Borussia Dortmund: roman Bürki schimpft auf pfeifende BVB-Fans

"Die sollen zu Hause bleiben!" : Bürki schimpft auf pfeifende BVB-Fans und kassiert Rüffel

Bei Borussia Dortmund liegen die Nerven offenbar blank. Nach dem 2:2 gegen den SC Freiburg kritisierte Torhüter Roman Bürki Teile der Fans des Bundesligisten scharf. Von seinem Sportdirektor bekam er dafür einen Rüffel.

"Die Ost- und Westtribüne, da kommen die Leute ins Stadion, um ihre eigene Mannschaft auszupfeifen. Die sollen lieber zu Hause bleiben", sagte der Schweizer bei Sky nach dem Remis gegen Freiburg.

Von diesen Tribünen "hört man keine Unterstützung", klagte Bürki. "Das sind Leute, die keine Ahnung von Fußball haben. Die haben wohl nichts Besseres zu tun." Der BVB hatte sich für seine schwache Leistung Pfiffe gefallen lassen müssen. Die große Stehtribüne ist in Dortmund auf der Südseite.

Sportdirektor Michael Zorc kanzelte Bürki für diese Kritik ab. "Ich finde die Aussage unpassend und inhaltlich falsch. Ich empfehle unseren Spielern, sich das Spiel noch mal 90 Minuten anzuschauen", sagte er. "Da müssen sie aufpassen, dass sie nicht selbst pfeifen. Der Zuschauer hat das Recht, seinen Unmut zu zeigen."

Der Frust in Dortmund ist groß. Trotz der Tore von Shinji Kagawa (9.) und Jeremy Toljan (90.+3) gerät der avisierte Champions-League-Platz für den BVB zunehmend in Gefahr. Vor 81.360 Zuschauern traf Nils Petersen (21./68.) zum verdienten Remis der seit nunmehr acht Spielen ungeschlagenen Freiburger.

Schon vor dem Anpfiff der Partie sorgte Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang für Gesprächsstoff. Der Gabuner stand in der Startelf, bei seinen ersten Ballkontakten wurde er ausgepfiffen.

Dass Trainer Peter Stöger anders als in den vergangenen beiden Partien wieder auf den wechselwilligen Angreifer zurückgriff, wollte beim BVB niemand als Indiz für dessen Verbleib in Dortmund gewertet wissen.

"Wir haben signalisiert, dass wir bereit sind, einen Transfer zu realisieren, wenn bestimmte Parameter erfüllt werden", sagte Sportdirektor Michael Zorc kurz vor der Partie im TV-Sender Sky zum aktuellen Stand des Transferpokers mit dem FC Arsenal. Dem Vernehmen nach liegen beide Klubs kurz vor dem Ende der Transferfrist am kommenden Mittwoch bei der Ablöse jedoch noch über 10 Millionen Euro auseinander.

(areh/sid/dpa)
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