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Fortuna Düsseldorf - 0:1 beim SV Sandhausen, weil im Spiel die Ordnung fehlt

Erste Saison-Niederlage : Fortuna fehlt beim 0:1 in Sandhausen die Ordnung

Die kurzfristigen Ausfälle der erkrankten Marcel Sobottka und Tim Oberdorf stören die Ordnung der Düsseldorfer doch erheblich. Am Ende steht eine vermeidbare Niederlage, denn gerade in der Anfangsphase hätte das Thioune-Team die Weichen in eine andere Richtung stellen können.

Am dritten Zweitliga-Spieltag hat Fortuna Düsseldorf den ersten Dämpfer der bislang so erfolgreichen Saison hinnehmen müssen. Nach den Auftaktsiegen in Magdeburg und gegen Paderborn gab es ein 0:1 beim SV Sandhausen – saisonübergreifend erst die zweite Niederlage im 17. Pflichtspiel unter Trainer Daniel Thioune. Eine ärgerliche zudem, denn sie war absolut vermeidbar.

In der Nacht zum Freitag hatte es die Fortunen ganz schön erwischt. Mittelfeld-Stratege Marcel Sobottka wurde von einem Magen-Darm-Virus niedergestreckt, Defensiv-Allrounder Tim Oberdorf von einem grippalen Infekt. Zwei Ausfälle von Spielern also, die definitiv in der Startformation gestanden hätten – ein ordentlicher Schlag, den Thioune da erst einmal verarbeiten musste.

Die Lösung des Trainers: Er beorderte Kristoffer Peterson wie schon beim Pokalspiel in Offenbach (4:1) erneut in die Startelf. Und was den zweiten Ausfall anging, bewahrte ihn dieser sogar vor der schwierigen Entscheidung, entweder Christoph Klarer oder Jordy de Wijs aus der Startelf streichen zu müssen. So ging es mit einem sehr variabel ausgelegten 3-4-1-2-System ins Rennen.

Auf jeden Fall zwang die personelle Besetzung mit mindestens sechs gelernten Offensivleuten Fortuna geradezu nach vorn. Und das zeigte sich dann auch gleich in den ersten zehn Minuten, als Shinta Appelkamp und Peterson zweimal gefährlich abschlossen und Sandhausen so in arge Bedrängnis brachten. Diesen Anfangsschwung hielten die Gäste allerdings nicht durch. SVS-Trainer Alois Schwartz ließ sein Team früher pressen, und fortan neutralisierten sich beide bis zur Pause.

Ganze 45 Sekunden nach Wiederbeginn war es dann allerdings vorbei mit dem Neutralisieren. Bei einer Flanke von der linken Seite schlief die gesamte Düsseldorfer Deckung, und Janik Bachmann traf mit einem Hacken-Kunstschuss zum 1:0. Man durfte gespannt sein, wie Fortuna mit dem ersten Rückstand überhaupt in dieser Saison umgehen würde. Die Antwort: ungestüm.

Bachmanns Kunststückchen löste wütende Gegenattacken wie einen strammen Schuss Kownackis, den SVS-Keeper Patrick Drewes knapp meisterte, und eine gute Kopfballchance Klarers aus. Aber auch auf der Gegenseite musste Stürmer Rouwen Hennings auf der Torlinie klären.

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Mit Daniel Ginczek, Doppelpack-Schütze im Pokal, und Debütant Kwadwo Baah sollte die Wende noch her. Doch Fortuna fehlte diesmal die Ordnung in ihrem Spiel; nicht zuletzt, weil der zuletzt überragende Ao Tanaka ohne Sobottka an seiner Seite längst nicht zur Form der ersten Partien fand. So kam bei allem erkennbaren Bemühen keine Linie ins Angriffsspiel, so blieb die Defensive wacklig, es passierten zu viele Fehler.

Gänzlich unverdient war die erste Saisonniederlage damit nicht, so vermeidbar sie war, auch wegen Kownackis Kopfballchance in der 87. Minute und Ginczeks Drehschuss in der Nachspielzeit. Bis zum nächsten Auftritt am 14. August gegen Fürth wird Thioune sicher seine Schlüsse aus dem Geschehen ziehen.

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