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Coronavirus - RKI-Chef Lothar Wieler: "Wann wir wieder ins Stadion dürfen, das hängt an uns allen"

RKI-Chef Wieler appelliert an Fans : Stadionbesuch „hängt an uns allen“

In den Fußballligen ruht der Ball. Wegen des Coronavirus scheint eine Fortsetzung nur mit Geisterspielen möglich. RKI-Chef Lothar Wieler appelliert in diesem Zusammenhang erneut an das Einhalten der Kontaktsperre.

Lothar Wieler ist nicht nur Chef des Robert Koch-Instituts - sondern auch Fußballfan. Daher appellierte der RKI-Präsident in diesem Zusammenhang erneut an das Einhalten der Kontaktsperre.

In einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ antwortete der 59-Jährige auf die Frage nach einer Prognose, wann Fußballfans wieder ins Stadion dürfen: „Wir sind in der ganzen elterlichen Familie Fans des 1. FC Köln, seit wir laufen und denken können. Wann wir wieder ins Stadion dürfen, das hängt an uns allen. Wenn sich alle vernünftig verhalten, dann können wir die Welle vielleicht abbiegen. Je strenger wir uns an die Kontaktsperre halten, desto früher dürfen wir wieder nach draußen.“

Der Pharmakologe Fritz Sörgel hatte zuletzt sogar gefordert, auf absehbare Zeit wieder getestete Zuschauer bei Sportveranstaltungen im Stadion zuzulassen. Laut des 69-Jährigen könne man den Menschen „nicht Sport, Musik und Kultur dauerhaft vorenthalten. Und deswegen muss man sagen, wenn Leute nach dem Massentest der Regierung wieder in die Arbeit dürfen, dann sollte man auch Stadionbesucher mit Antikörpern in kleinen Zahlen und mit dem dann möglichen Abstand zwischen den Menschen ins Stadion lassen.“

Auch EM-Botschafter Philipp Lahm ruft zur Solidarität auf. „Der Fußball wird sich rasch erholen, sobald durch einen entsprechenden Impfstoff die Gefahr der Übertragung eingedämmt ist. Voraussetzung dafür ist, dass es uns gelingt, in der Corona-Krise die Strukturen zu erhalten, die den deutschen Fußball auszeichnen und die Bundesliga zu einer der Topligen weltweit gemacht haben“, sagte der Weltmeister von 2014 in einem Interview der „Welt am Sonntag“.

Der Fußball könne nach Überzeugung des langjährigen Kapitäns von Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft sogar gestärkt aus der Krise hervorgehen - unter einer Bedingung: „Wenn Spieler und Offizielle durch ihr soziales Verhalten eine Vorbildfunktion in der Öffentlichkeit einnehmen“, betonte der der 36 Jahre alte Geschäftsführer der DFB Euro GmbH. „Die Spendenaktionen von Trainern und Spielern zeigen, dass sie ein entsprechendes Verantwortungsbewusstsein haben. Es ist eine gute Zeit, um der Gesellschaft, die unseren Sport trägt, und den Menschen, die sich für den Fußball begeistern, etwas zurückzugeben“, sagte Lahm.

(dpa/old)