Borussia Dortmund: Pierre-Emerick Aubameyang wohl zum FC Arsenal - kommt Anthony Modeste?

Stürmer-Karussell beim BVB : Aubameyang-Transfer wohl fix - kommt Modeste als Ersatz?

Der FC Arsenal und Borussia Dortmund stehen offenbar kurz vor einer Einigung über den Wechsel des BVB-Stürmers Pierre-Emerick Aubameyang nach London. Das berichten deutsche und britische Medien übereinstimmend.

Nach Informationen der "Ruhr Nachrichten" sollen sich beide Klubs auf eine Ablösesumme von rund 65 Millionen Euro für den Gabuner geeinigt haben. Die britischen Sender "BBC" und "Sky Sports News" berichten von umgerechnet rund 68 Millionen Euro.

Das Gelingen des Transfers soll allerdings davon abhängen, ob der BVB einen Ersatz für Aubameyang findet. Arsenal-Stürmer Olivier Giroud gilt laut "BBC" und "Sky Sports News" weiterhin als heißer Kandidat. Andere Medien wie "Metro" berichteten, Giroud habe einen Wechsel nach Dortmund abgelehnt, wolle stattdessen innerhalb Londons zum FC Chelsea wechseln.

Eine weitere Option bei der Borussia könnte laut "Ruhr Nachrichten" der frühere Kölner Anthony Modeste sein, der beim chinesischen Verein Tianjin Quanjian angeblich unzufrieden ist. In Köln spielte Modeste unter dem aktuellen BVB-Trainer Peter Stöger. Gerüchte um eine Wiedervereinigung mit Stöger beim BVB halten sich schon seit Monaten hartnäckig.

Die Vertragssituation von Modeste ist allerdings ein wenig undurchsichtig. Es wird vermutet, dass die Kölner mit den Chinesen ein gekoppeltes Leih- und Kaufgeschäft vereinbart hatten. Danach soll Modeste zunächst für zwei Jahre ausgeliehen und eine anschließende Kaufoption festgeschrieben worden sein. Damit hätte der chinesische Klub die neue Regel umgehen können, nach der für den Transfer eines Spielers aus dem Ausland eine "Spende" in Höhe der Ablösesumme zur Nachwuchs-Förderung in China fällig wird. Sollte Modeste unter solchen Bedingungen verpflichtet worden sein, wäre ein Wechsel zu Borussia Dortmund in dieser Transferperiode wohl nicht möglich.

Mit dem Verkauf des Bundesliga-Torschützenkönigs der vergangenen Saison ist in Dortmund die Hoffnung auf mehr Harmonie innerhalb des Kaders verbunden. Nur ein halbes Jahr nach dem erstreikten Wechsel von Ousmane Dembélé zum FC Barcelona provozierte ein weiterer BVB-Profi seinen Abgang. Nach einigen Verfehlungen, die dem 28-Jährigen in den vergangenen 15 Monaten diverse Suspendierungen und Geldstrafen eingebracht hatten, war die Geduld der Vereinsführung und seiner Mitspieler aufgebraucht.

Gleichwohl wäre Aubameyang für den Bundesliga-Sechsten aus sportlicher Sicht ein herber Verlust. Schließlich erzielte er seit 2013 in seinen 213 Pflichtspielen für den BVB beachtliche 141 Tore.

Aubameyang war am vierten Verhandlungstag im Prozess um den Bombenanschlag auf die Dortmunder Mannschaft als Zeuge geladen worden. Er erschien am Montag jedoch nicht zum angesetzten Termin. Anwalt Alfons Becker erklärte am Montag: "Er wird heute nicht aussagen, weil er erkrankt ist."

In einer Repräsentativumfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die Online-Portale sportbuzzer und t-online.de sprachen sich 71 Prozent der BVB-Anhänger nach Aubameyangs wiederholten Eskapaden für einen sofortigen Verkauf des Gabuners aus. Nach Ansicht von gerade einmal nur 21 Prozent seiner Fans soll Dortmund das "Enfant terrible" trotz der nervigen Kapriolen halten.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Pierre-Emerick Aubameyang

(can)
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