desillusioniert hat: „Ich bin von der Mannschaft überzeugt, ich bin von den Spielern überzeugt. Wir entwickeln sozusagen gerade gemeinsam die Saison.“

Bleibt nur noch abzuwarten, inwieweit sich Fortuna dabei vom zwölften Platz weg entwickelt. Nach oben, versteht sich.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Fortunas Trainer Christian Preußer