1. Sport
  2. Fußball
  3. Bayer 04 Leverkusen

Bayer Leverkusen: Reinartz macht Film über Bayer 04

Bayer Leverkusen : Reinartz macht Film über Bayer 04

Im 3:30-Minuten-Video steckt viel Arbeit des Bayer-Profis. Die Fans schwärmen vom Ergebnis.

Als die Werkself am Samstag zehn Minuten vor Anpfiff der Partie gegen Stuttgart das Aufwärmen beendete und zurück in die Kabine ging, drückte die Stadionregie in der BayArena auf "Play". Was in den knapp dreieinhalb folgenden Minuten auf der Anzeigetafel zu sehen war, sorgte für prompte wie nachhaltige Begeisterung bei der Anhängerschaft der Werkself.

Es lief ein Video zur Leidenschaft Bayer 04, mit rasant geschnittenen Szenen der größten Erfolge, bislang unveröffentlichten Momenten aus dem Kreis der aktuellen Werkself und Emotionen aus der Fankurve. Was noch immer die wenigsten wissen: Hinter dem Projekt steckt Bayer 04-Profi Stefan Reinartz. "Die Idee zum Spot ist im Mai während der USA-Reise mit der Nationalelf entstanden. Ich guckte ein NBA-Spiel, und die zeigten im Vorfeld richtig coole Videos", sagt der 25-Jährige.

Zurück in Deutschland setzte sich der Mittelfeldspieler mit Freunden an die Arbeit. "Wir haben uns auch ein bisschen reingesteigert", sagt Reinartz. Zuerst war das Video nur als Überraschung für die Weihnachtsfeier des Vereins geplant — hier feierte der Film am 15. Dezember auch Premiere in der Smidt-Arena —, aber dabei sollte es nicht bleiben.

"Schnell kam die Frage auf: Können wir das nicht auch ,draußen' zeigen?", erzählt Bayers Mediendirektor Meinolf Sprink. Man kann — zumindest im heimischen Stadion, in dem der Spot künftig immer mal wieder laufen soll, wo Bayer 04 als Veranstalter allerdings für die musikalische Unterlegung Gema-Gebühren zahlen muss.

Denn Reinartz und seine Mitstreiter unterlegten die Bewegtbilder mit dem Song "And we danced" vom erfolgreichen US-Rapper und vierfachen Grammy-Preisträger Macklemore. "Wir führen seit einiger Zeit Gespräche mit Macklemores Management, um die Frage der Nutzungsrechte zu klären", sagt Sprink. Erst dann könne man das Video auch digital verbreiten, auf der Homepage des Vereins etwa oder bei YouTube. Verein wie Spieler legen übrigens Wert auf die Feststellung, dass der Film kein Gegenentwurf zur aktuellen Werkself-Kampagne darstellt.

Die Fans überschlagen sich jedenfalls im Internet vor Begeisterung. "Selten so Ganzkörpergänsehaut verspürt", schrieb einer, "ich hoffe, dieses Video kommt jetzt zu jedem Heimspiel" ein anderer, "absolut fantastisch" ein dritter.

(RP)