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Fortuna Düsseldorf: Fans hätten sich Maduka Okoye als Nummer 1 gewünscht

92 Prozent hätten ihn gern als Nummer 1 : Okoye mit Liebeserklärung an Fortunas Fans

Der Unmut der Düsseldorfer Fans über den damaligen Abgang von Maduka Okoye ist weiterhin groß. Wir haben die Anhänger daher gefragt: Hätten Sie ihn gern als Nummer 1 bei Fortuna gesehen? Das Ergebnis der Abstimmung ist mehr als eindeutig.

Wenn Maduka Okoye an seine Zeit bei der Fortuna denkt, dann hat er ein lachendes und weinendes Auge zugleich. Einerseits ist er dankbar dafür, in diesen drei Jahren viele Mitspieler gefunden zu haben, zu denen er heute noch engen Kontakt pflegt. Was ihm zudem immer sehr wichtig war: die Fans. „Ich liebe die Fans, den Verein und die Stadt. Düsseldorf ist meine Heimat“, sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion.

Und andererseits ist für ihn persönlich am Ende zu viel falsch gelaufen, um nur positiv auf Fortuna zurückzublicken. „Es war eine brutale Zeit, eine harte Zeit für mich und meine Familie“, sagt er. Was war passiert? Eigentlich sollte der Vertrag mit dem nigerianischen Nationalspieler verlängert werden. Doch nachdem der damalige Sportvorstand Lutz Pfannenstiel seinen Rückzug erklärte, übernahm Uwe Klein die sportliche Entscheidungsgewalt. Und er entschied sich schlussendlich dafür, den Vertrag mit Okoye doch nicht zu verlängern. „Vier Torhüter wären einer zu viel gewesen“, gab er damals unter anåderem als Grund an. Eine legitime Sichtweise. Auch wenn diese Entscheidung rückblickend wohl nicht zu seinen Sternstunden gehört.

Okoye jedenfalls stand plötzlich ohne Vertrag da. Für einen jungen Mann, der gerade seine ersten Schritte im Profibereich gehen wollte, eine enorm harte Zeit. „Ich habe dem Verein immer alles geopfert und alles gegeben. Dieses miese Gefühl werde ich nie vergessen“, sagt er heute. „Aber das ist Vergangenheit. Ich habe damit schon lange abgeschlossen. Vielleicht war es auch das Beste, was mir passieren konnte.“

Der 22-Jährige fand in Sparta Rotterdam einen neuen Arbeitgeber und blüht seitdem in der niederländischen Eredivisie regelrecht auf. In der vergangenen Saison wurde er zum Torhüter des Jahres gewählt. Zudem wurde nun sein Marktwert vom Online-Portal „transfermarkt.de“ auf eine Million Euro taxiert. Damit hat Okoye zum ersten Mal die siebenstellige Schallmauer durchbrochen. Als Fortuna ihn vor knapp eineinhalb Jahren ablösefrei ziehen ließ, lag dieser noch bei 150.000 Euro. Das bedeutet eine Steigerung von mehr als 600 Prozent.

Für ihn ist es seit seinem Abgang also gut gelaufen. Für Fortuna eher weniger. Florian Kastenmeier ist noch nicht der gewünschte Rückhalt. Die Frage, ob nicht doch besser Raphael Wolf oder Dennis Gorka zwischen den Pfosten stehen sollten, wird weiterhin viel diskutiert. Okoye wird es indes nicht mehr. Auch wenn ein Teil der Fans seinen Abgang von Fortuna bis heute betrauert.

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Wir haben daher unsere Leserinnen und Leser gefragt: Hätten Sie Maduka Okoye heute gern als Nummer 1 bei Fortuna gesehen? Und die Antwort ist mehr als eindeutig: Knapp 92 Prozent stimmten für „Ja“. Eine Haltung, die durch den jüngsten internationalen Erfolg des Keepers sicher neue Nahrung erhalten hat: Am Sonntagabend hielt er beim 2:0-Erfolg der nigerianischen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation in der Zentralafrikanischen Republik seinen Kasten sauber. Leon Balogun, ein weiterer Ex-Fortune, der jetzt für die Glasgow Rangers spielt, erzielte dabei das 1:0.

Der nächste Gruß der beiden an die Stadt und die Fans, die Okoye und Balogun nach wie vor in ihren Herzen tragen.

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(pab)