Eishockey: KEV siegt beim Angstgegner

Eishockey : KEV siegt beim Angstgegner

Die Krefelder entführten Sonntag in Wolfsburg mit einem 5:4-Erfolg verdient drei ganz wertvolle Auswärtspunkte. Vor 1962 Zuschauern erzielten Methot, Verwey, Voakes, Vasiljevs und Pietta die Treffer der Schwarz-Gelben.

Hut ab! Vier Punkte stehen für die Pinguine nach den ersten beiden Meisterschaftsspielen der neuen DEL-Saison zu Buche. Und das nach zwei ganz schweren Auswärtsduellen. Glänzender hätte die Mannschaft von Trainer Rick Adduono kaum aus den Startlöchern kommen können. Dem einen Zähler aus dem Derby in Köln ließen die Schwarz-Gelben gestern Nachmittag beim Angstgegner Wolfsburg den ersten Dreier der neuen Eiszeit folgen. Vor nur 1962 Zuschauern in der Eisarena im Allerpark verdienten sich die Krefelder diesen Erfolg mit einer kämpferisch und spielerisch starken Leistung. Neben Torwart Scott Langkow ragte bei den Pinguinen Stürmer Mark Voakes heraus.

Vasiljevs behielt Recht

Wie am Freitag in Köln erwischten die Pinguine wieder einen guten Start. Nach wenigen Sekunden hatte Daniel Pietta die Führung auf dem Schläger, scheiterte aber an Torwart Dshunussow. Es dauerte aber nicht lange, bis die Wolfsburger das Kommando übernahmen und ihren Gegner stark unter Druck setzten. "Wir müssen von der Strafbank wegbleiben. Die Grizzlys sind in Überzahl sehr gefährlich", hatte Herberts Vasiljevs vor dem Spiel gesagt. Er sollte Recht behalten. Allerdings verhielten sich die Krefelder bei der zweiten Überzahl der Hausherren viel zu passiv und schauten beim Solo von Torschütze Milley tatenlos zu (14.). Vorher hatten allerdings die Pinguine in Überzahl die Riesenchance, in Führung zu gehen. Aber Francois Methot vergab am langen Pfosten kläglich (10.). Bei seiner nächsten Torchance machte es der Franko-Kanadier dann besser, als er die dritte Überzahl der Schwarz-Gelben am kurzen Pfosten zum Ausgleich nutzte (27.). Und nur vier Minuten später waren die Gäste erneut mit einem Mann mehr erfolgreich. Roland Verwey lenkte einen Schuss von Mark Voakes ins lange untere Eck.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Trainer Adduono sein Team nur noch auf die ersten drei Sturmreihen reduziert. Auch für Steve Hanusch war als siebter Verteidiger nach dem ersten Drittel der Arbeitstag zu Ende. Das Bündeln der Kräfte zahlte sich gegen die stets gefährlichen Grizzlys aus. Zunächst schloss Kapitän Vasiljevs eine herrliche Kombination der ersten Sturmreihe mit seinem ersten Saisontreffer ab. Dann sorgte Pietta mit einem tollen Solo für das 4:1. Dabei half ihm allerdings sein Ex-Kamerad Schopper maßgeblich, der den Puck beim Rettungsversuch mit dem Schläger ins Tor beförderte (50.). Als die 30 mitgereisten KEV-Fans an den ersten "Dreier" der Saison glaubten, wurde es doch noch mal spannend. Innerhalb von vier Minuten kamen die Wolfsburger auf 3:4 heran. Trainer Adduono nahm sofort seine Auszeit. Und das mit Erfolg. Sein Team fand die Konzentration wieder, besonders Voakes. Der neue Kanadier, der gestern für glanzvolle Aktionen sorgte, nutzte hinter dem Wolfsburger Tor ein Missverständnis zwischen dem Torhüter und Verteidiger Walter und bedankte sich mit seinem ersten DEL-Treffer (55.). Obwohl die Hausherren drei Minuten vor dem Ende noch eine Strafe kassierten, mussten die Pinguine noch um den Sieg zittern. Denn 50 Sekunden vor dem Ende sorgte Bina mit einem Schlagschuss für den Anschlusstreffer. Zu mehr reichte die Zeit aber nicht mehr für die Grizzlys.

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